Full text : 1.1926 (0001)

Von der Bundesleitung
Abschrift.
Der Bürgermeister. Saarbrücken, den 9. Auauft 1826
Tab.Nr. Va 1239 I. An
die Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände
des Saargebietes.
z. Hd. des Herrn Rektor Schneider
Saarbrücken 2,
St. Johannerstraße 67.
Zum Schreiben vom 2. 8. 1926 — G. No. 33. 8. W. —
Empfängern von Darlehen aus dem Pensionsrücklage⸗
onds zur Errichtung von Neubauten sollen auf Antrag die
Straßenbaukosten auf 5 Jahre gestundet werden. Hierbei
ollen die Richtlinien, wie sie von der Landesbank der Rhein—
hrovinz herausgegeben wurden, zu Grunde gelegt werden.
J. V.
gez. Dr. Werle
beglaubigt:
Heß
Stadtobersekretär.

A. G. Nr. 37. 8. 26. Saarbrücken, 16. August 1926.
An die Regierungskommission des Saargebietes.
Generalsekretariat

Abschrift.

zundene Steigerung aller Preise. Am 24. Juli kamen die
Tugustgehälter und zu Anfang des Monats August die Differeng—
heträge für die Monate Juli und August zur Ausgahlung. Der
differenzbetrag, der in manchen, besonders in den unteren
Bruppen, für die beiden Monate insgesamt nur 50-100 FIr
»eträgt, hat keineswegs einen Ausgleich für die Verarmung und
verschuldung der Beamten gebracht.
Die Beamtenschaft, die ihre Geldmittel für August schon
rößtenteils aufgebraucht hat, weil sie in der Zeit fortschreiten—
er Preissteigerung auch noch namhafte Steuerbeträge hat ent
ichten müssen, sieht mit banger Sorge der Zukunft entgegen.
Wir fühlen uns daher verpflichtet, unseren Antrag vom 26
Juli zu wiederholen und die Regierungskommission dringend zu
zitten, sofort mit der Beamtenvertretung über eine richtige
Festsetzung des Umrechnungsfaktors zu verhandeln und Maß—
iahmen zur Linderung der Not und Erhaltung der Existenz der
Beamtenschaft durchzuführen.
Die Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände des Saargebietes
Beamtenbund des Saargebietes:
Schneider.
Vereinigung der höheren Beamten des Saargebietes:
gegz. Silberkuhl.
Verband der Büroangestellten und -Beamten des Saargebietes
Schmitt.
Bund der techn. Angestellten und Beamten des Saargebietes
J. V.: Knaul.
Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner e. V.:
E13.

Saarbrücken 1 F
Es gehen aus Poste⸗, Eisenbahn- und Lehrerkreisen guernd Für Bauinteressenten
Klagen bei uns ein, daß die Pensionäre dieser Verwaltungen JJ
dis —* noch nicht in den Genuß der Unterschiedsbeträge für Einige Winke und Antworten.
Juli und August, die sich aus der Erhöhung des Umrechnungs⸗ 1. Von den 20 Millionen Franken des Pensionsfonds
aktors von 47 auf 8,8 ergeben haben, gekommen sind. ver den
Wir bitten ergebenst die betreffenden Verwaltungen unver— 2) 7 Millionen verwandt zu Staatsbauten' in Saar—⸗
rzüglich zur Ausgahlung der Unterschiedsbeträge zu veranlafsen. brücken, Neunkirchen, St. Wendel, Homburg usw. Die
die Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände des Saargebietes. Regierungskommission kauft Baugelände an, errichten
Beamtenbund des Saargebietes: darauf Beamten-Siedlungen und vermietet die so er—
Schweider. ) gehiene Wepuen an 33 A een
sorß 3 2 Millionen sind vorgesehen für die Weiterführung
Bereinigung der Wyeren Beamten des Saargebietes: —F—
ges. Silberkuhl. c) 1 Million ist bestimmt für die Ablösung hochprozen
gerband der Büroangestellten und -Beamten des Saargebietes: tiger, aus privater Hand aufgenommener Hypotheken:
Schmitt.“ d) 10 Millionen stehen bereit für Neubauten.
tund der techn. Angestellten und Beamten des Saargebietes: 2. Für den Kauf von Häusern gibt's vorerst kein Geld.
J. V.: Knaul. 3. Dasselbe gilt für die Erstellung von Holzhäusern, so—
Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner e. B.: — nicht anderweitige genügende Sicherheiten geboten
El verden.
* 4 Ein lastenfreies Grundstück muß auf alle Fälle vor—
blanite de sese Hachweisung der boprozentigen Eigenleist
5. Bei der Nachweisung der rozentigen Eigenleistung
I. G. Rr. 8. 26. Saarhriecen 16. August 1926. verden auch Zusatzhypotheken von Sparkassen usw. aner
An die Regierungskommifsion des Saargebietes. kannt.
Generalsekretariar 6. Es wird Wert darauf gelegt, daß nur namhafte Bau—
sirmen mit der Bauausführung beauftragt werden.
7. Man vergesse bei der Einreichung der Anträge nicht
die Beifügung sämtlicher Unterlagen, die in Betracht
emmen GBaupläne, Kostenanschäge, Bauvertrag, Grund
uchauszug, Lageplan, Nachweisung der Eigenleistung usw.)
8. Solange nichts anderes bestimmt ist, muß der Bauver—
rag folgende Erklärung des Bauunternehmers enthalten:
Der Bau wird ausgeführt unter Anerkennung der Be
dingungen, die dem Bauenden von der Regierunaskomnission
 auferlegt sind.“
9. Der Beamtenbund wird den Fragen der Gründung
einer Einkaufsgenossenschaft, der Beschaffung von Bau⸗
olätzen, der Erstellung von architektonisch einwandfreien
Bauplänen ussw. nur dann nähertreten, wenn hierfür ge—
rügend großes Interesse vorhanden ist.
10. Man wende sich nunmehr in allen Fragen, sofern noch
deiterer Aufschluß gewünscht wird, an Zimmer 201 im
steuen Landgericht. Dortselbst sind auch alle Anträge ab
uUgeben. Schmeider
            
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