Full text : 42.1937 (0042)

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handlungen über die Preisgestaltung geführt werden muß-(cn.
 Aus diesen Verhandlungen haben sich schließlich
{ragbare Preise ergeben. Trotzdem müssen für die Durchführung
 der Kleinsiedhungen im Saarland noch einige
Zeit Sonderverhältnisse berücksichtigt werden, die sich
daraus ergeben, daß Kleinsiedlungen dieser Art früher
nicht errichtet wurden und somit die Erfahrungen auf
diesem Gebiet verwaltungsmäßig, bauwirtschaftlich, inder
Baudurchführung und in der Organisation der Maßnahmen
erst gesammelt werden müssen, Eine weitere Schwierigkeit
 bestand im vergangenen Jahr amd besieht auch
heute darin, daß die Messungsämter mit Arbeiten über-Jastet
 sind und die Messungsaufträge, trotz bevorzugter
Berücksichtigung der Kleinsiedlhung, nicht mit der erforderlichen
 Beschleunigung beendet werden können.
Die Grundstücksbeschaffung hat im allgemeinen Keine
Schwicrigkeiten bereitet, namentlich, da größere Grundstückstejle
 durch die Reichsforstverwaltung zur Besiedlung
bereitgestellt wurden. Allerdings erforderte dabei das Geachmigungsverfahren
 zum Grundstückskauf und zur Abholzung,
 die veriragliche und rechtliche Durchführung,
gleichfalls beträchtliche Zeit. Die ersten Maßnahmen der
Kleinsiedlumg waren zunächst noch nicht auf die Reichsbestimmungen
 des VI. Siedlungsabschnittes der Kleinsicdlumg
 abgestellt, Es bedurfte eingehender Verhandlungen
 mit den zuständigen Ministerien, bis die für das
Saarland in Frage kommenden Wohnungstypen festgelegt
waren.
Bei diesen und anderen Schwierigkeiten ist der tatsächliche
 Umfang der Betreuungstätigkeit der Gesellschaft im
ersten Jahre ihres Bestehens nicht unbeachilich.
I. Betreuungstätigkeit 1935.
Die Beireuungstätigkeit, gegliedert nach Saarland und
Pfalz und eingeteilt nach der Art der Bau- umd Siedlungsförderung,
 ist in der nachfolgenden Aufstellung dargestellt.
 Diese zeigt, daß das Hauptaufgabengebiet im
Berichtsjahr im Saarland lag, während eine Förderung von
Wohnungsbau- und Siedlungsmaßnahmen in der Pfalz
erst in beschränktem Umfange möglich gewesen ist. Im
Jahre 1935 war in der Pfalz vorwiegend die „Gehag“
als Siediungsträger tätig, daneben die Siedlungsgesellschaft
 der I. G. ‚Farbenindustrie. Die Mitwirkung der
Saar (Kur)pfälzischen Heimstätte erstreckte sich vor allem
aut die Errichtung von 89 Kleinhäusern, die mit den
staatlichen Baudarlehen des Landes Bayern (Siebert-Mittel)
 errichtet wurden ‚und die wesensmäßig und tatsächlich
 den Kleinsiedlerstellen mit Reichsmitieln entsprechen.
Art des Programmes Saarland DA Zusammen
Kleinsiedlung mif Reichsmitteln 447 457
Kleinsiedlung mit DAF.-Mitteln 13? “8
Kleinhäuser mit Landzugabe 83 77
Kleineigenheime (Häuser 22) us >
Wohneigenheime (Häuser 209) 305
Volkswohnungen 248 Z z0
Zusammen: 1251 101 1352
Il. Fertigstellung und Ueberhang.
Die hier aufgeführten Wohnungsbauten sind mit Äusnahme
 «er Volkswohnungen und einiger Kleinsiedlerstellen
 im Jahre 1935 begornen worden. Sie konnten
jedoch bis zum Jahresschluß nicht vollständig fertiggestellt
 werden, so daß in das Jahr 1936 eim verhältnismäßig
 großer Ueserhang übernommen werden mußte, wie
sich aus der nachfolgenden Aufstellung ergibt:
Gesamt» 1935 Überhang
zahl fertiggestellt nach 1936
Kleinsiedlung mit Reichsmitieln 457 — 457
Kleinsiedlung mit DAF.-Mitteln 2% 30 108
Kleinhäuser mit Landzugabe 177 3 174
Eigenheime 220 45 285
Volkswohnurngen 250 - 250
Zusammen: 1352 78 1274
IH. Art der Betreuung.
Bei der Betreuungsarbeit der Heimstätten spielt regelmäßig
 die Frage eine besondere Rolle, in welchem .Umtange
 die Betreuung ausgeübt wurde, ob es sich um eine
sogenannte volle Betreuung, oder um eine finanzielle oder
nur technische Betreuung gehandelt hat. Die volle Betreuung
 umfaßt sowohl die Planung als auch die Typenbestimmung,
 die Vergabe, in manchen Fällen. auch die
Bauleitung neben der vollständigen Finanzierung. In der
finanziellen Betreuung wird ein Teil der bauwirtschaftlichen
 Arbeit von anderer Seite, meist Privatarchitekten,
1ncedeiltht Rei den Resanderheiten des Siedhimae- ne!

Wohnungsbaupfogramms und den Siedlerverhältnissen des
3aarlandes war es notwendig, zunächst besondere Wohjungstypen
 herauszubilden, und es ist verständlich, daß
zur im verhältnismäßig wenigen Fällen fremde Planungen
zugrunde gelegt werden ‘konnten. Besonders bemerkensvert
 ist hierbei für die Saar(Kur)pfälizische Heimstätte
lie Zusammenarbeit mit dem Gauheimstättenamt, das sich
n seiner Planprüfungssielle an der Ausbildung von Typenlänen
 und an der Aufstellung von Bebauungsplänen
naßgeblich beteiligte. Es wird angestrebt, die private
Architektenschaft auch im Siedlungswerk in der Baulei
tung einzuschalten, in erster Linie im Eigenheimbau.
Für das Jahr 1035 ergibt die nachfolgende Aufsto!
ung weilere Einzelheite:

ze finanzielle Zusammer
A . , SEES UNS Betreuung
<Jeinsiedlung mit Reichsmitteln. 198 259 457
<leinsiedlung mit DAF.-Mititeln 88 50 138
<Jeinhäuser mit Landzugabe So 88 177
SZigenheime (Wohnungen) TO 260 330
Volkswohnungen 250 — 250
Zusammen: 695 657 1352
IV. Trägerschaft und Bauherrschaft.
‚Schon einlzitend wurde auf die Schwierigkeiten und
die Sonderverhältnisse ‚hinsichtlich der Trägerschaft hin
gewiesen. Die Verteilung der betreuten Wohnungsbattund
 Siedlungsmaßnahmen auf die einzelnen Gruppen vor
Trägern ergibt sich aus der nachforgenden Aufstellung,
deren Tochters andere ges Gemein:
Saar(Kur) ges.: Siedlungs: meinnützige den, Einzel
Art der Betreuung pfälzische verband Saars Wohnungs: Gemein: baus
Heimstätte land-Pfalz unters devers herrn
GmbH. nehmen bände

Kleinsiedlung
nit Reichsmitteln
<leinsiedlung
nit DAF.-Mitteh. 50
<leinhäuser 105. 72
Eigemheime — —
Volkswohnungen — 228 22
Zusammen: 286 333 313 9) 330
V. Landzugabe.
Die nachfolgende Aufstellung gibt eine Uebersicht über
lie Größe .der Siedlungsgrundstücke bei den einzelnen
Sicdlungsmaßnahmen. Daraus ist ersichtlich, daß nicht
aur bei der eigentlichen Kleinsiedlung die Grundstücke
zwischen 800—1500 qm groß sind, daß vielmehr auch
’m Eigenheimbau auf die Zugabe größerer Grundstücke
hingewirkt wurde, ebenso bei den Kleinhäusern, namentlich
 den im der Pfalz geförderten, während nur zu den
Volkswohnungen kleinere Grundstücke zugeteilt wurden
-—600 600—800 800—1000 1000—1500 ‚über 15"
Kleinsiedlung am am am A am
nit Reichsmitteln 109 NO 155 —
<leinsiedlung
nit DAF.-Mitteln 71 31
Kleinhäuser 6 —
<leineigenheime 3 9
Wohneigenheime
Häuser 209) 109 23 24
Volkswohnungen 250 — — —
Zusammen: 458 143 330 258 nd
VI. Wohnungsgröße.
Von gleichem Interesse wird die folgende Aufstellung
über die Größe der in den einzelnen Maßnahmen geförderten
 Wohnungen, berechnet nach der qm-Wohniläche
sein. Es ergibt sich daraus, daß die Wohnfläche im den
Kleinsiedlungen durchschnittlich zwischen 40—60 qm liegt
laß die Wohneigenheime die größte Wohnfläche haben
ınd daß es gelungen ist, trotz der engbegrenzten Mittel
yei den Volkswohnungen noch hauptsächlich auf 50—
Juadratmeter Wohnfläche zu kommen.
Wohnfläche: —35 —40 — 45 —50 —60 —75 über
qm am am am am am nr
<leinsiedlung
<Jeinsiedlhung
nit Reichsmitteln 48 110 91 98 101 9
nit DAF.-Mitteln 1 53 33 19 13 18
Kleinhäuser
nit Landzugabe 8 81 10 43 19 16
<leineigerheime — — 6 1 9 2 4
Vohneigenheime 7 53 11 38 78 87 82
/olkswohnungen 12 — 12 110 86 30 -
Fun @n ne m pa 76 77)7940 162 7 anG anf RS
            
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