5. März 1937
mark-Preises‘“ vorgenommen werde. Kopf und Hand, d. h.
also der ganze deutsche Mensch stände heute für die
Nation und für die Verteidigung ihres Lebensraumes.
Mit einem Sieg Heil auf den Führer fand die erhebend
s‚erlaufene Feierstunde ihren Abschluß.
Um die Saarbrücker Fachbuchausstellung, die die erste
hrer Art im Gau ist und als Muster für ähnliche Veranstaltunngen
an anderen Orten gelten soll, nach Kräften
zu unterstützen, nicht zuletzt auch deshalb, weil die
industrielle Wirtschaft insbesondere an der Vertiefung der
Lehrlingsausbildung das größte Interesse hat, wurden im
Einvernehmen. mit dem Leiter der Ausstellung, Herrn
Direktor Dr. Koch, von der Stadtbücherei in Saarbrücken,
alle Lehrwerkstätten der Mitgliedsbetriebe der Wirtschaftskammer
zum Besuch der Fachbuchausstellung eingeladen.
Erfreulicherweise darf eine restlose Beteiligung
aller Lehrwerkstätten verzeichnet werden.
Im Rahmen der Fachbuchausstellung fand am Mittwoch,
jen 3. März 1937, um 20Uhr, in den Räumen der Ausstellung
eine Veranstaltung statt, die in erster Linie dazu
bestimmt sein sollte, die ‘Bedeutung des Fachbuches für
den Unternehmer als den verantwortlichen Führer seiner
Gefolgschaft darzutun, Darüber hinaus sollte sie Anregung
geben für den Aufbau und die Durchführung von Fachzuchausstellungen
innerhalb der Betriehe
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Die Veranstaltung begann mit der von Direktor Dr.
<och übernommenen Führung durch die Ausstellung,
lie in 12 Abteilungen (bei geschickter Verbindung von
Zuch und Bild) dien Werktätigen und insbesondere den
jugendlichen einen Ueberblick über die Fachliteratur zu
zermitteln versucht, Im Anschluß an die Besichtigung der
Ausstellung sprach der Berufswalter der DAF., Pg. Wettnann,
über die Bedeutung des Fachbuches im Dienste
ler Berufserziehung des Arbeiters. Scine Ausführungen
<langen aus in dem Appell an die Betricbsführer, sich
len schönen Brauch der Fachbuchspenden mehr und
nehr anzueignen, um auch auf diese Weise den Leistungsvillen
und die Leistungsfähigkeit speziell der Lehrlinge
ındı Jungarbeiter zu fördern. — Außerordentlich interessant
var das Referat von Herrn Dr. Johannsen (in Fa.
döchlingsche Eisen- und Stahlwerke, Völklingen). Er gab
unächst einen von großer Literaturkenninis zeugendua
Jeberblick über die Entwickelung des Fachbuches, um dann
lie Forderungen zu erörtern, die an das gute für den
Facharbeiter bestimmte Buch zu stellen sind, wobei er
nit großem Geschick die Notwendigkeit des Fachbuches
ınd der Qualitätsarbeit in Deutschland formulierte. Es
wäre zu wünschen, so etwa schloß Dr. Johannsen seine
zedankenreichen Darlegungen, daß aus jedem Facharbeiter
:in Ingenieur, aus jedem Ingenieuer ein Erfinder werden möge.
Mit der Vorführung zweicr aktueller Filme, welche die
Qualitätsarbeit gleichsam am Werk zeigte, war die lehr
-eiche Veranstaltung beendet. Dr. B.
A M[I LIECHER TEIL!
Erlaß über die Durchführung der Reform der
Organisation der gewerblichen Wirtschaft
(Eingliederung der Handwerkskammern in die
Wirtschaftskammern). (RA. Nr. 44 v. 23. 2. 1037.)
In Ausführung meines Erlasses über die Reform der
Organisation der gewerblichen Wirtschaft vom 7. Juli
1936 — IV 18631/36 — ordne ich an:
1. Bei den Wirtschaftskammern wird eine Handwerkskammerabteilung
errichtet.
2. Die Handwerkskammerabteilung erhält einen Leiter.
2äinen Beirat und einen Geschäftsführer.
Leiter der Abteilung ist der Landeshandwerksmeister.
Ir behält seine bisherige ÄAmtsbezeichnung bei.
Den Beirat bilden die Präsidenten der Handwerkskammern
des Wirtschaftsbezirks; der Leiter kann mit Zustimmung
des Leiters der Wirischafiskammer weitere Mitglieder
berufen.
Der Geschäftsführer wird auf Vorschlag des Leiters vom
Leiter der Wirtschaftskammer bestellt. Äls solcher soll der
Geschäftsführer des Landeshandwerksmeisters bestellt werden;
Abweichungen bedürfen meiner Zustimmung.
3. Der Handwerkskammerabteilung gehören die Handwerkskammern
des Wirtschaftsbezirks an. Handwerkskammern,
deren Bezirke zu mehreren Wirtschaftskammern
yehören, sind Mitglieder der Handwerkskammerahteihmyen
aller dieser Wirtschaftskammern.
4. Für die Geschäftsstellen der Handwerkskammerabteiungen
sind in den Wirtschaftskammern die erforderichen
Räume und Hilfskräfte bereitzustellen. Die näheren
Anordnungen trifft der Leiter der Wirtschaftskammer im
Einvernehmen mit dem Leiter der Handwerkskammerıbteilung.
5. Die in meinem Erlaß über die Reform der Organisa-:jon
der gewerblichen Wirtschaft vom 7. Juli 1936 ÄAbschnitt
B Ziffer 6 für den Haushalisbedarf der ÄAhteilung
für Industrie- und Handelskammern getroffene Regelung
gilt entsprechend für dem Haushalishedarf der
Handwerkskammerabteilung.
6. Die durch meinen Erlaß über die Reform der Orgaıisation
der gewerblichen Wirtschaft vom 7. Juli 1936 bei
den Wirtschaftskammern errichtete und „Kammerabteilung“
genannte Abteilung für Indusitrie- und Handelskammern
führt in Zukunft die Bezeichnung ..Industrieınd
Handelskammerabteilung‘“.
Berlin W 8, den 20. Februar 1937.
Der Reichs- und Preußische Wirtschaftsmimister.
Mit der Führung der Geschäfte beauftragt‘
Dr. Hjalmar Schacht,
3, ifdent+ AMec Deichehanle-Direktarlium-Tagung
der Bezirklichen Arbeitsgemeinschafl
zur Förderung des Arbeiterwohnstättenbaues.
Die ursprünglich schon im Vorjahr geplante Tagung
der Bezirklichen Arbeitsgemeinschatt zur Förderung des
Arbeiterwohnstättenbaues in St. Ingbert wird nunmehr
ım 8. März 1937 in St. Ingbert stattfinden. Diz Tagung,
die den Auftakt der Siedlungsarbeit 1937 bildet und insesondere
die Mitarbeit der Industriebetriebe weiter entwickeln
soll, beginnt um 15 Uhr mit einer Vortragsveranstaltung
in der Turnhalle des Turnvereins St, Ingbert.
Insheimerstraße,
Es werden sprechen: Der Leiter der Bezirklichen Arbeiltszemeinschaft,
Herr Kommerzienrat Dr. Hermann Röch-'ing,
über „Heimstättensicdlung als staatspolitische Notwendigkeit‘,
Herr Oberregierungsrat Leuthner vom
Reichskommissariat Saarbrücken über „Diez reichsgesetzüichen
Grundlagen des Arbeiterwohnstättenbaues‘‘, sowic
ler Geschäftsführer der Saarpfälzischen Heimstätte GO. m.
» H., Herr Dr. Brecht, Neustadt an der Weinstraße,
iber „Die praktische Siedlungsarbeit unter besonderer Beücksichtigung
des Zusammenwirkens von Industris und
Heimstätte‘‘.
Im Anschluß an die Vortragstagung wird die in St,
'ngbert erstellte Siedlung unter sachkundiger Führung
zesichtigt werden, um so den Tagungsteiinehmern auch
men Einblick in die Praxis der Siedlungsarbeit zu ver:
schaffen, ;
In Anbetracht dessen, daß der systematischen Weiterintwicklung
des Heimstätten- und Siedlungswesens im
Zahmen nationalsozialistischer Wirtschafts- und Sozial-»olitik
eine grundlegende Bedeutung zukommt, darf diese
Siedlungstagung mit der regen Teilnahme weitester Kreise
rechnen
Überwachungsstellen.
Auftragsregelung.
Anordnung 22 der Ueberwachungsstelle für Eisen u. Stahl.
Vom 23. Februar 1937. (RA. Nr. 44 vom 92 97 1037.)
Auf Grund der Verordnung über den Warenverkehr vom
1. September 1934 (Reichsgesetzbl. I S. 816) in Verbindung
mit der Verordnung über die Errichtung von Ureberwachungsstellen
vom 4. September 1934 (Deutscher Reichsanzeiger
Nr. 209 vom 7. September 1934) wird‘ mit Zustimmung
des Reichswirtschafisministers und des Beaufiragten
für den Vierjahresplan. (Cieschäftsgrunne Roh
<+Aftverteilung Qsmenrcua nt