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Das ganze Jahr 1936 brachte fast gleichmäßig bei allen
Geldinstituten‘ des Saarlandes weitere Rückgänge, insbesondere
der Spareinlagen und der Kündigungsgelder. Die
ıbgehobenen Spareinlagen dürften in der Hauptsache für
den Wohnungsbau Verwendung gefunden haben. .
Im allgemeinen ist eine starke Belebung der Wirtschaft
unverkennbar. Das Ansteigen der Geschäftsumsäize unzeres
Instituts ist hierfür ein Spiegelbild.
Am 6. September 1936 waren es 40 Jahre, daß unsere
Genossenschaft in Gersweiler bei Saarbrücken als „Gersweiler
Spar- und Darlehnskasse e. G. m. u. H.“ durch
38 Bürger von Gersweiler, Ottenhausen, Klarenihal und
<rughütte gegründet wurde.‘
Unter Würdigung der rührigen und geschickten Geschäftsführung
des ersten Geschäftsführers und ersten
Vorstandsmitgliedes der Genossenschaft, Herrn _Bankdirektor
Schoengen, der sich nach seinem freiwilligen
Ausscheiden aus der Genossenschaft nach Bonn zuUrückgezogen
hat, folgt ein kurzer geschichtlicher Rückblick
über die Entwicklung der Bank, durch deren Pflege
des Darlehnsgeschäftes Tausenden von kleinen Leuten
die Erstellung eines Eigenheimes ermöglicht worden ist.
Im Berichtsjahr ging die Bilanzsumme wie im
Vorjahre wiederum zurück, und zwar auf 118095 678,11
Reichsmark. Der Vorstand der Bank glaubt, daß der
Reinigungsprozeß, der Sich in dieser Bewegung ausdrückt,
bald beendet sein wird und hofft unter Berücksichtigung
der besseren Wirtschafislage in 1937 auf eine
günstige Wendung. Die Umsätze beirugen im Geschäftsjahr:
295 058 743,39 RM. Ein Vergleich mit dem
Vorjahr ist nicht gut möglich, da im Jahre 1935 noch
teilweise Konten in mehreren Währungen geführt wurden
ınd außerdem bei der Währungsumstellung erhebliche
ınproduktive Umsätze getätigt werden mußten. Trotzdem
konnte errechnet werden, daß die reinen Geschäftsumsätze
im Berichtsjahr diejenigen des Jahres 1935 übersteigen.
Einen Rückgang der Konten, der ganz auf die
Auflösung eines ansehnlichen Teiles der Aufwertungs:
konten zurückzuführen ist, steht eine erfreuliche Steigerung
der Mitgliederzahl von 1402 auf 1543 gegenüber.
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Miiglieder
betrugen Ende 1936 786569,75 RM. gegen
766 322,25 RM. Ende 1935 und sind mithin um 20 247,50
Reichsmark gestiegen. Die Gesamtgarantiemittel an eigenem
Kapital und Haftsumme beirugen 3243800 RM., die
7remdenmittel 10244 925,27 RM. Gegenüber dem Vor-'’ahr
haben sich die Gesamtgarantiemittel er-1öht,
während die fremden Mittel einen Rückgang aufweisen.
Die Spareinlagen betrugen Ende 1936 einschließlich
Aufwertungsspareinlagen 7933 185,81 RM. und
sind um 496 340,00 RM. zurückgegangen. Sie verteilen
sich auf 8809 Konten mit einem Durchschnitt von 880 RM.
auf ein Sparbuch. In der Erhöhung der Kontenzahl im
Konto-Korrent-Geschäfft, die auf einer Umsatzsteigerung
beruhte, ist eine allgemein günstige Entwicklung
im Gewerbe und Handwerk zu erblicken. Äuf 3611
Konto-Korrent-Konten wurden 78 205 335,34 RM. Umsätze
zetätigt. An Krediten wurden 673 ausgegeben, wobei das
Kleinkreditgeschäft besonders bevorzugt wurde. An einer
durch die Regierung unterstützten Handwerker-Kreditaktion
hat sich die Saargenossenschaftsbank tatkräftig beteiligt.
Der Wiechselbestand hat sich fühlbar vervingert,
Infolge der starken Kapitalabzüge mußte auf die
Wechselbestände der Bank zurückgegriffen werden. Der
Dariehnsbestand hat sich gegenüber dem Vor:
jahre erfreulicherweise stark gesenkt. An Reichsanleihen
beteiligte sich die Bank mit nom. rund 35000 RM. Die
Erhöhung des Beteiligungskontos beirifft die
Jebernahme von 3000 RM. Aktien der Handwerksbau
Rhein-Pfalz-Saar A.G., Kaiserslautern, und die Beteiligungen
bei den in Frage kommenden Genossenschaftsver-Dänden
in Berlin und Neustadt am der Weinstraße. Die
sofort greifbaren Mittel mit 1747758,— RM.
werden durch die sofort fälligen Verbindlichkeiten mit
32.40 0% gedeckt. Trotz der starken Inanspruchnahme
konnte demnach die Bank ihre Liquiditäisreserven erhalten.
Der Reingewinn beträgt einschließlich des
Vortrages aus dem Vorjahre 77821,75 RM. (im Vorjahr
37 092.88 RM.). Die in gleicher Höhe wie im Vorjahre vorzeschlagene
Dividende von 5% ist von der Generalversammlung
am 18, Februar genehmigt worden.
Von den Fürsorgemaßnahmen der Saargenoszenschaftsbank
für ihre Gefolgschaftsmiiglieder ist besonlers
701 erwähnen daß eine 7usatznensiansversicherung
Saar-Wirtschaftszeitung Nr. 1
abgeschlossen werden konnte, ohne daß die Gefolgschafts.
nitglieder zu einer Beitragszahlung herangezogen werden
Als‘ Mitglied der Gesellschaft für Kaufmannserholungsheime
kann die Bank jährlich 30 Plätze in den Heimer
dieser Gesellschaft für ihre Gefolgschaftsmiiglieder belegen.
Ferner ist bei der diesjährigen Gewinnverteilung
die Bereitstellung von 2000 RM. für die berufliche Weiter
bildung der Gefolgschaftsmitglieder vorgesehen.
Verkehrswesen
Eisenbahn.
Beschlüsse der Ständigen Tarifkommission und
des Verkehrsausschusses.
Die Beschlüsse, die in der 186. Sitzung der Ständigen
Tarifkommission am 17./18. Februar 1937 und des Verzehrsausschusses
bei der Ständigen Tarifkommission am
16. Februar 1937 in Düsseldorf gefaßt wurden, können bei
der Verkehrsabteilung der Industrie- und Handelskamme:
eingesehen werden.
Anderung von Bahnhofsnamen.
Zum 1. April 1937 werden die Bahnhofsnamen Bexbach
n „Höcherberg“, Kerprich-Hemmersdorf in „HMemmersdorf“,
Büren-Itzbach in „Siersburg‘“ Bilsdorf in „Körprich‘
ınd Bettingen (Saar) in .„‚Schmelz“ geändert
Der Reichsbahndirektionsbezirk Saarbrücken
im Februar 1937.
Mit der allgemeinen Wirtschaft hat sich auch der Ver
zehr bei der Reichsbahn zur Zufriedenheit entwickelt. Im
Vergleich zum Vormonat und zum Monat Februar des
Vorjahres ist eine leichte Aufwäritsentwicklung zul ver
zeichnen.
Der Personenverkehr war der Jahreszeit entsprechend
7,4 0% schwächer als der Vormonat, zumal auch
Veranstaltungen fehlten, die besondere Leistungen gefordert
hätten. Die Zahlen im Februar 1936 konnten knapp
iberboten werden. Die Ergebnisse im GepäcKkverzehr
liegen auf der Höhe des Vorjahres. Expreßgut
wurde weniger befördert als im Vormonat; der gleiche
Monat des Vorjahres aber wurde übertroffen. Beim Eilzutverkehr
sind sowohl für Stückgut als auch für
Wagenladungen Steigerungen gegen den Vormonat fest
stellen, während der Monat Februar des Vorjahres nicht
2rreicht wurde, Frachtstückgut war nur gegen der
Vormonat besser, während Frachtgutladungen ge
ven beide Vergleichsmonate besser abgeschnitten haben
Der Tierverkehr konnte nur den gleichen Monat
des Vorjahres überbieten.
Insgesamt . bewältigte der Güterverkehr 3123365 Ton-2en
gegen 2724 156 Tonnem im Vormonat und 2769 675
Tonnen im Februar 1936.
Im Verkehr mit dem Ausland hat die Ausfuhr
zugenommen. Auch die Einfuhr zeigt eine leichte
Steigerung. Die Durchfuhr dagegen ging etwas 7"
rück.
Wagenstellung für Saarkohle.
In der Woche vom 27. Februar bis 5. März wurden
für den Versand von Saarkohlen 23870 Wagen zu 1°
10 Tonnen rechtzeitig gestellt: .
Am 27. Februar 4217, am 28. Februar 88, am 1. März
3020, am 2. März 3880, am 3. März 4114, am 4. März 3685
am 5. März 3966 Wagen.
In der Vorwoche wurden 24423 Wagen gestellt.
In der Woche vom 6. bis 12. März 1937 wurden fül
len Versand von Saarkohlen 23 634 Wagen zu je 10 Tonnen
Ladegewicht rechtzeitig gestellt: Am 6. März 4248, am
7. März 81, am 8. März 4130, am 9. März 3517, am
10. März 4033, am 11. März 3814 und am *° Mär”
3811 Wagen,
Im der Varwoche wurden 03 76 WIaman