Full text : 2.1927 (0002)

kräftig für uns eingesetzt. Ja auch der Rundfunk ging nicht
an uns vorüber.

5. Beamtenbund und übrige Beamtenschaft.
Seit nahezu zwei Jahren arbeitet der Beamtenbund mit den
übrigen Beamtenverbänden des Saargebietes Hand in Hand.
Im Rahmen der „Arbeitsgemeinschaft der Beam—
tenverbände“ wurden alle von mir vorhin erwähnten großen
Fragen gemeinsam mit den übrigen Verbänden aufgegriffen
und durchgeführt. Ich kann zu meiner Freude feststellen, daß die
bisherige „Arbeitsgemeinschaft“ stets in geschlossener
Einmütigkeit auch in den schwierigsten Fragen zusammen—
gestanden hat. Die gemeinsame Arbeit war uns allen eine große
Befriedigung. Reuerdings hat sich die Arbeitsgemein—
schaft erweitert um die beiden Verbände der Herren Kratz
(Deutscher Technikerverband) und Vaders CEinheitsverband
Deutscher Eisenbahner), so daß nunmehr nur noch der Loko⸗
motivführerverband außerhalb der Beamtenorgani—
jation steht. Es kann damit gerechnet werden, daß auch er in
Ktürze im großen Rahmen mitarbeiten wird; die Vorarbeiten
dazu sind schon lüngere Zeit im Gang. Dann umfaßt die Ar—
beitsgemeinschaft alLe Beamtenvereinigungen und stellt damit
eine Macht dar, an der man nicht achtlos vorübergehen kann.
Mit der Beamtenschaft des Reiches, vornehmlich mit der zum
Deutschen Beamtenbund gehörigen, stehen wir dauernd
in inniger Verbindung. Wir tauschen unsere Zeitungen aus,
wir versorgen die Reichsstellen mit Material, wir nehmen teil
an den Tagungen der Kollegen im Reich, wir fühlen uns aufs
engste mit ihnen verbunden. Höhepunkt dieser Art waren unsere
Teilnahme am Rheinischen Beamtentag in Trier
im Mai vorigen Jahres und vor allem am fünften deut—
schen Bundestag in Berlin im Oktober 1926. Die im
Reich angebahnten Einigungsverhandlungen haben
sich auch bei uns ausgewirkt. Zu der vorgesehenen großen Bun—
desgründung ist es vorerst noch nicht gekommen. Einstweilen be—
gnügen wir uns mit dem „Arbeitsgemeinschafts-Uebergangs—
stadium“ und überlassen die weitere Entwicklung der Zukunft.
Der von allen Verbänden zum Ausdruck gebrachte, grundsätzlich
den festen Zusammenschluß gutheißende Einigungswille, begün—
stigt die kommenden Dinge.

6. Beamtenbund und seine Mitglieder.
Ein letztes Wort nun noch zu unseren intervnen Angelegen—
„eiten. Der Beamtenburd zählte am 1. Januar 11131 Mit—
lieder. Sie sind zusammengefaßt in 34 Verbänden.
vegen das Vorjahr ist eine Steigerung von 2503 Mitglie—
sern und 5 Verbänden zu verzeichnen. Die bisherige Säulen—
inteilung entsprach nicht mehr unseren Wünschen; die heu—
ige Jahresversammlung soll eine Neuorganisation be—
hließen, die der unserer großen Mutterorganisation, des Deut⸗
hen Beamtenbundes, völlig angeglichen ist. In den einzelnen
zerbänden herrscht reges Leben. Ich habe mich im ver—
angenen Jahre persönlich davon überzeügen können bei der
bereinigung der Saareisenbahnbeamten, beim Komba, bei den
interen Gruppen der Post- und Telegraphenbeamten, beim Ka—
holischen Lehrerverein Ottweiler und beim Polizeibeamtenver—
»and. In den Ortsgruppen ist es etwas stiller geworden.
Die Geschäftsstelle hat im vergangenen Jahr unter erschwerten
VBerhältnissen Hervorragendes geleistet. Unserem Büroper—
onal gebührt auch an dieser Stelle herzlichster Dank. Die
mmer mehr sich auswachsenden Verhältnisse bedingen eine Verr—
egung der Geschäftsstelle und eine Vermehrung
es Personals. Im vergangenen Geschäftssahr waren zur
Bewältigung aller Arbeiten 9 Reisen notwendig. An
Sitzungen und Versammlungen fanden statt: 4 Aus—
chuß⸗, 12 Vorstands-, 29 Bundesleitungs-, 31 Arbeitsgemein—
chafts⸗GSitzungen und eine Vollversammlung. Hierzu kamen eine
große Anzahl von Einzelbesprechungen mit Regie—
ungsstellen. Die den Regierungen unterbreiteten Eingaben
rreichen die Zahl 60. Einen nicht geringen Anteil an dem, was
vir auf unserer Plus-Seite verbuchen dürfen, haben wir unserer
bundeszeitschrift zu verdanken. Ein Jahr liegt nun
jinter ihr. Als getreuer Kampfgenoß stand sie uns azur Seite
Bir möchten sie nicht mehr missen.
Meine Damen und Herren, ich bin am Schluß meines Tätig—
eitsberichtes. Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns, voll
zorgen und Mühen, aber auch voll Befriedigung und Aufmun—
erung. Wie auch unsere Arbeit gewürdigt werden mag, eins
darf ich sagen: Wir gaben unser Möglichstes. Ein
ebendiger Organismus ist der Beamtenbund gewesen in der
Vergangenheit. Möge er's hleihen auch in der Wukunft!

*
—* 227
Vericht über die Juhrestusschußsizung des Veumtenhund
am 21. Februar 1927 im großen Saale des Johannishofes in Saarbrücken 3
Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht; 2. Kassenbe- Uhr durch den 1. Vorsitzenden des Beamtenbundes, Herrn
richt; 3. Neuorganisation; 4. Haushaltplan für 1927;3 Retktor Schneider, mit folgender Ansprache eröffnet:
53. Neuwahlen: a) des Vorstandes, b) des Schrift— „Meine Damen und Herren! Ich eröffne unsere Jahres—
leiters, c) des Rechnungsausschusses; 6. Satzungs- dersammlung und heiße Sie alle herzlich willlommen. Die
aͤnderung; 7. Verschiedenes. letzte Ausschußsitzung stand noch ganz im Zeichen des
Die Vertreter haben säulenweise an den für sie bessinmm- dampfes und der damit verbundenen Aufregnugen. Mitt
kten Tischen Platß genommen. Die Sitzung wird um 390 lerweile ist's stisser gemorden rinazum Die Betrenung

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Oeuar's Retepte F'aind für Fr. in des Gæscanftec xu
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Otto Hüther, Saarbrũcken 3,
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Postfach 409.
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VDr.A. Oetker, Bielefeld.
            
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