Full text : 2.1927 (0002)

den. Einige Abweichungen find allerdings zu vergeich—
nen. Für die Arbeiter im Postbetriebss-und Verwal—
ungedienst wird in allen Fällen unter Zugrundelegung
ziiner 54⸗stündigen wöchentlichen Arbeitszeit
anstelle der Stundenlöhne ein Woche nlo hen gegahlt. Den Ar—
beitern im Telegraphenbau, in den Werkstätten und Telegvaphen.
eugãmtern wird für die 40. bis 81. Stunde ein Zuschlag von
1b Progent, für die 532. bis 5634. Stunde ein Zuschlag von 26 Pro
zent und für die darüber liegende Zeit gemäß 8 4 des Tarif—
vertrages ein Zuschlag von 360 Prozent gegahlt. Die Ortslohn—
zulagen sollen mit Beschleunigung einer Nachprüfung unter;
vgen werden. Den mit dem Aufsuchen und Beseitigen von
Störungen vollbeschäftigten Telegraphenbauhandwerkern und ⸗ar⸗
zeitern wird künftig die Baugulage gegahlt. — Ein wenig anders
ist auch die Arbeitszeit geregelt warden. Die wöchentliche
Arbeitszeit im Telegraphenbaudienst beträgt im
Jahresdurchschniit wöchentlich 61 Stunden mit der Maßgabe,
daß im Sommerhalbjahr (1. April bis 80. September) täglich
9 Stunden und im Winterhalbjahr (1. Oktober bis 81. März)
äglich 8 Stunden gearbeitet wird. Der Lohn wird im Sommer⸗
und Winterhalbjahr durchgehend für 854 Stunden gezahlt. Die
wöchentliche Arbeitszeit für die Wertstätten, und Zeug—
amtsarbeiter wird auf 51 Stunden festgesetzt.
Reue Seefahrtschulen.
Im Einverftändnis mit dem Reichsverkehrsminister hat der
Preußische Handelsminifter folgende Lehranstalten als Seefahrts⸗
chulen im Sinne des 8 16 der „Verordnung über den Be—
fähigungsnachweis der Seeschiffer und Seesteuerleute auf deut—
chen Kauffahrteischiffen“ vom 28. Juli 1923 vorläufig an—
erkannt:
1. die Staatlichen Seeschiffahrtsschulen in Stettin, Flensburg
 und Leer;

2. die Staatlichen Vereinigten Seefahrt- und Seemaschinisten⸗
schulen in Wesermünde;
die vom Kreise Jorck in Gräünendeich eingerichtete
Schule;
diese nur für die Lehrgänge zum Schiffer auf Küstenfahrt,
Steuermann auf kleiner Fahrt und Schiffer auf kleiner Fahrt
Erholungsheim „Schloß Sornberg“, bad. Schwarzwald.
Besitz er: Badischer Beamtenbund, Karlsrubhe i. B., Nowack⸗
nlage 19.
Anschriftbei Anmeldungen: Erholungsheim „Schloß
bornberg“ in Hornberan Schwarzwald.
Betriebszeit: Mitte April bis Anfans Oktober.
Das Seim des Badischen Beamtenbundes, 466 Meter ü. M.
zchnellzugshalt Hornberg an der romantischen Schwarzwald—
zahn, liegt 15 Minuten von der Bahnstation und 100 Meter
iber dem Tale der Gutach, ruhig und staubfrei auf dem Schloß—
dergs, einer sonnenumstrahlten Bergkuppe, die sich aus dem Ge—
zirgsmassiv des Ziegelkopfes leicht vorschiebt und dicht anliegt
in herrlich bewaldeten Höhenzügen mit ozonreichem Tannenhoch-⸗
vald, vor sich das überwältigende, an malerischen Durch—
chneidungen reiche Panorama des Gutachtals. Das sogenannte
ibte und neue Schloß auf historischem Boden — Reste einer einst
edeutenden Burgruine mit romanischen Bestandteilen aus dem
2. Jahrhundert und einem 17 Meter hohen zugänglichen Berg—
ried mit umsassender Rundsicht — bieten bei freier Lage alle
Porzüge für einen klimatisch hervorragend beruhigenden und er—
olgreichen Kuraufenthalt. Das Heim ist ausgestattet mit einem
großen, schönen Speisesaal, einer besonderen Frühstücksterrasse
nit lieblicher Aussicht auf Tal und Berge, Lesezimmer, einer
chönen, gemütlichen Diele, großem Garten und Parkanlagen.
Achtzig geräumige, teils sonnig, teils kühl gelegene, mit über

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