Es drolit Gefulir
wenn in elner modernen Kesselanlage dle engen Rohre durdi
Ablagerungen an ihren Innenvanden verstopten oder durd
Abermohlgen Drudt sich ausbeulen. slur relnes Kesselspelsewasser
iolrd daher ln einem geordneten Betrlebe perwende
und sorgsame Beaditung aller Vorscirliten sdidtzt dle Rohre
bor sdiddliciem Uberdruck. Unsere DUdern sind ein noch
olel felneres System enger Rohre SZede Eblogerung an
ihren Innemodnden mindert die Elastlzitat und erhdht dle
Brudugkelt. Unregelmadhige, Obergrohe Blutdruckstelgerungen
dedenten dle Getarn der Hderbrucue (Sehlruschlag). Colleln
kann solche Bluftdrucstelgerungen hervorrufen.
Und doch brauchen Sie nichtt duf den
Senuhß echten Bohnenkaffees zu
derzichten. Aber Kaultee Hag
muß es sein!
Kallee Hag ist editer BHohnenkatfee, dem das Coffeln entzogen
—A
scimock und Aromo sedem colfelnhaltigen Kaffee mindestens
gleici ober - seln Genuh kann Ihrem HAdersustem alemals
zchaden.
Kaftfee Sag ist in über 50 ooo lradengeschätten zu haben.
wicklung in England. In England, dem klassischen Land
der Selbstverwaltung, hat das Berufsbeamtentum nie die
bedeutsame Stellung eingenommen, die dem heranwachsen⸗
den deutschen Staat das charakteristische Gepräge gab. Im
Gegenteil stand man dort der Idee des Berufsbeaumten—
tums in unserem Sinne durchaus fremd und ablehnend
gegenüber. Heute dagegen ist das hervorstechendste Kenn—
zeichen der englischen Verwaltungsreform ein starker Aus—
bau des Beamtentums. Und zwar erstreckt sich dieser Vor—
gang nicht nur auf eine zahlenmäßige Steigerung der Be—
amtenstellen, sondern er sormt auch allmählich die Rechts:
verhältnisse der englischen Beamten nach deutschen Grund.
sätzen. (Pensionsberechtigung, Haftpflicht des Staates für
die Handlung seiner Beamten.) Die vielfache Vermehrung
und Spezialisierung der Aufgaben des modernen Staates
hat eben überall die Erkenntnis verbreitet, daß die ver—
langte Arbeit niemals von einer ehrenamtlichen Verwal—
tung allein geleistet werden kann. Ein gut vorgebildeter,
pflichtbewußter und arbeitsfreudiger Beamtenstand wird
immer mehr zum stützenden Rückgrat auch der Staaten, die
bisher verwaltungstechnisch und verwaltungsrechtlich eine
ganz andere Richtung verfolgten.
Dieselbe Auffassung mußte sich auch in Deutschland durch—
tingen. Hier hatte zunächst der Krieg mit unwiderlegbarer
Beweiskraft die Notwendigkeit eines leistungsfähigen Be—
rufsbeamtentums erwiesen. Der unglückselige Ausgang der
Weltkatastrophe brachte dann weiter für Deutschland einen
unvorbereiteten Wechsel der verfassungsmäßigen Struktur,
und er legte dem entkräfteten Volk eine Unmenge drücken—
der Verpflichtungen auf. Der Staat — eine reiche Fülle
dringender Aufgaben vor, die nur bei einer übermensch—
lichen Arbeitsleistung seiner Beamten gelöst werden konn—
ten. In dieser Situation mußte zwangsläufig die allge—
meine Anerkennung der Idee des Berussbeamtentums er—
wachsen. Und in der Tat verlangen heute die Programme
der großen politischen Parteien fast restlos eine Erhaltung
und einen Ausbau des Beamtentums. Minister aller
Parteirichtungen haben immer wieder die staatspolitische
Bedeutung eines gesunden Beamtenstandes hervorgehoben
(vergl. „Der Beamtenbund“ Nr. 95). Und trotzdem mußte
in den letzten Jahren der Kampf um die Erhaltung des
Berufsbeamtentums in den Mittelpunkt unserer Organi—
ationspolitik gerückt werden. Die Gegnerschaft kam aber
nicht aus irgendeinem politischen Lager, sondern wirtschaft—
liche Mächte versuchten durch eine Unterhöhlung des Be—
rufsbeamtentums die Herrschaft über den Staat zu er—
ringen. Dieser Kampf ist noch nicht ausgefochten, er wird
auch in der Zukunft nur durch eine innerlich gefestigte und
zielbewußt geleitete Großorganisation ausgetragen werden
können. Die Einstellung der politischen Kräfte zum Pro—
blem „Berufsbeamtentum“ kann aber durch dieses Ringen
nicht grundsätzlich geändert werden.
Erhaltung des Berufsbeamtentums kann nur einmen
Zinn haben, nämlich Erhaltung der Leistungsfähigkeit,
Pflichttreue und Unbestechlichkeit der Beamten. Aus diesen
Zielen ergeben sich alle praktischen Notwendigkeiten, die
Regierung und Parlamente in der Gegenwart auf be—
amtenpolitischem Gebiet zur Durchführung bringen müssen.
Aus der besonderen Bedeutung des Beamtentums für die
Entwicklung des Staates müssen ferner bestimmte Grund—
sätze gefolgert werden, die bei Erledigung von Beamten—
fragen für Regierung und Parlament eine bindende Be—
deutung besitzen. Ein Satz sollte vordringlich jedem Mi—
nister und jedem Parlamentarier in lapidaren Buchstaben
vor Augen stehen: Beamtenfragen dürfen niemals miß—
braucht werden zur parteipolitischen Agitation oder zur
Erreichung bestimmter politischer Vorteile.
Wir wollen gern feststellen, daß von den Abgeordneten
die unbedingte Notwendigkeit dieser Praxis anerkannt
wird. Bei der denkwürdigen Kundgebung des Beamten—
hundes am 8. Oktober ds. Irs. sprach der Abgeordnete
Zeppel im Auftrage aller Fraktionen des Reichstages. Der
Bundesvorsitzende begrüßte dieses Vorgehen mit aufrich—
tiger Freude. Er sah darin den Beweis für die Möglich—
keit, Beamtenfragen auf überparteilicher Grundlage zu
behandeln. Der Abgeordnete Baumhoff konnte als
Sprecher der Fraktionen des Preuß. Landtages besonders
hervorheben, daß im Preuß. Landtag gerade der Beamten—
ausschuß in sellener Einmütigkeit zusammenarbeite und
damit ein Vorbild für die überparteiliche Behandlung von
Beamtenfragen gebe.
Dieselbe Offenheit und Klarheit spricht leider nicht aus
dem Vorgehen der einzelnen Regierungen. Gerade die
letzten Wochen brachten der Beamtenschaft bittere Erfah—
rungen. Die Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses schei—
terte an dem Widerstaänd der Länder; die mehr als be—
cheidenen Hilfsvorschläge des Reiches wurden von einzel—
nen Länderregierungen als untragbar bezeichnet. In der
Beamtenschaft besteht allgemein die Ueberzeugung, de
diese Stellung politische Rücksichten den bestimmenden Aus—
chlag gegeben haben, Der Finanzausgleich, der von der
angedeuteten Verwaltungsreform im politischen Sinne
tiefgehend beeinflußt werden muß, hat unheilvolle Span—
tungen zwischen den Länderregierungen und dem Reichs—
inanzministerium entstehen lassen. Dieses ungesunde Ver—
hältnis sprach deutlich aus den Worten des Finanzministers
Lyra-Exina Tigaretten
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