ihn über die Gründe seines Verhaltens befragen. Dann
ging sie mit ihm längere Zeit im Gemeindehof auf und ab,
spräch auf ihn ein; der Bock meckerte wiederholt dazwischen.
Der ganze Gemeinderat versammelte sich, um den Bescheid
der alten Frau zu hören. „Ja“, sagte sie, „der Bock ant—
wortete auf meine Vorwürfe: „Bisher war ich Privat—
nann, da mußte ich viel arbeiten. Aber jetzt bin ich Staats—
beamter, und da habe ich das nicht mehr nötig.“
Die Beamtenschaft von NReunkirchen und Umgebung nahm
nit Recht Anstoß an dieser Veröffentlichung und wandté
sich an uns, damit im „Beamtenbund“ zu der Sache Stellung
zenommen würde. Wir waren der Ansicht, daß es sich nur
um ein Versehen der Redaktion handeln könne, da wir es
ür ausgeschlossen hielten, daß eine auch in Beamtenkreisen
gelesene Zeitung solchen Tendenzanekdötchen bewußt ihre
Spalten oͤffnen würde. Durch eingeschriebenen Brief vom
24. April haben wir darum die Redaktion der „Saar- und
Blieszeitung“ auf die Ungehörigkeit des Artikels hinge—
wiesen und ihr anheim gegeben, uns bis zum 1. Mai mitzu—
eilen. ob und auf welche Weise sie die Angelegenheit in Ord—
rung bringen wolle, da wir uns sonst mit der Sache befassen
nüßten. Bis heute ist eine Antwort auf unser Schreiben
licht eingegangen.
Wir halten es für ein müßiges Beginnen, Leute, die im
Sinne des Artikels der „Saar- und Blieszeitung“ zur Be—
amtenschaft eingestellt sind, belehren und bekehren zu wol—
len. Wir haben auch wahrlich wichtigere Dinge zu tun, als
uns in nutzlose Auseinandersetzungen einzulassen.
Nachdrücklichst weisen wir aber auf folgendes hin:
„Die „Saar- und Blieszeitung“ rinmmt eine Beamtenbe—
eidigungen enthaltende Notiz auf und macht sich damit zum
Träger und Verbreiter beamtengegnerischer Gedanken.
Die „Saar⸗ und Blieszeitung“ hält es nicht für nötig,
iachdem sie auf die Wirkung ihrer Notiz aufmerksam ge—
nacht worden ist, die Sache zurückzunehmen und sich zu ent—
chuldigen; sie bekundet damit, daß sie auch heute noch
zewußzt zu ihrer Veröffentlichung steht.
Wir überlassen die Beurteilung der Angelegenheit der
Zeamtenschaft und sind überzeugt, daß sie die richtige Ant—
vort zu finden weiß. Meister.
AUSDENVERBRANDEN
der neuen katholischen Kirche unsere 1. Wander-Bezirks—
bersammlung statt.
Nachrufl!
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Durch einen Unglücksfall verloren wir am
3. Mai 1927, plötzlich und unerwartet, unser treues
Uitglied. den
Eisenbahnsekretär
Herrn Wilhelm Schäfer
Er war uns ein lieber Kollege, dessen Andenken
wir stets in Ehren halten werden.
Verhand der Sekretüre, Ascictenten. Betrlehßasgistenten
u. Anwärter d. Eienhahn
Direktlon des Saargebietes
Verband der Post- und Telegraphenbeamten
des Saargebietes.
Am Sonntag, den 16. Mai, nachm. 3 Uhr, findet in
Dillingen im Gasthaus zur Deutschen Flotte, gegenüber
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Tagesordnung:
1. Referat unseres 1. Verbandsvorsitzenden über Besol—
dungs-, Etat- und Organisationsfragen,
Referat des Vorsitzenden der Ortsgruppe Saarbrücken,
; Klassen, über Berufsausbildungs- und Standes—
ragen,
3. Stellungnahme zum Gehaltsabbau,
4. Freie Aussprache.
Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tagesordnung
bitten wir die Kollegen, sich recht zahlreich in Dillingen
einzufinden. Auch die unserem Verband noch fernstehen—
den Kollegen sind freundlichst eingeladen. Mit Verbands—
gruß: Der Vorstand: J. M. Fey. 1. Verbandsschrift.
führer.
Verband der Post⸗- und Telegraphenbeomten.
Ortsgrurppe Saarbrücden.
Am Samstag, den 21. Mai, abends 8 Uhr, findet im Restau—
ant Kolpinghaus unsere Monatsversammlung statt. Tages—
»rdnung? 1. Begrüßung; 2. Bericht über die Auschußsitzung
m Beamtenbund; 3. Fortseßung der Vorträge über das, Warum“
in der Postordnung (O-P.J. Pallmann); 4. Bericht über den
Verbandstag in Trier; 5. Verlesen der Niederschrift der letzten
Versamming; 6. Aufnahme neuer Mitglieder; 7. Wahl eines
Iusschusses für Beamtenangelegenheiten; 8. Mitteilungen Gur
dage), 9. Verschiedenes. Älle Kollegen, auch Nichtmitglieder
verden gebeten, doch recht zahlreich an dieser Versammlung teil⸗
unehmen. Der Vorstand: Hoff. 1. Schriftiührer.
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