Zur Baugktion des
Recmtenbundes
Daß der Beamtenbund des Saargebietes auch eine Baue⸗ Saarbrücker, Landrotsamt, eingerichtete Zweigstelle der
aktion in sein Programm aufgenommen hat, steht im Ein- Rheinischen Wohnungebaufürsorge weitergeleitet. Von dort
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zwecke auch die Behandlung wirtschaftlicher Fragen“ auf. den vorgeschriebenen, Bedinaungen entsprachen, wurden
führen. Daß die Bauaktion nicht friͤher schon hat in Angrifß wie wir uns haben überzeugen können, auch Darlehen ge.
genommen werden können und auch bis zur Stunde nock vährt. Leider ist das nur ein verschwindender Teil aller
nicht mit der ganzen Kraft durchgeführt werden kann, lieg, Hilfesuchenden Für die weitaus, meisten, Interessenten
nicht an schlechter Bereitschaft und mangelnder Tatkraft erwachsen ungehenre, zum Teil unüberwindliche Schwierig—
der Leitung des Bundes, sondern ganz einfach daran, daß Liten, In einer Besprechung mit den Herren von der
bisher die Besoldungsaktion und die rechtliche Stellung der Düsseldorfer Zweigstelle wurde unsererseits auf all das
Beamtenschaft einen solch breiten Raum eingenommen dingewiesen und unn Abhilfe gebeten. Man vereinbarte einen
und sobiel Kräfte beansprucht haben, daß für andere Dinae Weg, wie den Schwierigkeiten für die Zukunft begegner
—— verden, könnte. Wir haben allen Bauinteressenten davon
Grundsätzlich war sich die Leitung des Beamtenbundes Keuntnis gegeben.
schon längsi darüber klar, daß von ihrer Seite unbeding Die Klagen, Notschreie und, Vorwürfe hören aber nicht
auch etwas geschehen müsse für die SeshHaftmachung der deut. ?uf, Es ist uns natürlich unmöglich, in jedem Falle zu ent—
schen Beamtenschaft im Saargebiet. Im Juni verflossenen cheiden, ob die darin zum Ausdruck gebrachte Erbitterung
Jahres jedoch konnte erstmalig dieser Fraͤge nähergetreten Xr Betreffenden berechtigt ist oder nicht. Die Tüsseldorfer
derden, nachdem feffzuftellen war, daß verschiedene Kom- Herren haben uns erklärt, daß sie sehr awohl die Härten
mimen und brivate Siedlungsgesellschaften mit der Rhei. kennten, daß sie selbst aber gebunden seien an die ihnen
nischen Wohnungsbaufürsotge in Düsfeldorf in Verhande miitgegebenen Vorschriften ihrer Zentrale., Wir, können
uen getreten varen und“ bereits erste greifbare Erfolde hicht beurteilen, wie, weit. das zutreffend ist. Uns aber wills
zu verzeichnen hatten. scheinen, daß man bei einigermaßen an den Tag gelegter
Ein dester Versuch in Düsseldorf in mündlichen Verhand. Kroßzügigkeit vieles hätte anders machen können, Vielfad
lungen die Frage zu klären, scheiterte. Da nahm die Bundes— si die Geldfrage ein Grund zur Unzufriedenheit, weil die
leitüung anläßlich der Juli-Besprechungen im Auswärtigen n.Ansatz gebrachten 000 Rentenmark in den allermeisten
Ant in Berlin die Gelegenheit wahr an Ort und Stelle Fällen nicht geniigen. Wer kann denn heute mit 4000 Mart
die eingeleitete Aktion grundsätzlich tegeln zu lassen. In Aine Dreizimmerwohnung erstellen, selbst wenn er das
einer Referentenbesprechung am 15. Juli verflossenen Jahres astenfreie Grundstück und, noch 15 Prozent Eigenleistungd
unter dem Vorsitz des Herrn Ober-Regierungsrats Dr. Gretz- rachweisen kann? Das ist selbst guf dem Lande nicht mög—
schel vom Preußischen Wohlfahrtsministerium wurden alle ich, gang zu schweigen von der Stadt mit ihren ungeheuer
diesbezüglichen Fragen geklärt. Bei dieser Gelegenheit ichen Grundstückspreisen. Daß da die 15 Prozent Eigen—
ainde Niter eingehender Begründung dargelegt, weshall àpital nicht genügen, liegt klar auf der Hand. Da aber
die Sacbeemlenschaft u den ugenbüicklich für die Kom. Tüsseldorf die Darlehen nicht erhöht. muß der Bauende
munen gelteuden Bedingungen nicht zu bauen vermag, und beine Eigengelder erhöhen. Die meisten haben das nicht ge—
welcher Art die neuen Bedingungen beschaffen sein müßten vußt, nicht damit gerechnet, und, dann kommt hinterher
venn die Beamtenschaft davon Gebrauch machen könne 8 bittere Elend. Oder die Baupläne entsprechen nicht den
Dee Reichsa Heitoimnsterium wurde mit der Fortführung Irchitektonischen Gesichtspunkten der Herren von der Rhei—
der Aktion hesonders mil der Flussigmachuna der VBamt gischen Wohnungsbaufürsorge, werden verworfen, und neue
gelder, beauftragi. Unkosten entstehen zu den ersten. Uns will's scheinen, als
Am 18. Juli fand in Bonn eine weitere Besprechung statt ob man hier ganz besonders engherzig zu Werke ginge
zwischen je einem Vertreter der Reichsregierung, de— Architechtonische Richtlinien und Schönheiten in Ehren
Kheinischen Wohnungsbaufürsorge und des Beamtenbundes Aber bei der heutigen Wohnungsnot und dem trotz der
biherigen Verhandlungen erhielten ihren vorerstiger materiellen Nöte stark sich äußernden Bauwillen anderseits
Aischlu in' dem Echebnis einer Bejprechung mit Herrn llte man derartige Aeußerlichkeiten wie Fenster- Erker—
iane Düsfesdorf auf dem Tandretscant in Saar. Abortfragen, deren Wichtigkeit wir durchaus nicht ver
brücken, wonach Beamte, die fich noch an der zur Zeit lau— ennen, möglichst aurücktreten lassen vor der Bereitschaf
fenden Kommunen-Aktion beteiligen wollten, Baudarlehen u helfen.
zu den geltenden, Bedingungen erhalten könnten, die be Wir raten dringend allen Bauinteressenten, die noch nicht
sondere Beamtenaktion aber mit Nachdruck weiter gefördert mit den Vorarbeiten begonnen haben, und die zu den jetz!
werden sollte. geltenden Bedingungen bauen wollen, sich zuerst einmal auf
In einer Versammlung der dem Beamtenbund angeschlos. dem Landratsamt Saarbrücken mit den Düsseldorfer Herren
senen, Bau⸗Interessenten am 30. Juli im Johannishof zu ns Benehmen zu setzen. Dort erfahren sie rechtzeitig, was
Soarbrücken wurde über alles Geschehene berichtet; die alles aufgebracht werden muß, um in den Genuß eine—
Beteiligten wurden in drei Interessenten-Gruppen ein-· Baudarlehens zu kommen. Die Geldfrage kann dort eben—
geteilt. Die Gruppe J. umfaßte alle Beamten- die dringend o geklärt werden wie die architektonische. Für létztere em—
Beld benötigten und fich mit den für die Kommunen gel· Ffiehlt fich vorerst nur das Mitbringen einer Faustskizze
tenden Bedingungen einverstanden erklärten. Zur Gruppe yer fich Nerger und Kosten aller Art ersparen will, befolge
Icschlossen sich alle dieienigen zusammen, die die neuen diesen Weg, Neuerdings hat uns die Zweigstelle Düsseldor
Bedingungen für die Beamtenschaft abwarten wollten, aber mitgeteilt, daß dem Autrag aurf Gemährunga eines Raudar
bereits über ein Zehntel der Gesamtaufwendung als —F ———
— —* drrhpe — 1. Grundbuchauszug, wonach der Antragsteller im Be—
Nochweisen konnten. Alle Interessenten wurden auf An— F sitze eines ⏑ ist, be
weisung von Berlin und Düuͤsseldorf zur praktischen Durch 2. ein ——— 4 e — ⸗
führung ihrer Pläne an ihre 3. Lageplan und Baubläne in doppelter Ausführung
berwiesen. In der Versammlung gewählte Beamtenvertreten J J
su d Aschaft bei den Kreisämtern 1Belege zum Nachweis der im Besitze des Antragsteller?
ene gie elange der Beamtenschaft b Sueeden minn eenewi. J Zerells hrne
Di en Beamten der Gruppe J ausgefüllten Frage- Wir haben die Interessenten der Gruppe ber fe
o de ee ee — aeid hehr lich davon verständigt, möchten aber nicht versäumen, hie