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nationalsozialistischen Weltanschauung in Charakter und
Gesinnung, auf denen die jungen Gehilfen und Facharbeiter
weiterbauen müssen. Mit dem Sieg Heil auf den
Zührer und den Liedern Deutschlands und der Bewe-Saar-Wirtschaftszeitung
Nr. 1
zung schloß die eindrucksvolle Feier. Änschließend wur
den den jungen Kaufmannsgehilfen und Facharbeiten
zruppenweise in den Räumen der Wartburg ihre Ge
hilfenzeugnisse und Facharbeiterbriefe ausgehändigt.
Steuerterminkalender für den Monat April 1937.)
April 1937: 1. Ueberweisung der. im vergangenen
Monat einbehaltenen Lohnsteuer für Märzichnzahlungen
an die Kasse des Finanzamts
der Betriebsstätte, soweit die Steuer nicht schon am
20. März 1937 abgeführt ist.
2. Ueberweisung der in den Betrieben mit nicht
mehr als 5 Arbeitnehmern (Kleinbetrieben) im verzangenen
Vierteljahr einbehaltenen und
ı1och nicht abgeführten Lohnsteuer.
3. Desgleichen Ueberweisung der einbehaltennen
<irchensteur (10% des Lohnsteuerbetrags für
evangelische und 11% für katholische Steuerpflichge,
bei Ledigem nach einem Abschlag von 20 % von
der Lohnsteuer) an die Kasse des Finanzamts der
Betriebsstätte.
4. Desgleichen Ueberweisung der einbehaltenen
Zürgersteuer an die Gemeindekasse der anfor-Jernden
Gemeinde einschl. der auswärtigen! Gemeinden.
3. Lohnsteueranmeldung der im vergangeuen
Monat einbehaltenen Lohnsteuerbeträge einschl. der
Xirchensteuer bei der Kasse des Finanzamts
der Betriebsstätte unter Benutzung des amtlichen Vordrucks,
der bei den Finanzämtern erhältlich ist.
6. Desgleichen Anmeldung für Kleinbetriebe mit
nicht mehr als 5 Arbeitnehmern über die im vergangenen
Vierteljahr einbehaltenen Lohnsteuer eimschließlich
der Kirchensteuer.
April 1937: Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung
bei gleichzeitiger Vorauszahlung
*) Abdruck oder Inhaltsangabe nur mit ausdrücklicher Quellenangabe ge=;tattet.
).
der fällig gewordenen Steuerschuld für Unternehmun
gen, deren steuerpilichtiger Umsatz im letzten voran
gegangenen Kalenderjahr 20000 RM. überschritten ha
(Monatszahler) für März 1937, für alle übrigen Steuer
pflichtigen für das 1. Vierteljahr 1937.
April 1937: 1. Ueberweisung der in der Zeit vom
!.—15, April 1937 einbehaltenen Lohnsteuer füı
Aprillohnzahlungen an die Kasse des Finanz:
amts der Betriebsstätte (nach $ 41 LStDVO. keir
UVeberweisungszwang, wenn die Lohnsteuer für sämt.
liche Arbeitnehmer der Betriebsstätte insgesamt nich‘
mehr als 200 RM. beträgt). Für Vorschuß- oder
Abschlagszahlungen innnerhalb eines Lohnzahlungszeit
zaums ist die Lohnsteuer gemäß 8 30 LStDVO. ge.
zau zu ermitteln, falls nicht mit dem Fimanzamt eine
Jesondere Vereinbarung getroffen ist.
2. Desgleichenm Ueberweisung der einbehaltene:
Kirchensteuer an die Kasse des Finannzamt
der Betriebsstätte,
3. Desgleicheen Uebrweisung der bei den Lohn
steuerzahlungen einbehaltenen Bürgersteue
an die Gemeindekasse der anfordernden Gemeinde
im der die Lohn zahlende Betriebsstätte liegt, wenı
die abzulührende Summe 200 RM. oder mehr beträgt.
Soweit die Bürgersteuer vom anderen Gemeinden
gefordert ist, besteht diese Verpflichtung
nicht.
Privatschriftliche Urkunden, soweit es sich um Werte
über 150 RM. handelt,‘ sind ‘binnen 2 Wochen nach
Srrichtung dem Finanzamt oder einem Steuermarkenver
walter zur Verstempelung‘ vorzulegen.
Eisenversorgung und Eisenausfuhr.
Unter dieser Ueberschriftt veröffentlicht der Leiter der
Geschäftsgruppe Rohstoaffverteilung in der Organisationn
für die Durchführung des Vierjahresplanes, Ministerpräsident
Köhler, im der „Deutschen Wirtschaftszeitung*‘
(Nr. 11 vom 18. 3. 1937 S. 342{f.) einen Aufsatz, der
das größte Interesse. speziell der saarländischen Wirtschati
eanspruchen darf, Darin heißt es u. a.:
Der starke Aufschwung der wirtschaftlichen Tätigkeit
seit dem Tiefstandı des Jahres 1932, der innerhalb Europas
zuerst und am. stärksten in Deutschland eimsetzte, hätte
unter dem Einfluß großer staatlicher oder staatlich begünstigter
Investitionen, für die große Mengem Eisen und
Stahl benötigt worden. wären, zu einem besonderen Aufschwung
der Eisen- und Stahlindustrie geführt. Letztere
sei gleichsam über Nacht in einem Lande nach dem anderen
is an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit
ausgenutzt worden, ohne den moch immer steigen-Jen
Bedarf befriedigen zu könnnen. Bei den in Deutschland
wie überall im der Welt bestehenden Schwierigleeiten
der Rohstoffversorgung — dem entscheidenden Hemmnis
für eine erhebliche, weitere Steigerung der Eisenproduktion
—, könne eine Regierung, die sich für das Schicksal von
Volk und Wirtschaft verantwortlich fühlt, die Entwicklung
bei einem so wichtigen Wirtschaftszweig nicht sich selbst
überlassen, Es könne nicht gleichgültig sein, ob und wann
ein Auftrag auf Lieferung von Roheisen und Rohstahl zur
Ausführung komme. Vom der höheren Warte des Volkszanzen
und der Gesamtwirtschaft aus hätten
he einzelmen Gruppen des Eisen- und Stahlverbrauchs
eine ganz verschiedene Bedeu-‚ung
und es sei Sache des Staates, ihnen die dieser Bedeutung
entsprechende Behandlung zu sichern.
Gegenüber der Sicherung von Volk und Wirtschaft
zegen jede äußere Störung müßten alle anderen Gruppen
des inländischen Bedarfs zurücktreten. Man werde
noch manchem öffentlichen Vorhaben, insbesondere auf
dem Gebiete des Verkehrswesens, eine Vordringlichkeit
yegeniher dem iühriven Bedarf 7zuerkenmnen. werde aber
;elbst hier nicht immer behaupten können, daß eint
angsamere Durchführung beispielsweise der Modernisie
ungsarbeiten von Reichspost und Reichsbahn lebenswich:
ige Interessen des deutschen Volkes beeinträchtigen würde
m übrigen müßten sich die deutschen Eisenverbrauchel
°ben nach der Decke strecken und es könne hierin nu
lie Aufgabe sein, das Aufkommen von Arbeitslosigkeil
an irgendeiner Stelle der eisenverarbeitenden Wirtschaft zu
verhindern, wenn nicht gleichzeitig die Verwendung der
ladurch frei werdenden Arbeitskräfte an anderer Stelle
sichergestellt werden könne.
Dabei bedürfe ein großes Gebiet der Eisenwirtschaft
inter allen Umständen einer Vorzugsbehandlung: Die
äusfuhr von Eisen und Eisenwaren. Die Re
zierung habe ‚durch die Tat die törichten Behauptungen
‚on der grundsätzlichen Außenhandelsfeindlichkeit des
Vationalsozialismus widerlegt und es müsse alles getan
verden, um die auf diesem Gebiet bisher erzielten Er-'olge
weiter‘ auszubauen. Die deutsche Eisenindusitrie,
ıber auch alle Industrien, deren Erzeugnisse in größerem
Jmfange Eisen enthalten, hätten gegenwärtig die
>7esten Aussichten, ihren Auslandsabsatz
zu steigern, da ihre ausländische Konkurrenz vielfach
zar nicht mehr in der Lage wäre, zu exportieren. Unier
Zerücksichtigung der Vordringlichkeit der deutschen AÄusuhr
im Rahmen der Gesamtinteressen der Nation eröffne
sich hier ein weites Feld für die Erweiterung
les Auslandsabsatzes. Dabei sei hier — ebensc
wie auf anderen Gebieten — das Schwergewicht der Ex
portbemühungen mehr und mehr auf das ein Höchstmaf
an Arbeit umschließende Enderzeugnis zu verlegen
In jedem Falle müßte bei aller Angespanntheit der inlän
dischen Versorgungslage der Ausfuhr von Eise!
ınd Eisenwaren die größte Aufmerksam
seit zugewendet werden, zumal Vorsorge ge
:roffen sei, daß die Versorgung mit Eisen den eisenver
arbeitenden Industrien keinen Grund für die Verzögerun«
‚on Exnortaufträgen ovehe