Full text : 1.1926 (0001)

iangen. Die errechneten Minderbezüdge der Saarbergbeamten
erhöhen sich noch um'die Unterschiede aus den geringeren sogi—
alen Zulagen.
Die Saarbergbeamten sehen es als wichtigste Forderung an,
daß sie in den Besoldungẽ und Beförderungsverhältnissen ihren
eechtsrheinischen Kollegen gleichgestellt werden. Die von ihnen
ber der preußischen Regiernug erbetenen Ausgleichszulagen sind
aus Gründen, die wir als stichhaltig nicht ansehen können, abge—
lehnt worden. Ein Eingreifen der preußischen Regierung wäre
jedoch durchaus eine Pflicht, da der preußische Kabinettsbeschluß
daß „den Beamten durch ihre Dienstleistung im Saargebiet
keinerlei, Nachteil erwachfen foll,“ unzweifelhaft auch die beur—
laubten Saarbergbeamten einschließt.

Von der Regierungstommission aber muß erwartet werden
aß sie sich für eine gleichmäßige Behandlung der hierher beur
gaubten deutschen Beamtenschaft einsetzt und mit der französifcher
Bergverwaltung unverzüglich in diesbezügliche Verhandlunge;
eintritt.
Die französische Bergyerwaltung wäre wohl in der Lage, «—
»eutschen Beamten anständig zu bezahlen, wenn sie den Wille
hätte und die Energie aufbrächte, das heutige Heer der Ange
tellten auf ungefähr das frühere Maß zurückzuführen.
Möge sich die französische Bergverwaltung mit den deutsche
Beamten baldigst in Verbindung setzen und durch eine Verständi
gung mit ihnen ein Verhältnis herstellen, das zur freudigen
Ausfülbung des Berufes unerläßlich ist.

Als Dank für ihr treues Aushalten im Interesse des deutschen
Vaterlandes müssen die Bergbeamten sich aber jahrelang schon
mit einem Gehalle begnügen, das kaum ausreicht zur Bestreitung
des allernötigsten Lebensunterhaltes, geschweige denn zur Be—
schaffung von Aussftattungsgegenständen, usw. Sie befinden sich
daher gegenwärtig in einer Notlage, die dringendst der alsbal—
dige Abhilfe bedarf, sollen sie nicht einer vollständigen Zerrüt—
rung ihrer wirtschaftlichen Verbältnisse und einer völligen Ver—
schuldung anheimfallen.

(Die Frage der Bergbeamten wurde bereits im Monat Oktobe
in Besprechungen zwischen Reichsregierung und Beamtenvertre
tern erörtert. Die Reichsregierung hat die Notwendigkeit an
erkannt, nach dein Muster der Baden-Badener Abrede eine ent
sprechende Vercinbarung mit der französischen Regierung 31
lreffen. Möge die Absicht bald verwirklicht werden und die Ver
einbarung besser ausfallen, als die Baden-Badener Abrede. De
Schrifsleitung.)

Besoldungs-Monatsbeträge in der Anfangsstufe
gruppe
ent
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preuß. im
Berg-· Sgar⸗
ver gebiet
wal · der
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nach 16 Dienstjahren

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bei beiderKRe- im Reiche
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Berg⸗
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Frs Irs. Frs R.M. Frs. Frs
1445 1540 95 13852 50 2288! 783
1590 1726 136 396,60 25181 920
1590 1874 2841 — — —
1735 2044309 470,00 2984 1240

im Reiche

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oder

Frs. Frs. Frs RMeFrs. Frs.“
875 1052 177 2411530 655
1010 1243 233 286 1819 809
0 1381 37153 — . —
45 — 3921 — 2064 909

Frs. FIrs. Irs.l RM. Frs. Irs.
1227,60 1540 312 501) 352 50 2238 101050
137250 1726 403,50 396,50 2518 1145,50
1372 30 1874 501.50 — — 2
11517 301 2044 5326,50 470,001 2984 1466,50

VII
VIII
IX

Von der Bundesleitung

Regierungskommission
des Saargebietes.
Genexalsekretariat.
B. S. Nr. 687 2664

Saarbrücken, den 12. Februar 1926.
Schloßplatz 15.
Betrifft: Schreiben vom 2. Februar 1026.
A. G. 4. 1. 26.
In Beantwortung des Schreibens vom 2. Februar 1926 (A. G
. 1. 26) beehrt sich die Regiexungskommission, Ihnen mitzuteilen
daß es ihr nicht möglich ist, die getroffenen Entscheidungen, welche
zur dortigen Kenntnis gebracht wurden, betr. die Einbebaltung
der Kartoffelgelder abzuändern.
Ich beehre mich hiermit, Sie höfl. zu bitten, die anderen Be—
aimtenverbände, welche das oben erwähnte Schreiben vom 2. 2.
1926 mit Ihnen unterschrieben, gefl. hiervon in Kenntnis setzen
zu wollen.

Generalsekretär der Regierungskommission
des Saargebiets:
— gez. Morice.
ün den Beamtenbund
8er.

—

Beamtenbund des Saargebietes.

Saarbrücken, den 12. Februar 1926
St. Johannerstraße 55

—111

die Regierungskommission des Saargebietes
Generalsekretariat,
Saarbrücken
Schloßplatz 15
Betr. Ortsklasseneinteilung.
Wir gestatten uns ergebenst nochmals darauf hinzuweisen, daß
uns in der Besprechung vom 18. Februar 1924 der Herr Regie—

rungsvertreter die Beseitigung von etwaigen Härten bei der
Ortsklasseneinteilung im Verhandlungswege gütigst versprochen
zat, als er die schematische Zusammenfassung der alten Klafsen
8 bis D ein der neuen Klasse B bekanntgab. Mit unserer Ein—
zabe vom 25. Mai 1925 haben wir das fuͤr die einzelnen in Be—
tracht kommenden Orte angesammelte Material im einem be—
onderen Heft abschriftlich mit der ergebenen Bitte, uns zu dies—
»ezüglichen Verhandlungen einzuladen, unterbreitet. Bis heiutte
ind weder die Härten beseitigt noch haben die erwünschten Ver
zandlungen stattgefunden.
Wir bitten daher erneut um Erledigung der dringenden Ange
egenheit. Der Vorstand: gez. Schneider

1. Infolge verspäteter Lieferung von Seiten der Druckere:
konnten unsere Mitgliedskarten erst im Laufe dieser
Woche den Verbänden zugestellt werden. Der Versand am die
Mitslieder erfolgt nun unmittelbar durch die Verbände. Ge—
gebenenfalls wolle man von dort die Karten anfordern. Wir
nachen nochmals darauf aufmerksam, daß in den Kammer—
Lichtspielen, im Union- und Apollo⸗Theaten
zegen Vorzeigen unserer Mitgsliedskarte bessere Plätze gelöst
werden können.

Letzte Mitteilungen

2. Die letzte Gehaltsauszahlung hat am 22. Januar stattse—
unden. Die neue Besoldunssregelung ist von der Regierungs—
ommission bereits am 21. Januar beschlossen worden, wenn—
zleich die Mitteilung davon an die Beamtenvertretung erst am
29. Januar erging. Zwischenzeitlich sind von den meisten Ver—
waltungen rechtzeitig die Unterschiedsbeträge errechnet und aus—
gezahlt worden. Die Justizverwaltung hat jedoch dafür Zeit
gebraucht bis zum 23. Februar. Doch sie braucht ob ihrer Firig—
eit nicht zu erröten: Die Polizei- und die Schulver—
valtung haben sie noch übertrumpft. Am 28. Februar haben
100 Polizeibeamte und 2400 Lehrer noch keinen Unterschieds—
netrag erhalten!! Wie wir hörten, sollen bis zur Schlußabrech
iung noch weitere acht Tage benötigt werden. Der Vollständis
eit halber sei erwähnt, daß die Verzögerung bei der Schulper
valtung darauf zurückzuführen ist, daß die Weisheit der Ver—
            
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