Verband der Bahnhofsverwalter, Eisenbahnassistenten, Vetriebs
asfsistensen und Anwärter im Saargebiet.
Sinladung zur Jahreshaupktversammlung
am 8. Mai d. J. nachmiktkags 2 Uhr,
im „Kolpinghaus“, Saarbrücken.
Tagesordnung.
1. Namensänderung.
2. Satzungsänderung.
3. Festsehung der Beikträge und Aufwandsentschädigungen.
. Geschäftsbericht:
a) Tätigkeitsbericht,
d) Kassenbericht,
c) Entlastung des Vorstandes.
5. Vorstandswahl.
3. „Standesfragen“ (Referent: Kollege Gauditz, Berlin,
1. Vorsihender des V. S. A.).
Verfschiedenes.
Zu dieser Versammlung sind eingeladen: Der Beamtenbund des
Zaargebietes, die Vereinigung der Eisenbahnbeamten und An—
wärker die Bezirksvereine Trier, Mainz und Pfalz des Ver—
bhandes der Sekrekäre, Assistenten, Betriebsassistenkten und Anpärker
der Deutschen Reichsbahn e. V., Sitz Berlin. Es ist Ehrenpflicht
eines jeden dienstfreien Kollegen, an dieser Versammlung,
welche u. a. wichtige Aufklärung über die Lage der Kollegen im
Reich bringt, keilzunehmen.
Der Vorstand: Reschke, Rabe
Fachgruppe der Roltenaufsichtsbeamten und -Anwärtker.
Einladung.
Am Sonntag, den 8. Mai 1927, vormittags 12 Uhr, findet im
„Hotel zur Post“ zu St. Wendel eine Wanderversammlungç
mit Familienangehörigen statt.
Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben.
Nach Erledigung der Tagesordnung gemeinsamer Ausflug nach
dem Missionshause St. Wendel.
Um vollzähliges Erscheinen wird gebeken. Auch unserer Gruppe
noch fernstehende Kollegen sind herzlichst eingeladen.
Der Vorstand.
Fachgruppe der Weichensteller, Bahnwärter und deren Anwärker
Orlklsgruppe Saarbrücken.
Am Sonnkag, den 1. Mai 1927, nachmittags 3 Uhr, findet
mHokel Union, Saarbrücken, St. Johanner Straße, eine
Monatsversammlung
mit folgender Tagesordnung statt:
1. Verlesen der letzten Niederschrift;
2. Aufnahme neuer Milglieder;
3. Bericht über Beförderungen von Etalsangelegenheiten (Bezug
auf erneute Eingaben);
. Verschiedenes.
Vollzähliges Erscheinen aller dienstfreien Kollegen erwünscht.
Der Vorstand.
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Beamten⸗Rundfunk.
Samstag:s bis 5,30 Uhr, Welle 1250: Staats-Sekre—
tär Prof. Dr. A. Müller: „Die Verwaltungsreform als
Rationalisserunasprobsem“
Die Lage der Forstbeamten.
Berabdungen im Preußischen Landtag.
Anläßlich der 2. Berabung des Forstetats im Preußischen Land⸗
ag am 4. und 5. April wurde von den Redner aller Fraktionen
die Notlage des Försterstandes eingehend erörtert. Abg
Dallmer (DN. beklagte es, daß trotz der hohen Verwaltungsausgaben
für Beamte die Förster so ungünstig gestellt seien, daß
sie alle verschul det wären. Besonders für die erste Einrich,
rung der jungen Förster müsse der Staat Mittel bewilligen und
herücksichtigen, daß die Förster im allgemeinen weit von der Stad!
entfernt wohnen, was bei Einkäufen stark verteuernd wirke und
z. B. auch höhere Aufwendungen für Kindererziehung bedinge
Auch Abg. Schmelzer (Z3.) behandelte die Lage der Forst—
*amten und setzte sich im übrigen für die Zusammenlegung von
Oberförstereien ein. Abg. Graf Stolberg (OVp.) forderte
Finsetzung eines Ausschusses zur Prüfung der Notlage der Forstbeamten,
da ihre außerordentliche Bedrängnis rechnerisch erweislich
sei. Ein sehr großer Teil sei verschuldet. Die Förster müssen
bei der Bewirtschaftung des Dienstlandes zum größten Teil Zu—
bußen machen. Die Forstbeamten müßten in besserer Weise
als bisher fortgebildet werden. Das forstliche Versuchswesen an
den Hochschulen lasse noch immer zu wünschen übrig. Abg.
Bartel (Dem,) stimmte der Auffaffung über die Noslage der
Forstbeamten zu. Er wünschte im Intleresse der Sparsamkeit
Aufhebung kleiner Oberförstereien und Vereinigung der Forstkassen
mit den Kreiskassen. In dem kleinen Baumckweig kabe
er Sparkommissar allein die Aufhebung von acht Oberförstereien
erlangt. Er wünschte weiter einen Ausbau der Forstlichen Hoch—
schule in Hannoversch-Münden und Schaffung der erforderlichen
Dienstwohnungen für Professoren. Landwirtschaftsminister Dr
Steiger befaßte sich in seiner Erwiderung auf die vorgetra—
denen Wünsche eingehend mit der Lage der Forstbeamten. Er
zab zu, daß sich diese vielfach in ungünstigen wirtschaftlichen
Lerhältnissen befinden; die Verschuldung sei zum Teil ex—
jeblich Er wies dann auf die Maßnahmen hin. die von der
Regierung aus diesem Grunde bereits getroffen worden seien.
das Nutzungsgeld für das Wirtschaftsland ist wesentlich
»xmäßigt worden. Den Forstbeamten können bei einer Stellung—
ibernahme mit Wirrschaftsland Wirtschaftsvoxschüsse
zis zu 8000 Mark gewährt werden, die mit 4 v. H. zu verzinsen
ind. Es wird geprüft, ob die Vorschüsse unter besonderen Voraus
etzungen nicht noch erhöht werden können.
Im weiteren Verlauf der Debatte setzte sich sodann Abg
Bieseler (Völk) für die berechtigten Wünsche der Forstentmeister
ein und bezeichnete die vom Minister behauptete
Besserstellung einiger Beamtenkategorien als nur scheinbar, do
»er Wert des Geldes erheblich gesunken sei; gegen die Verschul—
ung der Forstbeamten müsse Durchgreifendes geschehen. Wenn
er Forstbeamte schulpflichtige Kindex habe, so müsse er für die
rhöhten Aufwendungen besonderen Ersatz erhalten, und ebenso
ei dem jungen Forstbeamten für seine ersten Anschaffungen
ekuniäre Unterstützung zu gewähren. Abg. v. Tresckow (ON.)
ehnte die Anregung zur Einsetzung eines Ausschusses für die
Prüfung der Notlage der Forstbeamten ab; ein Ausschuß dürfe
nicht zwischen Verwaltung und Forstbedienstete gesetzt werden
Abg. Held (DVP),) setzte sich schließlich für die Aufbesserung der
Forstrentmeister, für die Eingruppierung der Förster in die
Bruppen 7 und 8, sowie für Stellenunkostenersatz für die Forst
reamten ein.
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