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Bege Benmnsenlngh
Zeitschrift
des Beamtenbundes
des Saargebietes
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Saarbrücken, den 9. Oktober 1926 Nummer 41
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G. O. G.
nalen Hilferuf in den Aether. 5..O.. S.. Hilfe
schnelle Hilfe aus schwerster Not, ruft auch die Saarbe—
amtenschaft Blinn.
Der Winter steht vor der Tür. Mit Wehmut denken
die Beamten zurück an längst vergangene Jahre. Damals
fonnten sie dem Winter, dem unwirtlichen Gesellen, ruhig
entgegensehen, sie waren wohlversorgt und gerüstet.
Und heute? Als Saar beamte siecken sie im tiefsten
Besoldungselend. Sie sind verarmt, verschuldet.
Da ein Lichtblickl Die Betreuungsaktion. Doch
Wochen und Monate sind vergangen und immer noch
müssen die Beamten auf den Abschluß, auf die Früchte
dieser Aktion warten.
Die Regierungs-Kommission verschließt sich gegen die
große, bittere Not der Beamten, sonst müßte sie schon
längst den Notenwechsel in der Angelegenheit mit der
Reichsregierung zu Ende geführt haben.
Dann ein zweiter Hoffnungsschimmer. Die Beamtenoertretung
hat eine Wirtschaftsbeihilfe beantragt
Ein billiges Verlangen. Es soll dem Beamten nur das
nachträglich bewilligt werden, was ihm zusteht, was ihm
seit Januar dieses Jahres durch die nicht allmonatliche
Festsetzung des Umrechnungsfaktors vorenthalten worden
ist. Doch nichts, rein nichts bis heute! So sieht der Saar—
beamte mit Grauen den Winter herankommen. Ohne
Wintervorräte, ohne Winterkleidung, ohne Heizstoffe!
Eine traurige Zukunft für die einer Völkerbundsregie—
crung dienende Beamtenschaft.
Ein Schiff in schwerster Seenot.
S. . O.. S.. S..O .. S.. save our souls, un⸗
unterbrochen funkt der Schiffstelegraphist den internatio—
Maßnahmen zur Entschulbung
der Beamtenschaft
Der Reichstagsabgeordnete, Eisenbahninspektor Schuldt
Steglitz), hat dem Reichsfinanzminister anheimgegeben,
Entschuldungsmaßnahmen für die Beamtenschaft ins
Auge zu fassen. Dieses Verlangen muß jedem, der die Ver—
hältnisse innerhalb der Beamtenschaft kennt, als das min—
deste erscheinen, was das Reich samt Ländern und Gemein—
den seinen Beamten gegenüber zu tun verpflichtet ist.
Tausende von Beamten sind infolge der unzulänglichen
Bezüge in schwere wirtschaftliche Rotlage geraten, die
chwer auf Berufsfreudigkeit und Dienstfähigkeit lastet.
Hinzu kommt die Abschneidung jeder Hoffnung auf Er—
höhung der Gehälter durch die neuerlichen Erklärungen des
Reichsfinanzministers. Aber die Forderung weitreichender
Maßnahmen zur Entschuldung der Beamtenschaft ist zudem
ein Verlangen gleichmäßig gerechter Behandlung aller
Staatsbürger. Eine Regierung, welche in großzügiger
Weise notleidende Industriebetriebe subventioniert, welche
der Landwirtschaft und anderen Berufsständen zinslose
oder äußerst billige Kredite zur Verfügung stellt, kann und
darf dasselbe ihren Beamten nie und nimmer versagen.
Solche Entschuldungsmaßnahmen sind kein Geschenk, son—
dern Akte sozialer Gerechtigkeit und staatspolitischer Not—
wendigkeit.
Für die Erhöhung des Wohnungsgeld⸗
zuschusses
Der Besoldungsausschuß des Deutschen Beamtenbundes
beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit der Erhöhung
des Wohnungsgeldzuschusses, zu der der Reichsstag dem
Herrn Reichsfinanzminister Vollmacht erteilt hatte Der
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