Full text : 2.1927 (0002)

Punkt 5. Die Arbeitsgemeinschaft mit der G. E. D. wurde
abgelehnt, dagegen eine solche mit dem Verein der Bahnhofsverw.
und Eisenbahn-Assistenten gutgeheißen. Die Bildung neuer Orts—
hereine wurde vorläufig zurückgestellt.
Punkt 6. Der 1. Vorsitzende gab die Namen der neu auf—⸗
genommenen Mitglieder und die neuen Grundsätze und Richt-—
linien für die Neuaufnahme von Mitgliedern bekannt. Danach
können jetzt sämtliche Kollegen von Besoldungsgruppe 4 aufwärts.

oweit von ihnen die Vorbedingungen für den mittleren nicht—
echnischen Dienst erfüllt sind, und auch diejenigen Hilfsbeamten,
die zwar noch nicht angestellt, aber die Vorprüfung für den mitt—
leren nichttechnischen Dienst abgelegt haben, aufgenommen wer
den. — Die Versammlung wurde gegen 11.30 Uhr geschlossen.
Der Vorstand:
Heipp, 1. Vorsitender. Scherm, 2. Schriftführer.

REAMTEN.N

Beamten-Rundfunk.
Welle 1250 m.: Samstags 5 bis 5330 Min.Dir. Falck:
Grundrechte und Grundpflichten in der Reichsverfassung.“

iberlebt. Es ist das große Verdienst der Berufsorganisationen
des Beamtentums, daß sie die erhöhte Selbständigkeit und Ini—
tiative nicht auf wirtschaftliche Fragen beschränkten, sondern
großzügig und aus eigener Kraft eine vertiefte Fortbildung in
Angriff nahmen und den Beamten möglichst nahe an die großen
heoretischen und praktischen Fragen der Zeit zurückzuführen
uchten. von denen er zum Teil nur zu sehr abgetrieben war.
In welchem Umfang dieser neue Typus des deutschen Beamten
dem sich schon heute annähert, zeigt das von der Verwaltungs—
zkademie Berlin neu begründete Institut für wirtschaftliche Ar—
beit in der öffentlichen Verwaltung, über das bei Gelegenheit
hjier noch näher berichtet werden soll. Hier tritt der Beamte
chon heute als verantwortlicher Mitarbeiter an einer rationellen
Durcharbeitung setnes Betriebes auf, seine Mitarbeit ist hier
iberhaupt nicht zu entbehren. Diesem neuen Typ des Beamten
wird die Zukunft gehören.
Die Kölner Verwaltungsakademie begann die Veranstaltungen
des Wintersemesters Mitte Oktober mit einer Hörerversammlung,
in der Generalsekretär Gerdes vom Landesverband Rheinland
des Deutschen Beamtenbundes einen fast anderthalbstündigen
Vortrag über die Geschichte des deutschen Beamtenbildungswesens
hielt und dabei gerade diese Wandlung hervorhob. Da dieser
Vortrag eine Fülle weit verstreuten Materials enthielt, ist es
besonders zu bedauern, daß der Abend nicht besser besucht war
und diese noch wenig bearbeiteten Zusammenhänge nur einem
verhältnismäßig kleinen Kreise zugänglich wurden.
Die Akademie hofft, diesen Vortrag zu Beginn des Sommer⸗
semesters wiederholen zu können. Das Sommersemester wird
Anfang Mai beginnen und Ende Juli schlieben. Die Vorlesurgen
des 1. Lehrgangs von 6 Semestern werden in ihm fortgeführt.
Das genaue Verzeichnis wird im nächsten Monat hier veröffent⸗
licht werden

Verwaltungs⸗Akademie in Köln.
Von Dr.phil. Jardon, Verwaltungsleiter der Verw.⸗Akad. Köln.
Das Wintersemester der Verwaltungsakademie begann Anfang
November und dauerte bis Ende Februar. Folgende zweiftündige
Korlesungen wurden gehalten:
Verfassungsrecht (Aniversitätsprofessor Dr. Ebers),
Reichsabgabeordnung (Privatdozent Dr. Helpenstein),
Verfassung und Politik der modernen Kulturstaaten (Ober⸗
regierungsrat Canditt),
Bürgerliches Recht. Allgemeiner Teil. (Universitätsprofessor
Dr. Planitz),
Allgemeine Volkswirtschaftslehre. 2 Teil. (Universitätspro⸗
fessor Dr. Kumpmann),
Sozialpolitik. 2. Teil. Mit Uebungen. (Staatsminister a. D.
Universitütsprofessor Dr. Lindemann).
Der Besuch stieg gegenüber dem Vorsemester aui 192 Vollhörer
)30 Easthörer. Darunter sind:
Gemeindebeamte
Reichspost
Finanz
Verwal tung
Reichsbahn
Krankenkafsen
Justiz
Polizei
Bankbeamte
Nichtbeamte

— Haushalt der Preußischen Bergverwaltung.
zusammen 222 Der Hauptausschuß des Preußischen Landtages nahm
Diese sind auf die Gehaltsgruppen verteilt wie folgt: bei der Beratung des Haushalts der Berg-, Hutten- und
Sruppe I-VI 101 Salinenverwaltung folgende Anträge an:
Gsruppe VII 40 Nr. 5718: Das Staatsministerium wir ersucht:
Gruppe VIII 43 1. den aus dem preußischen Staatsdienste beurlaubten,
Gruppe IX 18 zurzeit im Dienste der französischen Verwaltung stehenden
Gruppe X und darüber Markscheidern der Saargruben dieselben Bezüge und Auf—
Nichtbeamte 6 tückungsstellen zu gewähren, die ihnen zustehen würden,
ITICC. wenn sie sich noch im preußischen Staatsdienste befanden;
— zusammen 222 2. den pensionierten und auf Wartegeld gesetzten, ehe⸗
Im Verhältnis zu der großen Beamtenzahl Kölns ist diese maligen angestellten Markscheidern die Bezüge zu gewäh—
Zahl unbefriedigend. Dadurch wird nicht nur der geplante Aus- ren die ihnen als ehemaligen preußischen Slaalsbeamten
bau der Akademie nach den verschiedensten Seiten hin verlang zustehen;
jsamt. Der Typus des Beamtentums, wie er sich in langen Jahr⸗ 3. den vom Hauptausschuß des preußischen Landtages
zehnten vor dem Kriege ungestört entwickeln konnte hat sich am 9,10 September 1925 gefaßten Beschluß auszuführen

232

am liehsten Becker's Bier

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