Full text : 42.1937 (0042)

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Amtli. Organ der Industrie- u. Handelskammer zu Saarbrücken
Mitteilungsblatt der Bezirksgruppe Saarpfalz der Reichsgruppe Industrie; der Süddeutschen Eisen: u. Stahl-Berufsgenossen:
schaft Sektion 5, Saarbrücken; des Verbandes zur Wahrung der Interessen der Betriebskrankenkassen im Saargebiet; des
Reichsverbandes des Deutschen Baugewerbes, Landesfachverband Saarland ; des Getreidegroßmarktes zu Saarbrücken.
Geleitet von Gerichts-Assessor a. D. Albert Lütke, Syndikus der Industrie und Handelskammer zu Saarbrücken und Geschäftsführer der Bezirksgruppe
Saarland-Pfalz der Reichsgruppe Industrie. Schriftleitung: Trude Müller.
Bezirksausgleichstelle für öffentliche Aufträge bei der Wirtschaftskammer für den Wirtschaftsbezirk Saarpfalz, Berliner Stelle, Berlin W’8. Leipziger Straße 123a.
Fernsprecher A2 Flora 5881.
Außankandalectalle für Baden, Pfalz und Saarland, Mannheim LT 2. Fernsprecher 35731.

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Einzelstückes 50 Rpf. — Anzeigenpreis nach Preisliste Nr. 4 — Zallungen auf das Postscheckkonto Saarbrücken 36, Buchgewerbehaus Aktiengesellschaft, Saarbrücken
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N
Nr. 2
ZN
INHALT:
Die Betreuungstätigkeit der 'Saarpfälzischen Heimstätte im Jahre 1935 (17) — Saargruben AG. — Handlungsgehilfenprüfung
 — Generalversammlung der Saarpfälzischen Heimstätte -— Errichtungs- bzw. Herstellungsbeschränkungen
 (20) — Merkblatt 6a der Ueberwachungsstelle für unedie Metalle — Verwendungsbeschränkung für nichtrostende
 Stähle — Werkstoffe für Laufsohle (21) — Metallpreise — Deutsch-französischer Verrechnungsverkch: —
Exportvyalutaerklärung — Devisenerlasse (22) — Gebührenordnung für den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen —
Wagenstellung für Saarkohle — Postpaketabkommen mit Großbritannien — Wertdienst nach Italien und Durchgangsländern
 — Ursprungszeugnisse zu Postsendungen nach Chile (23) -— Abwertungsgewinne (Richtliniem) (24) —
Umbenennung des Wirtschaftsgebietes des Treuhänders der Arbeit Saarland-Pfalz in Saarpfalz (25) — Höchstpreise
für Papierspäne und Altpapier — Neuregelung der Einfuhrumsatzsteuer der statistischen usw. Gebühr verschiedener
Verbrauchsabgaben in Frankreich. (26) — Die französischen Einfuhrkontingente für das 1. Vierteljahr 1937 (27) —
Getreideoroßmarkt — Ausschreibungen (535) — Konkursverfahren - Schuldnerverzeichnisse (36)

=

Die Betreuungstätigkeit der Saarpfälzischen
HeimstätHe im Jahre 1935.

Der von der Saarpfälzischen Heimstätte G. m. b. H.
für das Berichtsjahr 1933 soeben vorgelegte Gesellschaftsbericht
 enthält über den Rahmen des eigentlichen Geschäfisberichtes
 hinaus wertvolle Angaben über die Aufgaben
 der Heimstätten, insbesondere der Saarpfälzischen
Heimstätte G. m. b. H. auf dem Gebiete des Wohnungsund
 Sicdlungswesens, sowie über den Umfang der von
der Gesellschaft Im Berichtsjahr entwickelten Betreuungstätigkeit.
 Während der erste, allgemeine Teil dieser
Ausführungen den Lesern dieser Zeitschrift, insbesondere
den saarländischen Teilhabern dieser Gesellschaft durch
Frühere Veröffentlichungen in dieser Zeitschrift (vgl. SWZ.
1936 Nr, 17 vom 23, 4; S. 349 ff.) vertraut seim dürfte,
verdient der zweite Teil mit seinen wertvollen statistischen
Angaben ganz besondere Beachtung. Zur Ergänzung dieses
Teiles weisen wir auf frühere Veröffentiichungen in dieser
Zeitschrift hin und zwar auf „Die Saar-Wohnungsbauaktion
in den Jahren 19253—1931‘“ (SWZ., 1936, Nr. 19 vom 8. 53,,
S. 395 16), worin die vor der Tätigkeit der Saarpfälzischen
Heimstätle liegende Betreuungstätigkeit der Rheinischen
Hoimstätte im Saarland behandek wurde, sowie auf die
Veröffentlichung „Der Arbeiterwohnstättenbau im Jahre
1935 unter der besonderen Berücksichtigung der industriellen
 Mitarbeit im Gau Saarpfalz“ SWZ. 1936, Nr. 46 vom
13. 11., S. 977 ff). Es sel hier darauf hingewiesen,
daß cin Vergleich der im folgenden dem Bericht der
Saarypfälzischen Heimstälte entnommenen Ziffern mit den
u: der genannten Veröffentlichung der SWZ. enthaltenen
Zahlen nicht ohne weiteres möglich ist, da diese letzteren
alle von der Industrie irgendwie geförderten Bauvorhaben
umfaßten ‚olme Rücksicht darauf, ob und von welcher genreinnülzigen
 Gesellschaft das Vorhaben betreut wurde.
Im ganzen gesehen gibt jetzt atıch «der Bericht der
Saarplälzischen Heimstätte ein eindrucksvolles Bild vom
Umfang «der Betreuungs- und Siedlungsarbeit im Gau Saarpfalz
 und vom der erfolgreichen Inangriffnahme des
nationalsozialistischen Sicdiungswerkes, dessen Fortschritte
umso höher bewertet werden müssen, als das Jahr 1935
erst die Anlatufperiode der jungen Saarpfälzischen Heinstätte
 sowie des Siedlungswerkes in dem erst 1933 zum
Reich 7zurückeekehrten Saarlandce darstellte

Der Bericht der Saarpfälzischen Heimstätte G. m.
b. H. macht über die Betreuungstätigkeit im Jahre
1935 folgende, nachstehend auszugsweise w’edergegebene
 Einzelangaben.
Mit dem Beginn der Betreuungs- und Siedhingsarbeit
nı Saarland ist die Gesellschaft auf eine Reihe von
außerordenilichen Schwierigkeiten gestoßen, deren Beseiigung
 zunächst nicht sofort und vollständig von der GescHschaft
 erreicht werden konnte, Jede Siedlungsmaßnahine
scdarf nach allgemeinen Erfahrungen zu ihrem vollstänligen
 und sicheren Gelingen eirer nicht unbeträchtllichen
Vorbereitung, die crfahrungsgemäß lJängere Zeit, steis
uchrere Monate, in Anspruch nimmt, Diese Vorbereitung
st keineswegs mit der Fertigstellung der Plammg und
;twa der Siedierauswahl abgeschlossen, sie hat sich auf die
zesamte Regelung aller Rechtsfragen, namentlich auf «lie
Vermessung der Grundstücke, die Eigentunsübertragung
Jcr Grundstücke zu erstrecken, die vor Beginn jeder Wolrumgsbau-
 und Kleinsiedlungsmaßnahme gcordnet sein
nüssen, Mit der Eingliederung der Sicdlungs- und Wohumpsbaufinanzierung
 im Saarlande in die allgemeinen
dichtlinten und Bestimmungen über die Reichsdarkchen
sowie über die Reichsbürgschaften war es für eine
Urägergesellschalt notwendig, vor Siedlungsdurchführung
ılle rechtlichen wu verwaitungsmäßizen Vorausseizungen
zu schaffen, Dieser Grundsatz konnte bei der noiwendigen
zsolortigen Inangriffnahme des Saarsicdlungswerkes nicht
ar alten. Arbeiten eingehalten werden, Die sich daraus
örgebenden materiellen Schwierigkeiten sind inzwischen
zrößtenteils beseitigt.
Es hat sich aber daraus die Erfahrung bestätigt, daß
38 uotwendiy ist, eine Siedlung sorgfältig und eingehend
‚orzubereiten, und sie nicht überstürzt und ohne die notvCndigen
 verwaltungsmäßigen und finanziellen Orumdagen
 zu beginnen. Eine sorgfältig vorbereitete Siedlung
sann auch in der baulichen Durchführung wesentlich beschlaunigt
 werden, Im Saarland kam hinzu, daß die Umstellung
 aus der Frankenwährung in die Markwährumg
-imächst «in nicht absolut siclteres Preisverhältnis schaffte,
vodurch bei der Notwendigkeit, in der Kleinsiedlung mit
Yliecn Ranicasten anszuikeam men ertet Ianowieriene Var
            
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