Ein kurdes Wort au den Grundftücken, die im Borgbaugebiet
liogen. In den Bestimmungen stebt nichts davon, daß eine Be—⸗
scheinigung der Berabebörde vorzulegen ist. Wir können bierauf
aber nicht verzichten, wenn wir bei der Besichtigung des Grund⸗
stückes den Eindruck gewinnen, daß das zu beleibende Anwesen
durch den Berabau gefährdet werden könnte. Es muß die nötige
Sicherung geschaffen werden. Es dürfte auch im Interesse jedes
Einzelnen liegen, wenn er sich vorher diese Bescheinigung
heschafft.
Das Baugrundstück muß vor allem baureif sein. Die Zu—⸗
wegung mus gesichert sein, wenn auch die eigentliche Straße noch
nicht ausgebaut ist. Ebenso müssen die unbedingt notwendigen
Leitungen vorhanden sein.
Der Lagseplan soll von einem vereidigten Landmesser aufgse⸗
jtellt sein. Wenn Sie in der Stadt Saarbrücken bauen, wird sich
das Baupolizeiamt kaum mit einem anderen Plan begnügen.
Es wird Ihnen dann keine Schwierigkeiten machen, uns mit dem⸗
selben Plan zu beglücken. Ich habe die Bestimmung aufge—
nommen, dasß gleichartig bearbeitete katasteramtliche Sandseich—
aungen zugelassen werden. Diese müssen aber jast immer vervoll⸗
ständigt werden. Sie wissen aber alle, oder wenigstens ein grobßer
Teil von Ihnen, daß, wenn Sie beim Katasteramt einen Plan
bestellen, in ihm wobl die Parsellen, aber nicht die nachbarlichen
Häuser eingetragen sind. Wenn man aber ein Objekt zu begut⸗
achten hat, dann kann man nicht datauf verzichten, die nachbar⸗
lichen HSäuser zu berücksichtigen, und deshalb müssen diese in die
Pläne eingeseichnet sein.
Ebenso notwendis ist ein Profil durch die Strabe und das
Grundstück. Jeder, der seine Unterlagen richtig durcharbeitet, der
versichtet hierauf von selbst nicht. Vor allem weiß er dann gans
genau, wie sieht es mit der Ausschachtung aus, und wie hoch muß
man den Sockel annehmen. Natürlich, bei angefangenen Bauten,
die schon über den Sockel sind, haben derartige Zeichnungen und
Querschnitte keine Bedeutung mehr. Ich habe in solchen Fällen
auch niemals nachträslich welche verlangt.
Der Bauplan soll im Maßstab von 1:100 sein. Wir haben
diesen Maßstab gewählt, weil er der übliche ist und damit uns
nicht allzu unhandliches Material übermitielt wird. Dargestellt
sein müssen sämtliche Geschosse unter gleichzeitiger Angabe, wozu
die einzelnen Räume dienen sollen. Das fehlt leider sehr oft.
Man scheint nicht immer viel Wert darauf zu legen, daß die
Küche dahinkommt, wohin sie gehört. Bei späteren Projekten,
die noch nicht soweit gediehen find, müssen wir aber Wert daraui
legen, daß die Raumdispositionen einwandfrei find, weil dies
auch im Interesse der Bauenden selbst liegt.
Es sollen deutlich kenntlich gemacht sein die Räume, die ver⸗
mietet werden sollen. Leider fehlen diese Angaben in 50 Prosent
aller Fälle.
Dann baben wir ein Interesse datan, die Außenansichten aller
Fronten au sehen. Wir möchten im Rahmen des Möglichen dasu
beitragen, daß auch die Sinterfronten eine anständige Form be—⸗
kommen. Dadurch wird kein Bauender Mehrkosten haben. Wir
müssen aber Wert darauf lesen, daß auch in den Hinterfronten
die Fenster und Türöffnungen richtis eingeordnet werden, und
nur darauf kommt es in der Hauptsache an. Es ist sonderbar,
dab man es meistens mit einer geradezu virtuosen Geschicklichkeit
ertis bringt, es gerade umgekehrt zu machen, wie es sein soll.
Wir wollen also die Darstellungen aller Schauseiten. Außzer⸗
dem braucht diese Pläne der Unternehmer, wenn er das Saus
auen soll, und es ist also beine FSorderung, die als zu weitgebend
ezeichnet werden kann.
Die Kostenrechnungen sind nach den einzelnen Zahlungs—
»erioden getrennt aufzustellen. Es genügt, wenn Sie mirt ein⸗
ache Berechnungen geben, wie ich Sie Ibnen bereits erläutert
habe, bei denen folgende Reihenfolge beizubehalten sein wird.
. Kosten des Grundstückes.
Eingerechnet oder hinzugerechnet werden können die Reben—⸗
losten für Akt, Stempel, Vermessung usw. Mit Rücksicht auf
die Selbstkostenberechnung sind nur die wirklich entstandenen
Zosten anzugeben.
Ddie Anliegerkosten, die durch eine Bescheinigung der Ge—
neinde nachzuweisen sind.
diese Bescheinigung wird verlanat, damit man mit diesen
Beträgen nicht ganz in der Luft hängt, und damit der
Bauende auch selbst weiß, wo er dran ist. Auf dieser Be—
cheinigung soll außerdem noch angegeben werden, daß die
semeinde besw. die Baupolizeibehörde keine grundsäslichen
Einwendungen gegen das Bauvorhaben erhebt. Es handelt
sich hierbei darum, zu wissen, daß grundsätllich die Geneh—
migung nicht versagt werden soll. Denn wir möchten nicht
einen Antras erledigen, der nachher durch Verfügungen
anderer Behörden unter den Tisch fallen muß.
Zum Schluß ist zum Ausdruck gebracht, wieviel Unterlagen
eizulegen sind. Wir brauchen alles doppelt, mit Ausnahme des
kostenanschlages, falls ein solcher beigefügt ist. Die anderen
zachen können Sie leicht im Wege des Durchschlags herstellen
assen. Es geht von den Genehmigungsunterlagen eine Aus—
ertigung an die Bauherren zurück; die andere muß bei der Dar⸗
»hnsgeberin verbleiben.
Ich möchte nun kurs auf die Form der Anträge zurückkommen
ind Ihnen angeben, was ein Antrag alles enthalten soll. Vor
illem soll der Antragsteller angeben, wer er ist und wie seine
Vermögensverhältnisse liegen. Es muß angegeben werden, wie—⸗
ziel Kinder er bat. Diese Angabe könnte für die Vermietungs—
flicht von Bedeutung sein. Nachgewiesen muß werden in ein—
vandfreier Weise der Besitz des schuldenfreien Grundstückes und
zes Eigenkapitals. Das Eigenkapital wirklich einwandfrei fest⸗
uustellen, liegt im eigenen Interesse, da gerade dieser Punkt bis
etzt die meisten Rückfragen verursachte. Führen Sie z3. B. an:
Dtein Eigenkapital setzt sich zusammen:
1. aus dem Grundstück, dessen Wert beträagt. .... Fis.
2 aus Bargeld EBescheinigung der Bank oder der Kasse ist bei⸗
zufügen.)
z. Durch Bestellung einer weiteren Hypothek (Bescheinigung
der in Betracht kommenden Stelle.)
Auf die eigenen Arbeitsleistungen kann keine Rüchsicht genom⸗
nen werden. Ich kann es versteben, wenn jemand sagt, die Erd⸗
arbeiten mache ich selbst. Da ist etwas, was man zulassen könnte,
vie es aber später mit den anderen Arbeiten wird, das weiß
nunächst kein Mensch. Mit dieser Selbst- und Eigenbilise ist es
nicht immer so gewesen, wie es in verschiedenen Zeitschriften zu
esen war. Diese Beträge müssen daher außer Betracht bleiben.
Dann geben Sie die Baukoften an auf Grund der einfachen Be—
echnuns. Wir haben dann im Gesuch alles, was wir brauchen.
Wenn wir die Baukosten und die Zahl der Wohnungen kennen,
ann können wir über die Veleihungsgrenze schlüssig werden und
ehen, wieviel Eigenkapital erforderlich ist.
Ich möchte nun ganz kurs auf die Beleihungsgrengen zu rüch
ommen. Es ist nicht unbedingt so, daß in allen Fällen 70 Pros.
100
.. am liehsten Becker's Bier
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