prechen könnte. Der Reichskanzler teilte die vorläufige
Stellungnahme des Reichskabinetts mit, die dahin geh—r,
daß die sogenannten Reupensionäre aus Reichsmitteln
zu ihren Frankenpensionen so hohe Zuschüsse erhalten sol—
ien, daß shre Gesamtbezüge die Höhe der deutschen Pen—
sionen Lcom 1. April ds. Irs. ab erreichen. Im übrigen soll
aus Reichsmitteln ein Fonds gebildet werden, aus dem die
Beamten Zuschüsse für solche Ausgaben erhalten können
die ihnen in Reichsmark entstehen. Die Vertreter der Be—
amtenschaft baten dringend, auf Grund des Reichskabinetts—
beschlusses nom Oktober 1920 die erhobenen Forderungen
in vollem Umfange zu erfüllen. Der Reichskanzler behielt
dem Reichskabinett die endgültige Beschlußfassung vor und
nachte im Anschluß hieran Ausführungen über die allge—
neine Politik, die nach Ansicht des Reichskabinetts dem
finanziellen Eingreifen des Reiches zugunsten der deutschen
Beamten des Saargebietes Grenzen zieht.
Am folgenden Tage, Freitag, den 18. Juni, fanden Be—
prechungen im Finanzministerium und im Ausmärtigen
Amt statt. Ein Abdruck der Baden-Badener Abrede wird
uins ausgehändigt.
Es wird zunächst versucht, noch Einzelheiten über die Be—
chlüsse der Reichsregierung zu erfahren. In ungefähr dres
Wochen sollen die Ausführungsbestimmungen erst erlassen
werden können. Unsere einzelnen Wünsche zu den Be—
schlüssen wurden noch vorgebracht. Es wurde uns erklärt,
daß die Beamtenvertretung in der nächsten Zeit nochmals
zu den Einzelheiten der Beschlüsse gehört werden soll.
Abends 9,15 Uhr Rückfahrt.
Aus besonderen, aber nahe liegenden Gründen können
nanche wichtige Ausführungen sowohl von dem Herrn
Reichskanzler als auch von Herrn Geheimrat von Fried—
herg hier in diesem Bericht nicht wiedergegeben werden.
Ein wichtiges Ereignis jedoch liegt hinter uns. Ziehen
wir das Fazit:
1. Das Baden-Badener Abkommen ist ratifiziert;
2. die Neupensionäre sind den Altpensionären gleichge—
stellt, d. h. sie erhalten vom 1. 4. 26 zu ihren Franken—
pensionen so hohe Reichsmarkzuschüsse, daß ihre Ge—
jamtbezüge die Höhe der deutschen Pensionen aus—
machen;
3. den Beamten sollen für Reichsmarkausgaben Zuschüsse
gezahlt werden. Blinn.
6
Von der Bundesleitung
A. G. Nr. 20. 6. 1926. Saarbrücken, 22. Juni 1926
An die Regierungskommission des Saargebietes
BVeneralsetretarict
Saarbrücken 3
Schloßplatz 15.
Wir beehren uns, der Regierungskommission ergebenst folgen—
es zu unterbreiten:
Mit Rüchsickt auf die Notlage der Beamten hat die Regie
cungskommission die Junigehälter bereits am 28. Mai aus—
zjahlen lassen.
In diesem Monat sind die Preise für alle Lebensbedürfnisse
veiter gestiegen und dadurch die Einkommen der Beamten
ioch unzureichender geworden. Der Mehrzaäahl der Beamten
st es unwmöglich, die Lebenshaltungskesten bis zum Ende dieses
Monais zu bestreiten. Am größten ist die Not in den unteren
Beamtenkreisen. Schon seit Tagen beklagen sich diese Beamten,
daß sie ohne jegliche Barmittel sind. Wir haben uns daher
beranlaßt gefühlt, den Herrn Präsidenten der Regierungs—
ommission am 15. Juni mündlich auf den Ernst der Lage hin—
zuweisen. Wir haben hei dieser Gelegenheit gebeten, sofort den
Imrechnungs saktor zu erhöhen, oder, wenn es in diesem Monat
richt mehr möglich sei, wenigstens den Beamten in den unteren
Besoldungẽkgruppen sofort eine außergewöhnlicke Beihilfe zu
zewähren. Der Herr Präsident der Regierungskommission hat
uins versprochen, unsern Wunsch in der Sitzung der Regie—
ungskommission am 16. Juni vorzubringen. Wie wir er—
ahren konnten, ist bislang darüber noch kein Beschluß ge—
allen.
Wir beschränken uns daher heute auf die eine Bitte, der
furchtbaren Not der Beamten durch einen Beschluß der Re—
dierungskommission in der morgigen Sitzung, daß sofort die
Juligehälter ausgezahlt werden, Rechnung zu tragen.
Ddie Arbeitsgemeinschaft der Beamtenverbände des Saargebietes
Veamtenbund des Saargebietes.
Vereinigung der höheren Beamten des Saargebietes.
Verband der Büroangestellten und -beamten des Saargebietes
Bund der techn. Angestellten und Beamten des Saargebietes
Gewerkschast Deutscher Eisenbahner e. V.
J. A.: Schweider.
Nach Schluß der Redaktion teilt die Regierungs—
kommission mit, daß am 28. Juni die Juligehälter aus—
gezahlt werden und der Umrechnungsfaktor mit Wirkung
vom 1. Juli ab geändert werde. Die Nachzahlungen sollen
im Juli getätigt werden.
Aus den Verbänden
Kath. Lehrerve ein Sagarbrücken
Mitgliederversammlung am Samstag, den 3. Juli, 354 Uh—
dpünktlich, im Kolpinghaus, St. Johannerstraßße 35.
Tagesordnunsg:
1. Aufnahme neuer Mitgslieder.
2. Vorrrag: Wie stellt die Lehrerschaft sich heute zum Persona
bogen? (Kollege Minn-Saarbrücken.)
3. Erhebung der Beiträge für das erste Halbijahr 1926.
4. Beamtenbund-Zeitschrift.
5. Siand unserer Eingruppierung. (Koll. Wagner-Saarbrücken
b. Bericht über die Aachener Tagung.
(Kollege Balies-Heusweiler.)
7. Werbeschrift des Deutschen Sprachvereins.
8. Jamilsenfest im Oktober.
9. Verschiedenes.
Die Görresbuchhandlung (Landeszeitung) veranstaltet im Ver
sammlungslokal eine Buchausstellung. Blumann.
Verband der Beamten der Verwaltung der indirekten
Steuern im Saargebiet
Einladung.
Am Sonntag, den 4. Juli, 1926, nachmittags 3 Uhr, findet in
ßasthaus Horch, Saarbrücken 3, Mainserstraße. eine ause
ordentliche Generalversammlung statt.
Tagesordnung:
. Geschäftsbericht GBekanntgabe der Eingaben des Verbandes
2. Kassenbericht.
3. Reuaufstellung der Verbandssatzungen.
4. Beitragserhöhung. x
b. Fimuns der Ortsgruppen und Neuwahl der Ortsgruppen
eter.
ß. Verschiedenes.
Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung wird um vollzählis?
Erscheinen gebeten.
Mit kollegialem Gruß
Der Vorstand:
Schnur. Werna.
Reiataste Seisenmasse ohne jt den Sodage
haft, in dünnen. nudelartigen Bändern, die
sich in war mern Wasser augenblicklich lösen
Fettgehalt 6 bis 7 mal so groß wie bei ge
vohnlichen Seifenpulvernl Greitfen selost
cie teinsten Gewehe nicht an!
ür lie hauzwäsche unenthehrich
8 n n e ue⏑——
krgiehig. bdilliger alx alles andert
Vor dem Autlosen von Kirchners Flocken das WV'asser mi
rewöhnlicher Soda „veich“ machen; das ist viel billiger al⸗
ie Verwendung der in jedem Se fenpulver und selbettätiget
Vaschmittel as Hauptbestandteil enthaltenen Soda. 2