Full text : 1.1926 (0001)

Hen dzecmtensonnd
Zeitschrift
des Beamtenbundes
des Saargebietes

Verantwortlich: Für den redaktionellen Teil Peter Hild, Saarbrücken 3, Neugrabenweg 39; für den Reklame- und
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Druck und Verlag: Saarbrücker Druckerei und Verlag A.G., Saarbrücken 3, Fernsprecher 333053134 und 460—462.

—J Jahrgang

Saarbrücken, den 7. Augm Io2

Nummer 32

AWs stehen

In diesen Tagen ist die neue Besoldungstabelle bekannt—
gegeben worden. Vor mehreren Wochen schon hat die Re—
gierungskommission den Umrechnungsfaktor von 5,3 be—
schlossen. Er ergab sich aus den zugrunde gelegten Juni—
VLerhältnissen. Es ist bekannt, daß die Beamtenvertretung
schon seit Monaten versucht, auf dem Verhandlungswege die
Methode der Regierungskommission zu ändern. Bis jetzt
wurde ihr diese Verhandlung nicht gewährt. Man kann sich
seine eigenen Gedanken über das Verhalten der Regierungs—
kommission machen. Auf keinen Fall werden wir uns da—
mit abfinden. Die Methode ist von uns zum wiederholten
Male als die wirklichen Verhältnisse nicht kennzeichnend
hingestellt worden. Sie muß ersetzt werden durch eine rich—
tigere und gerechtere Fermel. Die Regierungskommission
wird sich auf die Dauer gegen dieses berechtiate Verlangen
nicht sperren können.
53 ist natürlich Anfang August längst überholt. Selbst
die unrichtige Methodenwage der Regierungskommission
läßt den Zeiger hart an 6 schnellen. Von der tatsäch—
lichen Meßzahl für unsere Verhältnisse soll gar nicht ge—
redet werden. Jeder fühlt: So geht's nicht lange mehr
weiter. Wandel muß geschaffen werden.
Die Juli- und Augustunterschiedsbeträge werden soeben
errechnet und ausgezahlt. Eine kleine Erleichterung, viel—
fach große Enttäuschung! Die meisten Beamten haben die
Beträge an einem Schalter in Empfang genommen und sie
gleich nebenan als Steuer wieder abgegeben und haben in
ehr vielen Fällen aus dem schon leeren Geldbeutel noch do
zutun müssen. Wie heißt das neueste Otto Reuter-Couplet?
„Kinder, was sind das für Zeiten!“ O, Otto Reuter. wenn
du erst Beamter im Saargebiet wärest!'
Die Personalkommission begutachtet schon längere Zeit
unsere Eingabe betreffs Durchführung des Baden—
Badener Abrede. Unser Wunschzetiel war reichhaltig.
Die Regierungskommisfion hat hier noch viel nachzuholen.
Auf Grund der Abrede ist sie verpflichtet, alle in der Ein—
dabe angezogenen Fälle restlos mit den deutschen Verhält—
nissen in Einklang zu bringen. Zu den brennendsten Fragen

zgehören im Augenblick: die Eingruppierung und die Ver—
vendung des Pensionsrücklagefonds.
Die Eingruppierungsfrage ist mit dem Inkrafttreten
der 18Gruppen-Ordnung brennend geworden. Jahre—
ang erträgt nun schon eine großer Teil der Beamtenschaft
 die falsche und ungerechte Eingruppierung. Endlich
oll nun auch dieses Unrecht beseitigt werden. Die Studien⸗
kommissien, die kürzlich in Berlin war, hat Gelegenheit
gehabt, die reichsdeutschen Verhältnisse an Ort und Stelle
kennenzulernen. Es verlautet, daß die Regierungskom—
mission bis Mitte August die Eingruppierungsfrage endgül—
tig verabschieden wolle. Es wird auch höchste Zeit, wenn die
nit Wirkung vom 1. April d. J. ab zu zahlenden Unter—
chiedsbeträge nicht noch mehr an Wert verlieren sollen.
Der Pensionsrücklagefonds ist gebildet. Die »erste
Lierteljahresrate ist zurückgelegt. Der Verwaltungs—
ausschuß und der Beirat sind zusammengesetzt. Herr
Minister Morize hat die Richtlinien für die Ausgabe von
Baudarlehen, so wie sie ihm von der Kommission vorgelegt
rorden sind, genehmigt. Die mündlich und schriftlich vor—
jebrachten Einwendungen der Beamtenvertretung waren
erfolglos. Die Richtlinien werden an anderer Stelle
oeröffentlicht. Sie entsprechen in mehreren Teilen
uicht den Wünschen der Beamtenschaft. Es wird jetzt alles
darauf ankommen, in welchem Geiste die Richtlinien praktisch
gehandhabt werden. Dann vermag schließlich doch noch diese
Maßnahme zu einer segensreichen Einrichtung zu werden.
In einer Versammlung aller Bauinteressenten, die an
anderer Stelle angezeigt ist, werden wir eingehend berichten—
Die Abrede von Baden-Baden haben wir in der
oorigen Nummer veröffentlicht. Wir haben in der Zwischen—
zeit mancherlei Anfragen bekommen, weshalb wir den
Text der Abrede nicht schon früher bekanntgaben. Allen
Interessierten dies zur Aufklärung: der Termin zur
Veröffentichung war uns vorgeschrieben, und wir
haben ihn eingehalten. Auch dies sei heute noch gesagt: Es
zibt manche Dinge, die wir nicht in aller Oeffentlichkeit
Jaon fönnen. und wiederum andere. die wir nicht sagen

00

aum liehsten Becker's Bier

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