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ĩ Jahrganq
Saarbrücken. den 24 Dezember 1926
Nummer 52
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So künden uns die Heiligen Schriften: Ein Kindlein ward geboren zu Gethlehem.
Engel erschienen den Hirten auf dem Felde. Ein Stern wies Königen den Weig. Sie
beteten das Kindlein an. Ein Wunder war geschehen. Ein Oroßer war auf diesen Plan
getreten mit dem siegbetonten, ehernen Willen zu retten, zu heilen, zu trlösen. Ein Licbe⸗
euchtender hatte sich bereit trllärt, den schwersten Kampf zu We den je die Cwig⸗
leit geschaut. Mit betenden Händen legte er seine ganze Stele auf dem Opferaltar nieder.
Hoch loderten die Flammen bis hinan zum Throne des Cwigen, genaͤhrt durch den Willen
zu entsagen und zu siegen. Und blutroter Licbesfeuerschein ergoß sich entsühnend und
befreiend über Erdball und Menschheit. gn geweihter Stunde, Heiligen Geistes voll, trat
Jesus seine Erdmission an. Da war dieser Stern verhaftet dem ewigen Liebemeer. Seit
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„Friede auf Erden!“ klang's tröstlich aus Engelsmunde. Zweitausend Fahre haben
uns diesen Frieden nicht zu bringen vermocht. Haß regiert die Welt. gIm Unfrieden
berbrennen die Scelen. Oer Stern von Gethlehem aber leuchtet auch durch die schwaͤr⸗
zesten Rauchschwaden, verheißend und ermutigend. Weihnacht steht vor der Tüͤr. Gald
singen wir wieder von der stillen, der heiligen Kacht. Eelig, wer wie ein Kind zu werden
bermag! Wohl dem, der auch an seinem Teile mithelfen kann, daß das Liebeleuchten
bon Gethlehem genaährt wird durch sieghaft entsühnende und befreiende Liebestat!
„Friede auf Erden!“ Wie Hohn klingen dagegen Parteigezänk und Pressegebelfer,
Spiel mit dem Streik, Oemonstration und Orohung, stumme Sprache geballter Faͤuste
und verknitterter Seclen. In hartem Kampfe stand die Saarbeamtenschaft. Uns war
Erfolg beschieden. Und der Friede? Um uns ist kein Friede. Ja, er ist noch nicht ein⸗
mal in unseren eigenen Reihen. Weihnacht steht vor der Tür. Laßt's weihnachtlich in
uns werden! Einen Kerzenschein lang laßt uns wie Kinder ein! Laßt uns vergessen,
was garstig sich im Alltag drängt auf unsern Weg! Laßt uns die Haͤnde reichen! Laßl
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uns zum Christlind gehn! Aarl Schneider.
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