Er begründet diesen Standpunkt der Arbeitsgemeinschaft
im Sinn der bei den Besprechungen mit dem Herrn Präsi⸗
denten und Herrn Min. Fen menn bereits gemachten Aus⸗
führungen. Zum Schluß bittet Herr Schneider um Be—
kanntgabe der eingehenden Stellungnahme der Regierungs—⸗
kommission zu Antrag auf Auszahlung der Not⸗
zuwendung.
Der Generalsekretär, Herr Pierrotet, erwidert, die Re⸗
gierungskommission glaube nicht verpflichtet zu sein, die
NRotmaßnahme des Reichs durchzuführen, weil diese keinen
Besoldungsbestandteil darstelle. Die Eingabe sei auch ver—
spätet vorgelegt worden, zu einem Zeitpunkt, da im ganzen
Saargebiet der Abbau schon voll im Gange war. Durch
die Durchführung dieser Maßnahme wäre die ganze Ar—
beiterschaft aufgebracht worden. Er weist im weiteren
darauf hin, daß in der Abrede von Baden-Baden die Ver—
pflichtungen meist mit der Einschränkung „möglichst“ oder
„tunlichst“ festgelegt seien, um der Regierungskom mission
Gelegenheit zu bieten, den besonderen Verhältnissen des
Saargebietes Rechnung tragen zu können. Bei den jetzigen
Verhaͤltnissen sei es der Regierungskommission unmöglich.
die Notmaßnahme durchzuführen.
Herr Schneider erklärt, es könne kein Zweifel dar⸗
über bestehen, ob die Notzuwendung einen Besoldungs⸗
bestandteil darstelle. Der Termin zur Einreichung der Ein—
gabe betr. Gewährung der Notmaßnahme sei seinerzeit von
der Arbeitsgemeinschaft wegen der besonderen durch die
Auszahlung der Betreuungsgelder heraufbeschworenen Ver⸗
hältnisse nach reiflicher Prüsfung festgelegt worden. Wenn
die Regierungskommission kein Verständnis habe für die
Rücksichtnahme der Beamtenschaft, dürfe sr sich auch nicht
wundern, wenn die Beamtenschaft den Maßnahmen der
Regierungskommission kein Verständnis entgegen bringe.
Herr Schneider faßt zusammen:
Seit Einführung der jetzigen Gehaltsfestsetzung bitte die
Beamtenschaft um Revision der Methode zur Ermittlung
des Umrechnungsfaktors. Bis heute sei dem Wunsch noch
di stattgegeben worden. Heute wolle man auf Grund
dieser Methode abhauen. Deshalb müsse die Verhandlung
iber einen Abbau solange abgelehnt werden, bis über die
Methode selbst mit der Beamtenschaft in Verhandlungen
eine Einigung erzielt sei. Im weiteren forderl er die so—
ortige Durchsührung der Notmaßnahme des Reiches.
Der Vertreter der Lokomotivpbeamten
chließt sich den Ausführungen des Herrn Schneider an.
Der Gehaltsabbau sei mit Ruͤcksicht auf die Entwicklung der
Besoldungsverhältnisse im Reich mindestens verfrüht.
Der Vertreterderhöheren Beamten kommt
ils Jurist auf den Abbau zu sprechen. Er erinnert daran,
daß schon einmal die Beamtenschaft die Rechtsprechung zu
dilfe habe ziehen müssen. Wen auch durch den Obersten
Herichtshof, die Regierungskommission nicht zur Zahlung
der vorenthaltenen Beträge verurteilt worden sei, so sei
och in dem Urteil festgelegt worden, daß die Regierungs⸗
ommission gegenüber der Veamtenschaft nicht ihre Pflicht
rfüllt habe.
Der Vertreter des Butab weist auf die ver—
zeerende Wirkung hin, die die Pressenachricht unter der
Beamtenschaft ausgelöst habe. Im übrigen macht er die
Jleichen Ausführungen wie bei der Besprechung mit Herrn
Präsident Stephens, die er mit dem Wunsch beendet, die
Belange der Beamtenschaft möchten künftig mit etwas
nehr Herzlichkeit durchgeführt werden.
Im Schlußwort bittet Herr Schneider, die Ar⸗
eitsgemeinschaft der Beamtenverbände möchte künftig von
illen Entscheidungen der Regierungskommission sofort fern⸗
nündlich und dann schriftlich benachrichtigt werden.
Der Generalsekretär jsagt zu. Er will auch bereit
ein, auf fernmündliche Anfragen des 1. Vorsitzenden stets
Auskunft zu geben.
Inzwischen i der Gehaltsabbau endgültig beschlossen
vorden. Mit Wirkung ab 1. Mai 1927 werden die Be⸗
üge mit 5,5 errechnet. (Siehe das Schreiben der Regie—
rungskommission in dieser Nr. unter „Bundesleitung“.)
Die Arbeitsgemeinschaft hat zu der neuen Sachlage be⸗
reits Stellung genommen. In der nächsten Rummer unserer
Zeitschrift werden unsere weiteren Schritte bekanntgegeben.
Der Kampf geht weiter. Bl.
ZFMVUR GRUNDUNG C DER VERWVWALTUVUNOGOSAKADEMIE
DES SAARGEBIETES
Der am 21. März d. J. veranstaltete Vortragsabend
in der Aula des Reformgymnasiums zu Saarbrücken wollte
den interessierten Kreisen einen Einblick beben in die Or⸗
ganisation und die Aufgaben der Verwaltungsakademien.
Der sehr zahlreiche Besuch mochte dem Veranstalter des
Abends, Herrn Beigeordneten Dr. Kuhring, zeigen, wie
dankbar die Beamtenschaft seine Bestrebungen begrüßt und
ihm die Gewißheit geben, daß er getragen von dem Willen
der Beamtenschaft den beschrittenen Weg unbesorgt weiter⸗
gehen kann. Nachdem Herr Dr. Kuhring über den bisherigen
SGang der Verhandlungen berichtet und Herr Rektor Schnei—
der im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der Beamtenver⸗
bände den Gedanken der Errichtung der Verwaltungsaka—
Qu Plls sιOuMX[
ist keine Kunst, wenn
es am rechten Ort geschieht.
verwenden Sie doch auch
Seelig's kand. Kornkaffee.
Sie sparen dann auf
angenehme Art.
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Zum Frühstück
ist eine Tasse Fleischbrühe sehr bekömmlich.
Leicht herzustellen durch Auflösen von
Magsi's JIleischbrühwürfeln
in kochendem Wasser.
Mürfel aibt gaut FI, Liter Fleischbrühe.
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