Aus den Verbänden
2 2 ,
Verein der Stationsschaffner
Am Sonntag, den 7. Februar 1926, fand unsere Jahreshaupt—
arjammlung statt. Die Versammlung war wider Erwarten
schlecht bejucht, weshalb der Vorsitzende in seiner Begrüßungs—
ansprache seine Unzufriedenheit ausdrückte. Vor Eintritt in die
Tagesordnung gedachte die Versammlung des verstorbenen Kol
legen Niederländer. und ehrte sein Andenken. Aus dem erstatte
ten Geschäftsbericht ging hervor, daß im Laufe des Jahres fün—
Mitgslieder freiwillig ausgeschieden und zwei verstorben sind
Neuaufgenommen wurden 3 Mitglieder. Auf Grund des guter
Kassenstandes konnte der Sterbegeldzuschuß für Mitglieder sowi—
deren Ehefrauen auf 3000 Franken erhöht werden. Die Frag
des Beitrittes der Fachgruppe zu der erhöhten Sterbekasse der
Vereinigung der Saareisenbahnbeamten u. A. wurde bis zu
nächsten Versammlung zurückgestellt. Die Beiträge wurden fün
Aktive auf 15 Franken und für Pensionäre auf 11 Frankea pr—
Vierteljahr festgesetzt. Der Antrag der Ortsgruppe Reuntärchen
auf Einführung von Rechtsschutz für die Mitglieder soll de—
nächsten Hauptversammlung der Vereinigung der Saareisen
hahnbeamten u. A. vorgelegt werden.
Der Vorstand wurde in seiner alten Zusammensetzung wieder
gewählt. Mit der Mahnung an die Mitglieder, und in der Hoff
nung, daß in diesem Jahre die Vereinsbewegung sich günstiger
gestalte und der alte kameradschaftliche Geist neu aufleben möge
schloß der 1. Vorsitzende die Versammbung.
Der Vorstand:
Schmift. Klar
Hier muß unbedingat Wandel eintreten! Wärc
es nicht weit zweckmäßiger, etwa Kriegsbeschädigte als Boter
anzustellen? Den Leuten wäre auf diese Weise eine leichtt
Verdienstmöglichkeit geschaffen.
Wir richten hiermit einen öffentlichen Appell an die Herren
Vorgesetzten der Polizeibeamten, ihren Untergebenen künftighin
nicht mehr die obenerwähnten Beschäftigungen aufzutragen. Des—
gleichen bitten wir den Verband der Gemeindebeamten und
Angestellten um tatkräftige Unterstützung, damit endlich einma'
mit diesen unwürdigen Gepflogenheiten aufgeräumt wird.
Polizeibeamten-Verband des Saargebietes.
Verhand der Bahnhofsberwalter, Eisenhahn-Assistenten
Vetriebs⸗Assistenten und Anwürter im Suurgebiet
Einladung.
Am Sonntag, den 21. Febr. 1926, nachmittags 68 Uhr, finden
in der Wirtschaft Johnm, Saarbrücken 2, St. Johannerstr. Eck
Lützelbachtunnel, eine Hauptversammlung mit folgender Tages
ordnung statt.
1. Aussprache über die letzte Besoldungsgegelung;
2. Wahl von 2 Ausschußmitgliedern für den Beamtenbund
3. Wahl von 2 Mitgliedern für den erweiterten Vorstand de—
Vereinigung der Saareisenbahnbeamten und Anwärter;
Aussprache über die am 17. Märs 1926 stattfindenden Äus
schußwahlen bei der Eisenbahn:
5. Verschiedenes.
Alle dienstireien Kollegen werden ersucht, an der Versammlungç
eilzunehmen
Der Vorstand:
Reschke, Rabe, Lehnert.
N. B. Die Kollegen werden ersucht, bis spätestens 1. 3. 20
ihre etwa noch ndigen und die laufenden Beiträge abzu—
liefern, damit die Ortsgruppenkassierer bis spätestens 15. 3. 20
für das 1. Quartal 1926 abrechnen können
Mißstände bei den kommunalen
Polizeiverwaltungen
Andauernde Klagen der unteren Polizeibeamten über die
ihnen zugemuteten Bütteldienste geben Veranlassung zu
nachstehenden Ausführungen.
Die Tätigkeit der Polizei ist durch 8 10, Titel 17, 2. Teil des
Allgemeinen Landrechtes mit folgenden Worten festgelegt:
„Die nötigen Anstalten zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe
Ordnung und Sicherheit und zur Abwehr der dem Publikum
oder einzelnen Mitgliedern desselben bevorstehenden Gefahr zu
treffen, ist das Amt der Polizei.“
Hieraus ist unzweideutig ersichtlich, welche Aufgaben der
Polizei zugewiesen sind. Und es ist auf diesem Gebiete auch
mehr als genug zu tun.
Wie sieht es aber in der Wirklichkeit damit aus? Bei den
meisten Verwaltungen wird der Polizeibeamte noch mit allen
erdenklichen Arbeiten, die mit dem Begriff „Polizei“ auch nich—
das Mindeste zu tun haben, beauftragt. Er ist im waährster
Sinne des Wortes das „Mädchen für alles“. Die hauptsäch
lichsten Beschäftigungen bestehen in der Erledigung von Boten.
diensten wie z. B.: Zustellen von Briefen, Vorladungen, Steuer
zetteln, Steuerbüchern, Ausrufen bei Versteigerungen, Aus
schellen von Bekanntmachungen aller Art, Ankleben von Pla
katen und vieles andere mehr. Und warum läßt man diese Ar—
beiten durch die Polizeibeamten ausführen? Offensichtlich nur
aus dem Grunde, weil die Verwaltungen andernfalls besondere
Kräfte dafür anstellen und besolden müßten. Daß diese Beschäf—
tigungen keineswegs dazu beitragen, das Ansehen der Polizei—
deamten in den Augen des Publikums zu heben, ist ebenso folge—
richtig, als daß der wirkliche Polizeidienst darunter leiden muß.
Man denke nur einmal darüber nach, welches Bild solch ein
unifermierter Polizeibeamter bietet, wenn er mit einem Arm
voll Bricfen oder gar mit einer Schelle, einem Kleistertopf usw.
ausgerüstet durch die Straßen zieht. Eine geeignetere Karikatur
fiir iin Mißhlaft fann kaum aeichgffon werden
Verein der Gerichtsobersekretäre
Einladung
zur Hauptversammlung am Samstag, den 27. Febr. 1826
nachmittaas 44 Uhr, im Sitzungssaale des Alten Landagerichts
Tagesordnung:
1. Kassenbericht und Entlastung des Kassierers;
2. Geschäftsbericht Gesoldung und Standesfragen);
3. Isduguns der Wahl des Vorstandsmitgliedes der Sterb⸗
asse;
4. Neuwahl des Vorstandes;
5. Verschiedenes (Dienstaltersliste, Rechnungsgeb.).
Der Vorstand:
Kunz.
2*
—
Vir pñ⸗e⸗—1
etastan van héute ab cinen
U F
X2nn 21 fabelhait dillie Preisen
Sbib.avon, wir reservieren gekaufse waren
naanluns bis paehsten Sonas. ⸗
. 24 für das
e E auf Saaurgebiet
DHAWesilerStraP- 24, Toreindaand Kammerel iehtsbiela
nheper
—
BRPIIGV
—
c A——— I77.
Qualitäâtswaren zu billigen Preisen
Joseph Levy WVvwe. A.G.
Neunkirchen 65 Friedrichsthal
—
ijrigenetn
7