Full text : 1.1926 (0001)

Die Besoldungsneureglung bringt den unteren Beamten
in den laufenden Bezügen wieder einmal nichts. Sie sind
zerbittert darüber. Das Wenig der Erhöhung der sozialen
Zulagen,ist zur Bestreitung der laufenden Bedürfnisse im
Zaushalf dringend notwendig. Die einmalige Wirtschafts—
Shilfe, die bereits zum größten Teil im vorigen Monat
ind nur um einen Teil des Wintervorschusses (75 Frs.) ge—
fürzt gezahlt worden ist, ist im Haushalt aufgegangen oder
hat schließlich auch noch zum teilweisen Ausgleich geldlicher
Verpflichtungen aus den Vormonaten mit ganz unzu
reichendem Einkommen dienen müssen.
Es ist kein Mehr vorhanden, von dem der Wintervor—
chuß einbehalten werden könnte. Dabei mußte der Winter—
rorschuß schon von vielen Familien zur Deckung laufender
Zaushaltskosten verbraucht werden. Die Not ist in den

Familien der unteren Gruppen zu groß, daß sie einen Ab—
uug von dem geringen Einkommen vertragen können.
Wir bitten deshalb, den noch zurückzuzahlenden Rest des
Wintervorschusses (Vorschuß abzgl. 75 Fr.) niederzuschlagen
ind zwar baldgefälligst, damit auch die wirtschaftlich am
chlechtesten gestellten Beamten in den Besitz einer so drin—
jend notwendigen kleinen Nachzahlung aus der Besoldungs
euregelung kommen.
Beamtenbund des Saargebietes
Vereinigung der höheren Beamten des Saargebietes
Verband der Büroangestellten und -Beamten des
Saargebietes
Bund der techn. Angestellten u. Beamten des Saargebiete«
Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner e. V.

2—⸗
Aus den Verbänden
j Unter Punkt 3 wurde der Haushaltsplan mit einer kleine;
Verein der mittleren Forstbeamten Abänderung genehmigt und die Beiträge für 1926 jestgesetzt.
des Saargebiets Sodann wurde beschlossen, ab'1. April 1926 mit einem er
»öhten Beitrag an die Vereinigung auf eine Erhöhung de—
Zterbebeihilfe hinzuwirken, sodaß fjür das Mitalied 2000 Fr. un
ẽhefrau 1000 Fr. gesahlt werden.
Der Vorstand wurde wie folst gewählt:
1. Vorsitzender: Rang.-Aufs. Joh. Keuper, Saarbrücken,
Vorsitzender: Rang.-Mstr. Franz Eberle, Saarbrücken,
S—Hriftführer: Rang.-Aufs. Jos. Kersting, Sagarbrücken,
chriftführer: Rang.-Mstr. Wendel Marx, Saarbrücken.
assierer: Rang.Aufs. Friedrich Bauer, Saarbrücken,
Fassierer: Rang.Aufs. Jakob Dorscheid, Neunkirchen,
Beisitzer: Rang.“Mstr. Adam Bucke, Homburg, Rang. Pete
Maas, Saarbrücken, Rang.Mstr. Johann Raubuck
Dillingen, Rang.-Mstr. Julius Hart, Neunkirchen.
Zum erweiterten Vorstand der Vereinigung wurden die Kol—
egen Rang.Mstr. Michel Merker und Rang.-Aufs. Jos. Kersting
zewählt. Für den Besirksausschuß wurde der Kollege Keuper
VJ ——— und Kollege Eherle als Ersatzmann aui
gestellt.
Der 1. Vorsitzende schloß mit einem Mahnwort zur tatkräftigen
Mitarbeit aller Kollegen an dem Aufbau der Gruppe und zuw
Wohle des Rangierpersonals die gut verlaufene Versammlung
Der Vorstand:
Keuver. Kerstings.

Die Herren Ortsgruppenvorsitzenden werden gebeten, die Bei—
räge für das 1. Vierteljahr 1926 doch baldmöglichst an mich
abzufiühren. Gemäß Beschluß der Generalversammlung vom
21. 1. 1926 sind vierteljährlich zu zahlen:
— Frs. Beitrag zu den allgemeinen Unkosten des Vereins,
von den aktiven Mitgliedern,
von den Abonnenten des „Deutschen Försters“,
Beitrag zum Beamtenbund, von allen aktiven und
Ruhestandsbeamten. soweit letztere dem Verein an—
zchören,
Beitrag zur Begräbnis-Zuschußkasse, von deren
Mitaliedern. J. A.: Külter.
Rangierbeamten und Anwärter
des Saargebietes
Am Sonntag, den 17. Januar 1926 fand im Hotel Union unsere
Sauptversammlung statt. Der 1. Vorsitzende begrüßte besonders
die beiden neuen Ortsgruppen, die im Laufie des lessten Ge—
chäftsjahres gegründet wurden.
Die Versammlung war sehr gut besucht.
Er erläuterte den Stand unserer jetzigen Besoldungsbewegung,
treifte die Baden-Badener und Berliner Verhandlungen und
tellte fest, daß unsere Beamtenvertretung bis zur Stunde alles
getan hat, um die Verwaltung von der Not der Beamten, insbe—
ondere der unteren Gruppen, zu überzeugen. In der Hoffnung,
daß diesmal den unteren Gruppen Gerechtigkeit widerfahren und
hnen ausreichende Besoldung zuteil wird, wurde dieser Punkt
perlassen.
Alsdann referierte er über die Tätigkeit unserer Gruppe im
etzten Jahre, sowie über die Mitgliederbewegung. Der schnelle
Aufstieg unserer Mitgliederzahl hat bewiesen, daß der Gedanke
ich durchgerungen hat, daß unsere Interessenvertretung nur in
ꝛeiner Beamtenorganisation zu finden ist. Der Kassenbericht
wurde vom 1. Kassierer, Kollegen Bauer, abgegeben. Von den
Kassenprüfern, die die richtige Buch- und Kassenführung be—
tätiaten. wurde die Entlastung herhbeidgeführt.

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