Full text : 2.1927 (0002)

Vereinigungder Post-und Telegrapen⸗
Beamten des Saargebietes.
(Großorganisation.)
Mit Rüchksicht auf den Vollstrauertag findet die in der
letzten Nummer dieser Zeitschrift für Sonntag, den 13.
März, angekündigte Jahres-Vollversammlung
nischt statt. Der neue Termin wird noch besonders bekannt
gegeben werden.
Mit kollegialem Gruß!
Der Vorstand. Krill, Langenbach.

BEAMTEN-N

Beamtenrundfunk (Welle 1300 Meter).
Samstag 52-6,30 Uhr: Direkt. Falk: „Die Grund⸗
e und Grundpflichten der Veamten in der Rechtsver⸗
fassung“.

Veamtenschaft und Achtstundentas.
Einer Korrespondenz zufolge ist der Allgemeine
Deutsche Beamtenbund der Ansicht, daß für die Be—
amten die gleichen Voraussetzungen wie für die Arbeiter und
Angestellten zutreffen, und daß daher der Achtstundentag bei
den Reichss, Staats⸗ und Kommunalbehörden und bei der
Reichsbahn durchgeführt werden müsse. Der Deutsche Beamten—
bund erklärt, daß er im Kampf um die achtstündige Arbeitsseit
Schulter an Schulter mit den anderen Gewerkschaften stehen
würde.
Der Minister des Innern empfing gestern die Beamten⸗
organisationen, um mit ihnen Fragen des Beamtenrechts durch⸗
zusprechen. Dabei wurde auch auf die Schwüeriskeit einer
rinheitlichen Dienstzeitregelung himgewiesen.
Nunmehr wollen die Beamtenorganisationen auch mit der
Reichsbahn in Verbindung treten, um dort die Forderung
nach einheitlicher Regelung der Dienstzeit zu erheben. In den
aächsten Tagen dürften bereits entsprechende Anträge dem Ver—
waltungsrat der Reichsbahn sugehen.
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Beamte und Heimstättenban.
Berlin. Im Reichstagsausschuß für Beamtenangelegenheiten
wurde der Gesetzeniwurf über die Abtretung von Beamten-—8



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Einladung.
Der Saarbrücker Zweig des Deutschen Sprachvereins lädt hier—
nit die Mitglieder des Beamtenbundes des Saargebietes (der
Beamtenbund des Saarsebietes ist körperliches Mitglied beim
Deutschen Sprachverein) freundlichst ein zu seinem nächsten Vor—
rage am Freitag, den 18. März 1927, abends 8 Uhr, im Saale
des „Knipperbräu“ zu Saarbrücken 3, Bahnhofstraße 46.
Herr Oberstudiendirektor Zarth wird sprechen über „Be⸗
deutungsentwicklungen in unserer Sprache“. Der Vorstand.

LNDSCAHNHUAII

hesügen zum Heimstättenbau in allgemeiner Aussprache beraten.
Von seiten der Regierung wurde zu dem Gesetzentwurf ausge—
ührt, daß es dringend notwendig sei, die zahlreichen Wohnungs—
osen und in Notwohnungen untergebrachten Beamten sobald
As möglich in geordnete Wohnungsverhältnisse zu überführen.
Wohnungslos waren am 1. Januar 1926 allein von den Reichs—
zeamten, und zwar lediglich der Hoheitsverwaltungen, 14000.
Inter diesen Umständen müssen alle Möglichkeiten erschöpft
verden, um Finanzierungsquellen zum Wohnungsbau zu er⸗
chließen. Die Regierungen des Reichs und der Länder fördern
»urch Bereitstellung von öffentlichen Mitteln nach Möglichkeit
die Unterbringung der Beamten. Für die Beamten des Reichs
vird aus dem Wohnungsfürsorgefonds jährlich ein erheblicher
Betrag zur Hergabe von sweitstelligen Hypotheken zur Ver⸗
ügung gestellt. Darüber hinaus sind im Haushalt der allge—
neinen Finanzverwaltung Mittel zum Bau reichseigener Woh—
rungen eingesetzt. In gleicher Weise haben Reichsbahn, Reichs—
»ost, Läünder und vielsach auch Gemeinden für ihre Beamten in
den letzten Jahren namhafte Beträge bereitgestellt. Diese Mittel
nüssen in erster Linie nach dem Gesichtspunkt der dienstlichen
Notwendigkeit der Unterbringung der Beamten vergeben wer—
den. Die Mittel find mit Rücksicht auf die gebotene Sparsam—
jeit nicht höher, als es zur Befriedigung der unbedingten dienst—
lichen Notwendigkeiten erforderlich ist. Viele Anträge von Be⸗
amten müssen unberüchsichtlat bleiben, darunter fast alle Gesuche,
die nur auf eine Verbesserung der Wohnungsverhältnisse oder
auf Ansässigmachung in eigenen Heimstätten ausgehen. Gerade
enter den Beamten aber ist der überall vorhandene Drang nach

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