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2Jahrgang Saarbrücken, den 12. März 1927 Nummer 11
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Aus dem Inbalt: Den toten Helden zum Gedächtnis. — Wirtschaftskampf im Saadgebiet. — Die politische Betãtigung
der Beamten. — Aus den Verbänden. — Beamtenrundschau.
DENM TOTEN HELDEM ZTDVM 6GEDICRINIS!
Der morgige Sonntag ist der Erinnerung an Deutschlands Heldensöhne geweiht.
In sast endlosen Reihen ruhen sie draußen in fremder Erde, und die stummen Kreuzeszeichen
künden, dab ihre Leiber und ihr Leben der lebendige Wall um Deutschlands
Grenzen waren. Weit dehnen sich die Ehrenfriedhöfe im Lande. Ihre Kreuze sagen von
still getragenem Leid der siech gewordenen Männer und von stummem Heldentum
eines dahinsterbenden Heimatvolkes.
Dem deutschen Volke, das morgen zu Milliornen zu den Ehrenfriedhöfen wallt,
das im Geiste hineilt in die entferntesten Zonen der Erde, wo ein kleiner Raum Ruhestätte
für einen seiner Söhne geworden ist, sind diese Gräber ein nie verstummender
Mahner und Frager: Wofür, deutsches Volk, starben wir?
Sinn hat unser Sterben nur, wenn das gewaltige Erleben des Weltkrieges das
läuternde Feuer ward, das Schlacken und Metall schied]
Sinn hat unser Sterben nur, wenn das gebrachte Blutopfer dem deutschen Volke den
Veg zu sich und seiner Kulturausgabe zurück und daemit zur sittlichen Erneuerung wies!
Deutsches Volk, beuge dich in Ehrfurcht vor dem Heldentum deiner Söhne; vergib
nie deine Toten. und zeige dich ihres Opters würdigl
„Nur der wird seiner alten Schud befreit,
der tätig wirbt, des Bruders Geist zu erben.
Ver anders trinkt vom heil'gen Geist der Leit,
dem bricht des Bruders Leidenskelch in Scherben.
Vergiß das Wunder nie, das du erlebt,
mein Volkl Und leß dir's in die Seele Schmieden:
Wenn er aus blutgen Wolken niederschwebt,
zum Totensonntag heil'ge du den Frieden!“
Valter Hex.
V. M.
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