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WIRTSCHAFTSSTATISTIK
Der Krafifahrzeugbestand im Saarland am
1. Juli 1936.
Den „Mittzilungen des Statistischen Amtes des Saarjandes‘“
Nr. 10.Dez. 1936 entnehmen wir nachstehende
Ausführungen und Tabellen:
Am 1. Juli 1936 zählte das Saarland nach dem Ergebnis
der alljährlich im Reich durchgeführten Kraftfahrzeugbestandsaufnahme
insgesamt 20351 Kraftfahrzeuge ge:
genüber 17374 am 1. Juli 1933, was einer Zunahme um
17 v.H. entspricht. Der Hauptanteil an dieser Zunahme
entfällt auf die Krafträder, deren Zahl von 5100 aut
7663, mithin um 50 v.H., zugenommen hat. Die Zahl der
Personenkraftwagen ist dagegen fast unverändert geblieben
(9283 im Vorjahr bzw. 9311 im Jul 1936), wobe®
jedoch der Umtausch alter gegen neue Wagen nicht zum
Ausdruck kommt. Die Zahl der Lastkraftwagen hat sich
von 2874 auf 3057, die der Zugmaschinen von 51 auf
105 erhöht. Die Hälfte alter Kraftfahrzeuge ist im Pol!izeinräsidialbezirk
Saarbrücken, der bis Völklingen und
Neunkirchen reicht, zugelassen.
In der Kraftfahrzeugdichte steht das Saarland, soweit
das Verhältnis des Kraftfahrzeugbestandes zur Bevölkerungszahl
in Frage kommt, nach wie vor am vorletzter
Stelle unter den deutschen Ländern und preußischen Provinzen,
gefolgt von Oberschlesien, Im Reichsdurchschnitt
besitzt jeder 27, Einwohner, an der Saar erst jeder 40. Einwohner
ein Krafifahrzeug, in der benachbarten Pfalz jeder
30. Einwohner. Die hohe Bevölkerungsziffer des Saaarlandes
wirkt hierbei bestimmend mit. Ganz anders ist das
Bild, wenn man die Dichte der Kraftfahrzeuge nach der
Fläche betrachtet. Dann ergehen sich für das Saarland
zemäß seinem geringen Umfang 1063 Kraftfahrzeuge je
100 qkm Fläche, im Reichsdurchschnitt iedoch mur 52f
Kraftfahrzeuge je 100 qkm.
Der Anteil der verschiedenen Kraftfahrzeuggattungen am
Gesamtbestand ist im Reich und an der Saar micht unmerveblicn
verschieden. Von je 100 Kraftfahrzeugen sind
dersonenwagen im Reichsdurchschnitt 38, an der Saar 46.
ınd entsprechend umgekehrt Kraiträder im Reichsdurchschnitt
48, an der Saar 38. Der Verkehr mit Personen
vagen ist demgemäß im Saarland stärker entwickelt,
vas nicht zuletzt auf die Beherrschung des saarländischen
<raftfahrzeugmarktes durch Frankreich während der Zoll
abschnürung zurückzuführen sein dürfte, Das Motorrac
als Verkehrsmittel tritt demgegenüber bisher zurück.
Der Einfluß der Abtrennungszeit des Saarlandes zeigt
;jich noch immer in dem verhältnismäßig hohen Antei)
ausländischer Marken am Kraftfahrzeughestand, wenn auch
ler Anteil seit der Rückglederung sich einschneidend
zerringert hat. Von den Krafträdern sind heute 28,2 v.H.
50,0 im Vorjahre) ausländischen Ursprungs gegenüber 5,3
v.H. im Reichsdurchschnitt, von den Personenwagen 44,0
v.H. (71,2 im Vorjahre) gegenüber 12,9 v.H. im Reichs-Jurchschnitt
und von den Lastkraftwagen 53,8 v.H. (68,7
m Vorjahre) gegenüber 21,4 v. H. im Reich. Die Zukunft
Jürfte mit der allmählichen Abnützung der ausländischen
Wagen eine weitere Angleichung bringen.
Am Gesamtkraftfahrzeugbestand des Reiches ist das Saarand
mit 0,8 v.H. beteiligt gegenüber einem Bevöilkerungsanteil
von 1,2 v.H. und einem Flächenanteil von 0,4
v.H. Saarland und Pfalz zusammen weisen 53152 Krafftfahrzeuge
auf, so daß sich für den Gau Saarpfalz ein Antei'
von 21 v.H. am deutschen Kraftfahrzeug hestand! ergiht
Der Krafifahrzeugbestand im Saarland am 1. Juli 1936.
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201 | 31
350 | 48
458 | 52
244 | 47
‚2 | 58
M | 69
52 55
8 | 389
RR | 40
35 5 208 30
15 270 09.3088 1210 1a | 9248 | 27
x100l 99881 1 874 291 27 „162! 90 | 290 | 48
1) d. h. Polizeipräsidialbezirk Saarbrücken, ?) Ohne die zum Polizeipräsidialbezirk Saarbrücken gehörigen Kreis-Wa
2 Einschl. der in den Finzelziffern der Zulassungsbezirke nicht enthaltenen Kraftfahrzeuge der Reichsbahn
UN £ichsnost
3127| 6001
829 531
3631 1094
368 326
696 342
225 178
AQ2 >
55 1676
10 218
19 320
5 124
7 178
89
1
5
1
25
4
7
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ZOLL UND NANDELSPOLITIK
DEUTSCHLAND
Zolländerungen.
Eine Verordnung vom 21. Dezember 1936 (RA. Nr. 300
vom 24. 12. 1936), die am 1. Januar 1937 in Kraft
getreten ist, bringt Zolländerungen für Roggen, Weizen,
Gerste, Hafer, Mais und Dari, Dörrobst,
Bananen, Schafe, Fleisch, Müllereierzeugnisse.
Oele und Leinäl.
Außenhandel der französischen Kolonien im
1. Halbjahr 1936.
Dem „Journal Officiel“ entnehmen wir die nachstehenden
beiden Uebersichten über den Außenhandel der französischen
Kolonien im 1. Halbjahr 1936 mit den entsprechenden
Vergleichszahlen für die heiden Voriahre. Dahei ist