mirn Rücksicht auf die zum 1. Jan. 1926 in Kraft getretene Br—
soldungsneuregelung nicht in der Lage ist, zur Zeit cine Aende—
rung in der bestehenden Ortsklasseneinteilung vorzunchmen.
Der Generg!sefretär der Regierunaskommission
Morice
Veamtenbund des Saargebietes.
Iun die
Redaktion der Saarbrücker Zeitung
zu Hd. des Herrn Chefredatteurs Nagel
Saarbrückene!
Eisenbahnstr. 38
Sehr geehrte Schriftleitung!
NMit großem Befremden haben wir heute beim Lesen der Saur—
brücker Zeitung vom 1. April 1826 festgestellt, daß Sie bei Ver—
öffentlichung des Artikels „Die Wünscke der saarländischen Be—
amtensckaft“ au verschiedenen Stellen starke Kürzungen vorge—
nommen kaben. Wir bemerken dazu folgendes:
See selbst haben durch Herrn Redakteur Frankc besagten Ar—
tikel bei uns angefordert. Nach der Darstellung des Herru Franké
sollte er mit andeven Artikeln gleicher Tendenz in einer Beilagt
erscheinen und eine Spaite der Saarbrücker Zeitung nickt über
schreiten.
Obwohl wir es bisher absichtlich vermieden haben, mit unseren
Vecmtenwünscken in die Oeffentlichkkeit zu gehen, glaubten wir
nach den Ausfübhrungen des Herrn Franke diesmal doch nicht auf
die Darstellung unserer Forderungen verzichten zu können, zu—
mal es sich darum kandelte, der neu gebildeten Regierungskom—
mission und ihrem Präsidenten die Wünscke der Bevölkerung des
Saargebietes zu unterbreiten.
Bei der Darstellung unserer Wünsche kam es uns in erster
Linie darauf an, der Oeffentlichkeit einmal an Hand der wörtlich
ungeführren Zusagen der Regierungskommission und der deutschen
Reichsregierung in der Verfügung vom 16. März 1920, im Be—
amtenstatut und in den Kabinettsbeschlüssen des Reiches, von
Preußen und Bayern zu zeigen, daß die Beamtenschaft für ihre
Forderungen nicht wegzuleugnende Rechtesgrundlagen besitzt, und
daß sämtliche Beamtenwünsche berechtigt sind. Es mußte uns
umsomehr darauf ankommen, gerade diese rechtliche Seite der
Beamtenforderungen der Oeffentlichkeit gegenüber zu betonen in
einem Augenblick, wo die Regierunaskommission mit neuen
Steuerplänen aufwartet.
Wir durften erwarten, daß Sie unseren reiflich überlegten und
ovon unserem 1. Vorsitzenden selbst gezeichneten Artikel unver—
kürzt wiedergeben würden. Statt dessen haben Sie, ohne sich
deswegen mit uns in Verbindung zu setzen, den Artikel eigen—
mächtig und gerade in den für uns wichtigsten Teilen gekürzt.
Hätten Sie vorher bei uns angefragt, wie das wohl jede andere
Schriftleitung in dieser bedeutsamen Frage getan hätte, so hätten
wir Sie gebeten, den Artikel entweder genau so zu bringen, wie
sie ihn erhielten oder nicht zu veröffentlichen,.
Ihr Verhalten erscheint uns umso unverständlicher, als Sice den
Vertretern der politischen Parteien und der Saarwirtschaft einen
Raum zugebilligt haben, der weit über das hinausführt, was wir
Ihnen zugemutet hätten. Wir werden die uns anageschlossene
Beamtenschaft hiervon entsprechend verständigen.
Mit vorzüalicher Hochachtrung
—E—
der Vorstand.
Schweider, BUunn
Schriftleitung der
Saarbrücker Zeitung
Vuchdruckerei Gebr. Hofer A. G.
Saarbrücken, 1. April 1926.
Un den
Vorjtand des
Beamtenbundes des Saargebietes
Saabrücken 2, St. Johannerstr. 55.
Sehr geehrte Herren!
Es hat uns sehr leid getan, daß wir im letzten Moment den
uns freundlichst übersandten Artikel über die Wünscke der Be—
amtenschaft kürzen mußten, und es geschatz dies lediglich aus
MRücksicht gquf den Raum, der allerdings von Seiten der politiscken
und wirtschaftspolitischen Mitarbeiter erheblich übherschritten wor—
den ist. Diese Beiträge erhielten wir gestern so spät, daß wir
ie agerade noch in Zatz zeben und in die Zeitung aufnehmen
onuren. Beim Umbruch in der Nacht stellte sich dann heraus
»aß Kürzungen auf der zweiten Seite unbedingt notwendin
varen, um noch etwas Platz für die wichtigsten politisshen Mel—
dungen zu lassen. Wir mußten deshalb sowehl von dem Artike!
des Herrn Norwig als auch von dem des Herrn Schneider zu
inserem lebhaften Bedauern Teile fortlassen, die wir nachträglich
zu veröffentlichen uns vorbehaltren wollten. Gedacht war ja, die
zanzen Artikel nur als programmatische Forderungen ohne nähcre
Bbegründung, die bei den amtlichen Stellen, an welche sich das
Lronuntiamento wendet, als bekannt vorausgesetzt werden darf
Da jedoch die anderen Mitarbeiter diesen Rahmen ebenfalls über—
chritten haben, hätten wir gerne auch in ihrer Zuschrift die
tähere Begründung stehen lassen, wenn nicht die Rücksicht auf den
daum unsere Absichten umgeworfen hätte. Wir sind aber gerr
Creit, in den nächsten Tagen die Aussprüche und Zitate, die Sic
zur Erhärtung Ihrer Forderungen hinzugefügt haben, gesonder:
u veröffentlichen. Wir möchten segar behaupten, daß damit der
einteressen der Beamtenschaft nech besser gedient sein wird, de
a in sehr langen Artikeln die Einzelheiten leicht untergeben.
Wir bitten exrgebenst um Ihre Bestärigung, daß Sie mit diesen
Rodus einverstanden sind.
In vorzüglicher Hochachtung
Chefredaktion der
Saarbrücker Zeitung
Nadesl.
Deit der Bekanntgabe dieses Schriftwechsels betrachten wir du
tngelegenheit zwar als erledigt, wenn wir auch nur schwer un
»es üblen Nachgeschmacks enutledigen können, daß uns hier eint
Ztatistenrolle zugemutet werden sollte. Unmittelbar nach Eingang
norstehenden Schreibens haben wir die Redaktion der Saarbrücke
zeitung ersucht, von einer nachträglichen Veröffentlichung abzn
ehen
Mitteilung der Bundesleitung
Im Laufe dieser Woche haben wir die unmittelbare Fühlun—
nit den Mitgliedern der Regierungs-Kommission aufge
iommen. Ueber das Ergebnis der Besprechungen wird in d—e
tächsten Nummer berichtet werden,
Mitteilung der Schriftleitung
Wir sehen uns zu unserem lebhaften Bedauern nochmals ge
warngen, darauf hinzuweisen, daß alle Schreiben, die a) Ver
rieb und Bezug der Zeitschrift betreffen, der Geschäftägtell—
es Beamtenbundes, Saarbrücken 2, St. Johannerstraße 5, daf
agegen solche, die sich auf bInhalt der Zeitschrift beziehen
er Schriftleilung der Zeitschrift „Der Beamtenbund“ Saar
xücken 8, Dudweilerstraße 77, zuzuleiten sind. Wicderholt sind
»esonders bei dYedaktionsschluß, Unliebsamkeiten durch fasche Zu
eitung entstanden, die entweder den Umbruch der Zeitung ge
„emmt oder die Veröffentlichung zurückzustellen gezwungen haben
»der sie ganz zwecklos machten.
Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß anonyme Zusen
»ungen — auch wenn sie noch so schön und pikant sind — in der
Papierkorb wandern oder — falls obskure Vorgänge darin be
zandelt sind — verbrannt werden. Guer Schriftleite—
vahrtdas Redaktionsgeheimnis. Der Zweck unsere
zeitschrift ist die Vertretung der allgemeinen Beamteninteressen
licht aber darf sie zur Verbreitung von Etappenklatsch mißbrauch
verden.
GGute Mitarbeit ist immer noch sehr willkommen.
Pablmann.
Reĩnste Seifenmasse ohne je den Sodee⸗
halt, in dünnen, nudelartigen Bändern, die
sich in war mem Wasser augenblicklich lösen
Fettgehalt 6 bis 7 mal so groß wie hei ge
wöhnlichen Seifenpulvernl Rreifen selhs
dĩe feinsten Gewehæe nicht an!
kür lie Hauswägche vnenthehrich
krglebig, bger als alles andere
Vor dem Ausflösen von Kirchners Flocken das Wasser mi
gewöhnlicher Soda „veich“ meachen; das ist viel billiger al
lie Verwendung der in jedem Seifenpulver und selbe ttätiger
Vaschmittel als Hauptbestandteil enthaltenen Soda. 7