Sodann hat die Reichsregierung zur Durchführung der
im Juli vergangenen Jahres beschlossenen „Betreuungs—
altion“ sogenannte Betreuungsstellen am Sitze der alten
Reginalbehörden z. B. für die Verkehrsbeamten des preu—
ßischen Teiles bei ihrer Direktion in Trier, für die Ver—
kehrsbeamten des bayrischen Teiles bei ihren Direktionen
in Ludwigshasen und Speyer, für die Justizbeamten beim
Oberlandesgericht in Köln für die Lehrerschaft bei den
Bezirksregierungen und beim Provinzialschulkollegium in
Coblenz, für die Beamten der direlten und indirekten
Steuerverwaltung bei den Landesfinanzämtern in Köln
und Würzburg eingerichtet.
Von diesen Betreuungsstellen sollten nach Ziffer 3 der
oben erwähnten Richtlinien für jeden in das Saargebiet
„beurlaubten“ Beamten Personalakten angelegt, jede ab⸗
gelegte Prüfung, sowie die seitens der Heimatregierungen
und der Regierungskommission des Saargebietes vorge—
nommenen Ernennungen und Beförderungen ordnungs—
mäßig registriert werden. Auch für die Pensionäre war
die Führung der Personalakten u. W. angeordnet worden
Die von den Betreuungsstellen aufgenommenen Arbeiten
zur Anlegung und Fortführung der Personalakten sind
anscheinend durch die inzwischen erfolgte anderweitige
Durchführung der erstmaligen generellen Betreuung ins
Stocken geralen.
Die deutsche Beamtenschaft des Saargebietes legt aber
den größten Wert darauf, daß die Personalakten angelegt
und ständig auf dem laufenden gehalten werden.
Wir bitten daher dringend, den Betreuungsstellen Anwei⸗
sung zu geben, für die beschleunigte Anlegung der Ver—
sonalakten Sorge zu tragen.
Mit dieser Regelung soll keinesfalls zum Ausdruck ge—
bracht werden, daß alle Ansprüche der in das Saargebiet
beurlaubten Beamten gus der Vergangenheit als abge—
golten zu betrachten sind.
Die Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände
des Saargebietes:
Beamtenbund des Saargebietes.
Vereinigung der höheren Beamten des Saargebietes
Verband der Büroangestellten und VBeamten des
Saargebietes.
Bund der techn. Angestellten und Beamten.
Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner e. V.
Verband Deutscher Techniker.
Einheitsverband der Eisenbahner Deutschlands
J. A.:
Schneider.
Für Bauinteressenten.
Folgendes Schreiben ist bei uns eingegangen. welches wir mit
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der Bitte um gefl. Kenntnisnahme im Wortlaut zum Abdruck
zringen:
An
den Beamtenbund,
z. Hd. d. Vorfitzenden Herrn Rektor Schneider,
Saarbrücken.
Wir gestatten uns hierdurch ergebenst mitzuteilen, daß in der
Monatsversammlung vom 22. 12. 1926 der Bund Saarländischer
Architekten beschlossen hat, das Architektenhonorar für Vorlage—
rojekte für Wohnungsbauten, die mit 85 Prozent beliehen resp
auf die Zinszuschüsse gewährt werden,
um 333 Prozent gegenüber der Gebührenord—
nung zu ermäßigen.
Wir glauben hiermit der unlauteren Konkurrenz in etwas zu
teuern und den betreffenden Bauherrn einen Anreiz zu geben,
ich für ihre Bauten tüchtiger Architekten zu bedienen.
Wir würden Ihnen dankbar sein, wenn Sie an geeigneter
Stelle auf dieses Entgegenkommen aufmerksam machen würden.
Hochachtungsvoll!
Bund Saarländischer Architekten
B.⸗S.⸗A.
Unterschrift.
Versammlung der Bauinteressenten
1927, nachmittass 3 Uhr, im grobßen Saale des
Johannishofes zu Saarbrücken 3.
Der Vorsitzende des Beamtenbundes, Herr Rektor Schneider,
eitete die Versammlung mit einer Begrüßung der Teilnehmer
ein. Erschienen waren 70—80 Interessenten. Im Vaiglen zu
anderen Bauinteressentenvdersammlungen, wo sich der Rote Saal
als viel zu klein erwies, war also der Besuch gering.
Herr Sauee wies darauf hin, daß ihm mehrfach Klagen aus
Bauinteressentenkreisen zu Ohren gekommen seien und bafsum
Vorbringung der gehegten Wünsche und berechtigten Klagen,
damit nach Möglichkeit auf weitere Beseitigung von Mängehn
zingewirkt werden könne Alsdann berichtete er kurz über die
einerseits mit maßgebenden Stellen, auch mit Herrn ie
Morize, geführten Besprechungen zwecks Verbesserung und Ver—
rinfachung der Ausführungsbestimmungen für die Gewährung
don Darlehen. Er besprach auch sein diesbezügliches Schreiben
an Herrn Minister Morize vom 9. Februar 1927 und die Ant—
wort hierauf vom 14. Märs 1927. Es war von uns angeregt
worden, möglichst viele Anträge zu prüfen und zu genehmigen.
Darauf erhielten wir folgende Antwort: „Die Anregung des
Beamtenbundes, möglichst viele Anträge zu prüfen und zu ge—
nehmigen, entispricht den Direktiven, die die Verwaltungskom—
nission bereits im Desember den bearbeitenden Dienststellen ge—
zeben hat. Wie festgestellt wurde. wird von dielen hiernach
verfahren.“
Weiter war von uns beantragt worden, daßs den Gesuchstelleri
die getroffenen —— rechtzeitig, gegebenenfalls auch
in Form von Vorbescheiden, bekannt gegeben werden, damit sie
darüber informiert sind, ob die Anträge Aussicht auf Ge—
tehmigung haben oder nicht. Hierauf erhbiesten wir fsolagenden
am 23. März
Mif dem Gelcs.
7 ist nicht leicht. Die Hausfrau, welcho asch für das
aß ne ee der ganzen Familie 7
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