Full text : 1.1926 (0001)

Von der Bundesleitung
Für unsere Bauinteressenten
1. Wie wir hören, liegen bis jetzt etwa 100 Anträge auf
Gewährung von Darlehen vor. In erster Linie sollen die
Gesuche berücksichtigt werden, die die Ablösung hochpro—
zentig verzinster Hypotheken bezwecken, und die sich auf be—
reits begonnene Neubauten beziehen. Wir werden
gebeten, unsere Bauinteressenten darauf aufmerksam zu
machen, daß mit Rücksicht auf eine geregelte und beschleu—
nigte Erledigung der eingegangenen Gesuche persön—
liche AuUskunftauf Zimmer 2012 im Neuen Land—
gericht n ur noch nachmittags von 325 Uhr —
ausgenommen Samstags — erteilt werden kann. Im
Interesse der Bauinteressenten wird es liegen, zukünftig
nur noch nachmittags bei der betreffenden Stelle
vorzusprechen.
2. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, daß einer—
seits die geschäftsmäßige Erledigung der Anträge durch
die Regierungskommission noch einiger Reformen bedarf,
daß andererseits den Gesuchstellern in irgend einer Form
helfend unter die Arme gegriffen werden müßte.
Aus dieser letzten Erkenntnis heraus hat der Vorstand
des Beamtenbundes sich mit der Einrichtung einer Bau-—
beratungsstelle für alle Bauinteressenten des Bun—
des einverstanden erklärt. Es ist geplant, in Verbindung
mit einem Saarbrücker Architekten eine Stelle zu schaffen,
wo zu bestimmten Stunden alle Bauinteressenten vor—
sprechen können. Zweck der Bauberatungsstelle wäre etwa:
a) Beratung in allen Baufragen.
b) Ueberwachung der einzureichenden Baugesuche.
c) Nachweisung von Bauplätzen nebst Kaufbe—
dingungen.
d) Beschaffung von gemeinsam bezogenem, verbillig—
ten Baumaterial.
e) Anfertigung von Plan-Skizzen und Bauplänen
(auf Wunsch).
f) Juristischer Beistand.
Es bedarf keiner weiteren Worte, daß mit der Verwirk—
lichung dieses Gedankens die Einreichung und Erledigung
der Baugesuche wesentlich vereinfacht und beschleunigt wer—
den könnte. Der ganze Plan ist nach Auffassung des Vor—
standes einzig und allein eine Kostenfrage. Es ist selbst—
verständlich, daß dafür nur die Bauinteressenten
in Frage kommen. Eine Finanzierung durch den Bund ist
ausgeschlossen.
Um einen Ueberblick zu gewinnen, wieviel Bauinteres—
senten als Träger der Bauberatungsstelle bereit wären
sich zu einer Baugemeinschaft zusammenzuschließen, for
dern wir hiermit auf, uns bis spätestens 28. September
—0
dung zur Baugemeinschaft des Beamtenbundes mitzu
teilen. In Frage kommen alle Mitglieder, die jetzt und
später die Bauberatungsstelle in Anspruch nehmen wollen
Nach Sichtung der Anmeldungen werden wir alsdann wei
tere Mitteilung folgen lassen. Erscheint uns die Zahl der
Gemeldeten ausreichend, werden wir zu einer Versamm
lung einladen, woselbst dann die Finanzierungsfrage usw
eingehend erörtert werden soll.

A. G. Nr. 40. Saarbrücken, den 14. Sept. 1826.
An die
Regierungskommission des Saargebietes
(Generalsekretariat)

Saarbrücken 1
Schloßplatz 15.
Mit dem Schreiben G. S. Nr. 8779 vom 18. 8. 1926 ist uns
aitgeteilt worden, daß sich die Regierungskommission in ihrer
ersten Sitzung im Monat September mit unseren wiedexholten
Anträgen auf richtige Festsetzung des Umrechnungsfaktors be⸗
sassen wird. Wie wir nun erfahren konnten, soll die Sitzung
Ende dieser Woche stattfinden

Wir möchten nicht verfehlen, unter Bezugnahme auf unsere
rüheren Anträge, darauf hinzuweisen, daß die in den letzten
Wochen weiter zu Ungunsten der Beamtenschaft vor sich gegangene
zntwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse keine weilere Ver
zögerung der Angelegnheit erdulde. Die Indexziffer für Lebens—
haltungskosten ist in Saarbrücken im Monat August auf 651,2 ge—
tiegen. Die Reichsindexziffer für August beträgt 142,5. Nach der
Srrechnungsmethode der Regierungskommission ergibt sich als Um—
rechnungsfaktor bereits für August 6,01. Die Notschreie, die täg—
ich aus der Beamtenschaft zu uns gelangen, sind daher sehr
»erständlich. Am 27. August sind die Septembergehälter zur Aus—
zahlung gekommen. Heute stehen viele Beamte bereits wieder
nittellos da.
Wir bitten daher die Regierungskommission dringend, in ihrer
nächsten Sitzung unsere Anträge behandeln und die sofortige Aus
zahlung von Barmitteln in irgend einer Form an die Beamten
anordnen zu wollen.
Die Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände des Saargebietes
Beamtenbund des Saargebietes,
Vereinigung der höheren Beamten des Saargebietes,
Verband der Büroangestellten und -Beamten des Saargebietes
Bund der technischen Beamten und Angestellten des Saargebietes
Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner e. V.
J. A.: Schneider, Blinn.

Aus den Verbänden
Verband der Oemeindebeamten und
Angestellten des GSaargebietes
Einladung.
Am Sonntag, den 26. Sept. 1926, nachmittags 3 Uhr
findet im großen Saale des Johannishofes, Saarbrücken 3
Mainzerstraße, unsere diesjährige ordentliche
Verbandstagung
statt.
Tagesordnung:
1. Einführung des Geschäftsführers.
2. Tätigkeitsbericht.
3. Wahl des geschäftsführenden Vorstandes (89 der Satz.)
1. Geschichte und Entwicklung der deutschen Beamten—
organisationen. (Geschäftsführer des Preußenkombo—
Berlin, Herr Meurer.)
5. Abnahme der Jahresrechnung 1924 und 1925.
6. Satzungsänderung.
7. Reichsmarkausgleich.
3. Neufestsetzung der Verbandsbeiträge.
J. Verschiedenes.
Der Vorstand betrachtet es als Ehrenpflicht eines jeden
Mitglieds, der Verbandstagung im Hinblick auf die Wichtig,
keit und Vielseitigkeit der Tageordnung beizuwohnen.
Nur durch tatkräftige, opferwillige Mitarbeit sämtlicher
Mitglieder können die Belange der Saar⸗-Kommunalbeamten
schaft gefördert werden.
Im Namen des Vorstandes:
Berg, 1. Vorsitzender. Dr. Eisel, Geschäftsführer.
Geschäftliches
Wenn man warm wird leidet der Appetit merklich, denn
der Körper verlangt Erfrischung. Aber allzuleicht können
dann Fehler in der Ernährung gemacht werden, die die
Lust und Freude an schönen Frühlingstagen stark beein—
flussen. Als gute leicht verdauliche Nachspeisen, die in
den mannigfachsten Abwechssungen und Formen gereicht
werden können, sind die beliebten Oetker-Puddings zu
empfehlen. Sie sind außerordentlich wohlschmeckend und
aahrhaft zugleich, wodurch es möglich ist, leicht an anderer
Stelle zu sparen. An ganz heißen Tagen ist Dr. Oetkers
Rote Grütze und Dr. Oetkers Götterspeise, die hochfeine
Beleespeise, deren Herstellung keinerlei Zutaten mehr er—
fordert, am Platze.

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