Full text : 42.1937 (0042)

Betriebsführer zurücküberweist, Bei dieser Regelung
ist auch das obige Verfahren (Ziffer 4) der Normal-(ilgung
 und der zusätzlichen Tilgung darüber hinaus
nicht anwendbar oder mindestens sehr erschwert. Es
wird deshalb empfohlen, diesen Weg nicht zw hbeschreiten,
 sondern:
5) der Betriebsführer zieht mit der Lohnzahlung ıummittelbar
 für sich die monatliche ÄAbzahlung (evtl. zusammen
 mit dem Zins) ab und behält diese ein, ohne
daß es eines Hin- und Herüberweisens bedarf. Verwaltungsmehrarbeit
 entsteht dadurch nicht, da auch in
ersterem Falle ebensoviel Einzelbuchingen, Nachweise
usw. notwendig sind,
In diesem Falle erstreckt sich der Einzug der monatlichen
 Raten nur auf das Betriebsführerdarlehen. Die Saarpfälzische
 Heimstätte als Siedlungsträger würde es auch
begrüßen, wenn die Betriebsführer mit der Lohnzahlung
auch den Einzug der gesamten ‚Pacht aus den Siedierstellen
 übernehmen würden, Darüber sind im Einzelfalle
Sondervereinbarungen ahzuschließen.

6. Verfahren der Bewilligung und Auszahlung
der Betriebsführerdarlehen.
Bei Beginn des Siedhumgsweikes ist von den Betriebsführern
 schon bei der Siediermeldung eine Betriebsführerbescheinigung
 ve:langt worden, mit welcher eine Erklärung
 über die Hergabe von Beiriebsführerdarlehen verbunden
 war. Diese Regelung ist inzwischen auf unsere
Veranlassung abgeändert worden, da die Hergabe der Betriebsführerdarlehen
 mit der Siedierauswahl in keinerlei
innerem Zusammenhang steht. Neuerdings hat der Betriebsführer
 auf dem Siedierfragebogen, auf Grund dessen
die Siedlerauswahl durch das Gauheimstättenamt vorgenommen
 wird. maur noch eine Bescheinigung üher das

Einkommen abzugeben. Die Beantragung und Verein-Jarung
 über Betriebsführendartehen ist ausschließlich eine
Aufgabe des Siedlungsträgers, also der Saarpfälzischen
Heimstätte, die erst in Ängriff genommen werden kann,
wenn die Siedlerauswahl stattgefunden hat und sichergestellt
ist, daß eine Siedlungsmaßnahme auch praktisch durch
zeführt werden kann.
Der Siedlungsträger, die Saarpfälzische Heimstätte, beurtragt
 künftig vor Siedlungsbeginn, nachdem ihm die
Sicdleranwärter gemeldet sind, die Betriebsführerdarlehen,
soweit diese erforderlich sind. Dazu werden künftig dem
Werk für jeden Siedlungsanwärter zwei Vordrucke eines
Bewilligungsbescheides übersandt, wovom ein Exemplar
seim Werk verbleibt, das zweite mit der Darlehenszusage
ın die Saarpfälzische Heimstätte zurückgeht. Damit ist
Jann die Darichensbewilligung entschieden, Das Werk
aat alsdann mit dem Siedier die Schuldvereinbarumg abzuschließen,
 Zins, Tilgung (einschließlich der zusätzlichen
Tilgungsleistung) zu vereinbaren. Wir bitten darum, daß
1ach Abschluß dieser Schuldvereimbarung der Darlehensdetrag
 an uns überwiesen wird, um die Inanspruchnahme
‚on teueren Zwischenkrediten zw ersparen. Die Bestellung
1er Hypotheken zu Gunsten des Werkes wird vom uns
3päter vorgenommen, sobald dies ‚nach abgeschlossener
Srundstücksvernressung und bei Eintragung der übrigen
„orgehenden Hypotheken möglich ist, Den Beginn der
ÄAbzahlung und evtl. Verzinsung der Darlehen kann das
Werk in der Schuldvereinbarung selbständig mit dem
Siedier vereinbaren. Scheidet ein Siedler während der
Siedlumgsdurchführung aus, so wird dies sofort dem Werk
als Darlehensgeber mitgeteilt, der Darlehensbetrag wird
entweder zurückbezahlt, oder auf einen anderen Werks.
angehörigen, der als‘ Siedler ‚eingesetzt wird, nach Beyiligung
 des Werkes übertragen.

Der deutsche Berabau im Monat November 1936.

Dem Bericht der Wirtschaftsgruppe Bergbau über die
Lage des deutschen Bergbaus im Monat November 1936
entnehmen wir für den Steinkohlenbergbau nachstehende
ziffernmäßigen und textlichen Ausfihrungen:

. | Okt, | Nov. "Jan. Nov] Nov. [Jan.-Nov.
Bezirk 1936 * 1986 | 1986 1985 1935
% ; + + t

Steinkohlenförderung
Ruhrbezirk {19890 242J9 427 93396 913 38613 924 4983]88 763 107
Aachen 677 443| 626 434| 7004 115[ 633 831| 6 865 987
Saar u. Pfalz |1 103 82911 008 889[10 600 969} 944119] —
Kokserzeugung
Ruhrbezirk [|2 425 950]2 379 £ 31% ı 886 75 a 025 650127 796 788
Aachen 105 811| 101498] | 1475101 106 923| 1 068 563
Saaru. Pfalz‘, | 240 1833[ 224770] 2 258 45%- 210 872
Arbeitstäglich S: A
Ruhrbezirk 366 305] 392 831 * 28
Aachen 25090] 26101 BA
Saar u. Pfalzl 40880| 42086 37767
Kalendertäglich Kuk.
Ruhrbezirk 78256] 79308 | 67 522
Aachen 3413 3.383 3 564
Saaru. Pfalz?) 7746 7498 ‚702,
Belegschaft der Grubenanlagen
Ruhrbezirk 247692] 253 689 237 061
Aachen 24272] 242138 24 340
Saar u. Pfalz! 43996] 43980 44 458
Die deutsche Steinkohlenförderung setzte ihre Aufwärtsbewegung
 fort. Zwar war die Monatsmenge wegen der
geringeren Zahl .der Arbeitstage (24 gegen 27) etwas
niedriger als im Oktober, arbeitstäglich war die Gewinnung
dagegen um 6,9% höher als im Vormonat und 8 0%
1) Vergleichszahlen können nicht angegeben werden, da
die statistischen Angaben der französischen Verwaltung
für die beiden ersten Monate 1935 nach anderen Grundsätzen
 berechnet wurden.
2) Finschließlich der Hüttenkokereien

höher als im November des Vorjahres. Die Gefolgschaft
wurde, namentlich im Ruhrbezirk, wesentlich vermehrt.
bei gleichzeitiger Abnahme der Haldembestände, Feierschichten
 brauchten nirgendwo eingelegt zu werden.
Ruhrbezirk : Nach vorläufiger Feststellung verblieben
im Berichtsmonat bei 24 Arbeitstagen auf 1 Mann der
Gesamtbelegschaft 24,00 Arbeitsschichten (ohne Ueber-,
Neben- und Sonntagsschichten) gegen 26,95 bei 27 Arbeitstagen
 im Oktober. Der sich gegenüber den Arbeitstagen
 ergebende Unterschied entspricht dem im Durchschnitt
 des Bezirks auf eimen Arbeiter entfallenden Feier
schichten wegen Absatzmangels.
Aachen: Im November 1936 war die Beschäftigung
des Aachener Steinkohlenbezirks gut, es wurde voll gearbeitet,
 so daß Feierschichten nicht eingelegt zu werden
brauchten. Die Beschäftigung entsprach den vom Rheinisch-Westfälischen
 Kohlen-Syndikat festgelegten Beschäf-“giungsanspruch
 und lag durchschnittlich nicht über der
üblichen der Jahreszeit hzw. in gleicher Höhe wie in den
Vorjahren,
Die gesamte Produktion im Industrie- und Hausbrandkohlen
 wurde ohne Schwierigkeiten abgesetzt. In einzelmen
 für den Hausbrand in Frage kommenden Sorten gestattete
 die Nachfrage, von der Halde zu verladen.
Saarbezirk: Auch im November hat die Besserung
les Absatzes angehalten. Sämtliche Gruben arbeiteten
ahne Feierschichten. Die Haldenbestände an Kohlen gingen
zurück. Bei den Koksbeständen trat keine wesentliche
Aenderung ein. Die Kokerei Heinitz war infolge fehlenden
<oksabsatzes weiter schlecht beschäftigt.
Die Förderung entwickelt sich planmäßig. Die bereits
seit einer Reihe von Monaten beobachtete regelmäßige
Fördersteigerung hat infolge Inhetriebnahme weiterer Netwaularen
 anyechalten.

Prospektbeilagen
in der SWZ. haben guten Erfolg
            
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