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Zeitschrift
des Beamtenbundes
des Saargebietes
Perantwortlich: E. Pallmann, Saarbrücen 8, Dudweilerstraßze 77, Fernsprechet 4334.
Boschuüftsst. des Beamtenbundes des Saargebietes: Saarbrüchen 2, St. Johannerstr. 80, Fernspr. 3005, Postscheckkonto 1700 Saatbrücken
Druck und Verlas: Saarbrücker Druckerei und Verlag A.G., Saarbrüchen 8, Rathausplas 65, Sernsprechetr Nr. 4800 462.
1. Jahrgang Nummer 4
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ZTVUM GEILFEITI
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»m Beamtenbund des Saargebietes gehören
rund 9000 deutsche Beamte an. In straffer
Organisation sind sie in Vereinen, Ver-Se
baänden und Säulen zusammengefaßt. Bundes
leitung, ·Vorstand und -Ausschuß beraten und be—
schließen über die Geschicke der Mitglieder und
sorgen für rechtzeilige und zweckentsprechende Aufklärung.
Dabei hat sich immer schon das Fehlen einer
Bundeszeitschrifi nachteilig bemerkbar gemacht. Ganz
besonders fühlbar aber trat dieser Mangel gerade in den
lehten Wochen und Monden in Erscheinung. Wir stehen
inmitten der schärfsten Besoldungskämpfe, die in ihrem
gesteigerten Endausmaß kaum noch die Durchführung
anderer Progammpunbie gestatten. Sitzungen, Be⸗
sprechungen, Verhandlungen jagen sich; in Saarbrücken,
in Berlin, in Baden-Baden. Der Franken sinkt, die
Preise ziehen an, die Gehälter verlieren von Tag zu
Tag an Kaufkraft; die Nok der Beamtenschaft steigt zu⸗
sehends; wilde Gerüchte gehen um und steigern die Un—
ruhe, die Sorge. Und der Beamtenbund ist angewiesen
auf die Mitteilungen, die er den e
zuleitet, und auf deren Aufklärungsmikarbeit. Dank sei
an diefer Stelle allen treuen Helfern gesagt, die die
Bundesleitung so kalkräftig unterstützt haben. Ohne sie,
das wissen wir, wäre die Beamtenschaft nicht so ruhig
und mit solchem Vertrauen in die Führung über die
kritischen Tage hinweggekommen. Noch sind wir nich
am Ende. Ganzer Kraft bedarf es noch, bis wir am
Ziel unserer Wünsche angelangt sind. Da ward die
Gründung einer Bundeszeitung zur gebieterischen Nok⸗
wendigkeit, zumal auch aus Mitgliederkreisen dieser
Wunsch immer häufiger laut wurde. Und abermals se
dem Bundesausschuß gedankt, daß er es durch seinen
bedeutungsvollen Beschluß vom 3. November v. Is. der
Bundesleitung ermöglichte, die Belange der Beamtenschaft
nun auch durch ein wöchenklich erscheinendes
Bundesorgan verkreken zu können. Herzlichen Dank
auch allen Mitgliedern des Beamtenbundes, die bei
aller materiellen Not und Sorge die Erhöhung ihrer
Beiträge gerne auf sich genommen und uns damit die
Durchführung dringender Pläne gesichert haben.
Unsere Zeuschrift trägt den Ramen, der auch am Kopf
des Organs unserer großzen Mutterorganisation, des
Deutschen Beamkenbundes, steht. Sie erscheint wöchenkt⸗
lich und wird jedem unserer Mitglieder noftenloe ani
Wochenende zugestellt. Die Schriftleitung liegt in guten
Händen und gibt uns die Gewähr dafür, daß unser de,
nach Inhalt und Ausstaktung jeden Vergleich mit
anderen Blättern dieser Art aushalten kann.
Es liegt uns selbstverständlich fern, die im Saargebie!
schon erscheinenden Tiier zu benachteiligen oder
gar zu ersetzen. Das können und wollen wir nicht. Wir
möchten sie im Gegenteil ergänzen und unkerstützen. Ver⸗
gangenes soll in dieser Stunde ausgelöscht sein; und ge
bieten wir ihnen gleich von vornherein treue Kameradschaft
an. Wir hoffen auf das gleiche Entgegenkommen.
Unser „Beamtenbund“ bringt neben allgemeinen Ab⸗
handlungen über Beamtenfragen auch solche beruflicher
Art. In erster Linie aber werden wir von unseren ganz
besonderen saarländischen Verhältnissen berichten; Eingaben
und Entscheidungen rechtzeitig bekanntgeben; in
offener Aussprache Kritik üben an Dingen, die wir
besser wünschen; Wege zeigen, wie wir vorwärts kommen
wollen; Gerüchten vorbeugen; Entstellungen auf das
rechte Maß zurückführen. Den Vereinen und Ver—
hdänden wird Gelegenheit gegeben sein, ihre Versamm⸗
ungen anzuzeigen und von ihnen zu berichten. In einer
besonderen Abkeilung wollen wir unsere Mitglieder auf
dem Laufenden halfen über die Verhältnisse unserer
Kollegen im Reich, mit denen wir uns innig verbunden
fühlen. Die Beilage „Unser Beamtenrecht“ möchte uns
berkraut machen mit unseren Rechtsverhältnissen und
uns alles Wissensnotwendige darüber mikteilen zu Nutz
und Frommen. Vieler Mitarbeit bedarf es noch, um
all das zu verwirklichen, was Schrift- und Bundes
leilung vorschwebt; an alle, die dazu in der Lage sind,
ergehf der Ruf um Unkterstützung.
So möge denn unser „Beamlkenbund“ hinausgehen:
verbindend, aufklärend, helfend. Uns hier in der Grenzmark
sei er ein allezeithilfsbereiter,treuer
Kam'rad. Unsern Brüdern und Schwestern im Reich
aber möge er ein stets gern gesehener Bote
sein vonderdeutschen Beamtenschaftan
der deutschen Saar.
Karl Schneider,
1. Vorsißender des Beamtenbundes des Saargebietes