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sleichsstelle im Jahre 1936. Durch die Tätigkeit der
Bezirksausgleichsstelle sei es gelungen, im Jahre 1936
‘ür über 110 Millionen Reichsmark Aufträge dem Gauzebiet
zu sichern. Die Bezirksausgleichsstelle sehe ihre
Hauptaufgabe darin. in enger Zusammenarbeit mit allen
staatlichen Behörden dafür zu sorgen, daß die saarpfäl-‚zische
Wirtschaft bei der Vergebung öffentlicher ÄAuf-Saar-Wirtschaftszeitung
Nr.
‚räge so berücksichtigt werde, wie das in Änbetracht de;
jesonderen Verhältnisse wünschenswert und gerecht eı
scheine,
Ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer beschloß dic
erste in jeder Hinsicht anregend und fruchtbar verlaufen
Arbeitstagung der Industrieabteihing.
Die saarländische Arbeitslage im Februar 1937.
Bericht des Präsidenten des Landesarbeitsamtes Rheinland, Zweigstelle Saarbrücken.
Trotz des sich auch im Februar fortseizenden sehr
ıngünstigen Wetters führte der Berichtsmonat zum Wendepunkt
des winterlichen Rückganges der saarländischen
Arbeitslage. Die Zahl der Arbeitslosen nahm wieder ab;
sie sank von 27047, dem Stande Ende Januar 1937, auf
26 400. also um 647 oder 2,4 v. H.; der Rückgang war
stärker als im selben Monat des Vorjahres, wo er anteilmäßig
nur 0.3 v. H. betrug. Gegenüber dem Stand vom
Februar 1936 liegt die Zahl der Arbeitslosen Ende Februar
1937 um 5916 oder 18.3 v. H. niedriger.
Nur die Zahl der männlichen Arbeitslosen sank, die der
veiblichen erhöhte sich noch geringfügig. Den stärksten
Anteil am Abgang wiesen die Berufsgruppen der ungelern-(en
Arbeiter, der Bau- und Metallarbeiter auf. Den Zugang
der weiblichen Arbeitslosen stellten ebenfalls vorzüglich
die Berufsgruppe der Ungelernten und die der
Angestellten.
Das Bewegungsbild zeigt fast in allen einschlägigen
Wirtschafts- und Berufsgruppen die beginnende Wiederselebung
an; die sa@rländische Wirtschaft selbst ist allerdings
hieran noch weniger beteiligt; der überbezirkliche
Bedarf wirkte sich zunächst mehr aus, was auch in den
Vorjahren schon beobachtet werden konnte. Vielleicht
ıeitet. sich die Erscheinung daher, daß die vielen Bezirke
des übrigen Reichsgebietes, in denen schon länger eine
Knappheit an geeigneten Arbeitskräften besteht, ihren Bedarf
vorausschauend zeitiger decken; ohne Zweifel trifft
dies für Land-, Metall- und Bauarbeiter sowie das Gaststättengewerbe
und ‚einige andere Wirtschafts- und Gewerbegruppen
zu.
Ende Februar 1937 ermitteiten die Arbeitsämter folgenden
Zahlenstand der saarländischen Arbeitslosigkeit:
Zahl der
Empfänger von } Not:
Erwerbs»! Wohl» ! standslosen:
| fahrts arbeiter
unters ‚unters
Saarbrücken . .
Saarlautern . . .
Neunkirchen . .
St. Ingbert...
Saarland insgesamt
J414 1774 35.8 6581 980
6651. 557 38.3 5884 | 895
42061 324 24.2 23809 589
2270 295 91 1798 215
234502950 | 32.6 115 497| 995 | 2679
96 400
£
Die Aufgliederung der saarländischen Arbeitslosen
nach ihrer Einsatzfähigkeit ergab nachstehendes Bild:
Arbeitslose
davon (Sp. 2) sind
im Beruf sonst nicht voll
I k volleinsatzfähig volleinsatzfähig Jeinsatzfähig
we = 2 SE @3E
‚j= £ 05 sdäl =
samt * © a2 78 CE
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A
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3
10
A. Gelernte u. I
angelernte
Arbeiter ..., 5705|
B. Angestellte 22359
C. Au. B zus, 18 064
OD. Ungelernte |
Arbeiter. | 8 33f|
i2 378788 2994[1848111.8' 59 4479| 9.4
1.502,63.8' 347' 541122.9 81° 316133
13 830 76.8 334112389 18.2 143:}1795/10.0
' LT
\ | laran 80.9 182692 | I zaclıa 1
Die eigene Landwirtschaft hält mit der Änforderung von
Arbeitskräften nach wie vor zurück, da nicht angenommen
werden kann, daß die bisher vorliegenden Anforderungen
schon diem tatsächlichen Bedarf ‚entsprechen. Da «die saarändische
Landwirtschaft noch im leizter Zeit von verschielenster
Seite aufgefordert wurde, ihren Kräftebedarf nun
sofort den zuständigen Arbeiisimtern zu melden, Kann
es jetzt bei den so außerordenilich dringlichen und star-<en
auswärtigen Anforderungen nicht mehr verantwortet
werden, die verfügbaren landwirtschaftlichen Fach- und
Hilfskräfte für einen noch nicht gemeldeten Eigenbedar!
zurückzuhalten. Die Forstwirtschaft ist jahreszeitlich be
irteilt weiterhin gut beschäftigt.
Die Förderung und der Absatz des Saarbergbaues sind
wieder gestiegen; die Kohlenbestände gingen weiter zu-‚ück;
überall wurde die volle Schichtzahl verfahren, Neunstellungen
waren jedoch nach wie vor unmöglich. Es
‚st auch noch nicht vorauszusehen, ob und in welchem
Umfange infolge beendigter Vorbereitungsarbeiten in nächster
Zeit beschränkt zusätzlich Kräfte eingestellt werder
können.
Die Beschäftigung der Industrie der Steine und Erden
st einheitlicher geworden, da jetzt auch die einschlägigen
zroßen Betriebe des Ärbeitsamisbezirkes Saarlautern Sstärzer
an der Aufwärtsbewegung teilnehmen. Aus den Ziegeeien
und Steinbrüchen kamen größere Abrufe von Facharbeitern.
In der eisenerzeugenden Industrie liegen reichlich. Auf-;räge
vor; Mehreinstellungen von Arbeitskräften blieben
jedoch auch im Februar aus; Feierschichten sowie kleinere
Entlassungen waren nicht ganz zu vermeiden; Zzusäiziche
Einstellungsmöglichkeiten dürften wohl ats der
Wiederaufnahme solcher Arbeiten der Hütien erwartei
werden, die aus jahreszeitlichen Gründen stillgelegt werden
mußten. Die eisen- und metallverarbeitende Industrie
war eher im Stande, Arbeitskräfte aufzunehmen. Die
Bauarbeiten der Gruben und Hütten boten gleichfalls
manche Arbeitsstellen für Metallfacharbeiter. Das Metallhandwerk
zeigt noch keine Besserungsanzeichen. Eine
gzroße Zahl von Metallfacharbeitern konnte wieder sehr
zünstig im zwischenbezirklichen Ausgleich untergebracht!
werden.
Die Lage des Spinnstoffgewerbes ist gehalten, die des
Holz- und Schnitzstoffgewerbes versteifte sicht stärker
Die Papierverarbeitungsindustrie ist noch gut beschäftigt.
konnte aber ebenfalls keine neuen Kräfte aufnehmen. Im
Bekleidungsgewerbe sind die Verhältnisse uneinheitlich
im Schneidergewerbe besserte sich der Beschättigungsstand
Auf dem Baumarkt herrscht die öffentliche Bautätigkel‘
vor. Die infolge des schlechten Wetters und des Hochwassers
wegen stillgelegten Bauarbeiten werden langsam
wieder aufgenommen; Zahl und Umfang der zu beginrenden
neuen Bauvorhaben lassen einen restlosen Ein
satz aller verfügbaren Baufach- und Bauhilfsarbeiter €
warten. Im Baunebengewerbe meldete sich der iahres
zeitliche Rückgang an.
Die Nachfrage nach Hausangestellten war sehr rege
ıber wegen des hohen Leistungsanspruches nur Seht
schwer zu befriedigen; junge, noch wenig erfahrene
Kräite werden meistens leider abgelehnt, obwohl deı
langfristige Mangel an vollständig ausgebildeten und län
ger berufstätigen und berufserfahrenen Hausangestellter
endgültig nur durch eine planmäßige Ausbildung jüngerel
Nachwuchskräfte beseitigt werden kann, an dem sic
auch der größte Bedarfsträger, die Familienhaushaltungen
zeteiligen müssen. .
Für Angestellte, insbesondere weibliche, gingen die Ar
beitsaussichten etwas zurück. Bei den Frauen_ ist CI
erheblicher Teil des zwar an sich geringfügigen Zugange
anf ein Ausscheiden aus Aushilfsstellen zurückzuführen