Full text : 42.1937 (0042)

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Saar-Wirtschaftszeitung Nr.

Vach einem Kaufmannsleben, das mühevolle Arbeit und kämpferischer Einsatz war bis zum Ende.
‚erschied zu Sulzbach am 27. Februar 1937 im hohen Alter von 83 Jahren

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Mitbegründer und Ehrenvorsitzender des früheren Schutzvereins für Handel
und Gewerbe im Saargebiet e. V.

Herr Kaufmann

Erfahren im Rat, zielbewußt im Bereiten neuer Wege, vorausschauend in der Erziehung zum Gemein-;chaftsgeist,
 treu und selbstlos in der opferbereiten, unermüdlichen Arbeit für seine Berufskameraden,
;o war der Verewigte der saardeutschen Kaufmannschaft ein aufrechter Vorkämpfer. ein wahrhaft ge:
euer Ekkehart und väterlicher Freund.
zür alle Zukunft wird er ihr das Vorbild eines ehrbahren, deutschen Kaufmanns sein, dessen An:
denken sie in Verehrung und Dankbarkeit bewahren wird.
Saarbrücken, den 28. Februar 1937

Wirtschafiskammer Saarpfalz, Unterabt. Einzelhandel
Der Leiter: Der Geschäftsführer:
Ernst Köhl. Dr. Keuth.,

Fachbuchwerbung in Saarbrücken.
Der Auftakt zur umfassenden Werbung für das deufsche Fachbuch im Gau Saarmpfalz.

Es ist eines der charakteristischsten Merkmale der deutschen
 Volkswirtschaft, daß sie — um überhaupt lebensjähig
 zu sein und zu bleiben — in stetem Ringen immer
wieder ‚aufs neue auf höchste geistige Einsatzmöglichxeit
 und Einsatzbereiischaft der schaffenden Menschen
bedacht sein muß, weil nur so die verhältnismäßig eng
begrenzten materiellen Grundtagen, auf demen sie ruht,
zine bestmögliche Auswertung und Ausweitung erfahren
könmen. Diese Erkenntnis triit in voller Tragweite im
zweiten Vierjahresplan in Erscheinung, mit welchem der
Führer der deutschen Wirtschaft Aufgaben gestellt hat, die
nur unter vollem Einsatz der geistigen Qualitäten aller
Schaffenden, gleichgültig wo sie wirken. einer 1 Ösnn0
ntgegenzuführen sind,
Es ist deshalb kein Zufall, wenn die Werbung für das
zute deutsche Fachbuch im Frühjahr 1937 im Zeichen
der Förderung des Leistungswillens, der Leistungssteige-‘ung,
 der Berufserziehung und fachlichen Fortbildung für
j@ie Lehrlinge und Gesellen, für die Schaffenden aller
Stände und Berufe steht. Die diesjährige Fachbuchwerbung
 stellt sich bewußt restlos in den Dienst eines
qualitativ hoch zu züchtenden Arbeitseinsatzes und mithin
in den Dienst der Zielerreichung des Vieriahresnlanes der
deutschen Wirtschaft.
Jiese Grundgedanken beherrschten auch die Ende
Januar 1937 zu Ludwigshafen am Rhein im Auftrag der
Reichsschrifttumskammer und der Landesstelle Saarpfalz
des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda
 von Gaukulturwart K. Kölsch einberufene und
geleitete Versammlung der Verireter der mit der Vorbereitung
 und Durchführung der Fachbuchwerbung im
Gau Saarpfalz betrauten Organisaiionen. Auf dieser Versammlung,
 zu der auch die Industrieabteilung der Wirtschaftskammer
 einen Vertreier entsandt hatte, wurde im
Anschluß an grundsätzliche Ausführungen des Geschäftsührers
 Reinerth von der Reichsarbeitsgemeinschaft für
Deutsche Buchwerbung als Auftakt der Fachbuchwerbung
m Gau Saarpfalz cine Fachbuchausstellung für Saararlıcken
 vorgesehen qm Adip Industrienhteihme der Wirt

schaftskammer mit der organisatorischen Vorbereitung der
selben beauftragt, eine Aufgabe, die in Verbindung mi
den Ausstellungsträgern — der Landesleitung Saarpfal:
der Reichsschrifttumskammer, der Deutschen Arbeitsfron
ınd dem ortsansässigen Buchhandel — einer Löäsımo ent
zegengeführt wurde.
Die feierliche Eröffnung der Fachbuchausstellung z
Saarbrücken erfolgte programmgemäß am Sonntag, der
28. Febriar 1937, im dicht besetzten Saal des städtischer
Saalbaues. Nach vollzogenem Fahneneinmarsch ergriff zu
ıächst der Obmann des Gaues Saarpfalz der DAF., Pg
Stahl, das Wort. Deuischlands Armut an Rohsioffer
;einem Reichtum an hochwertigen intelligenten Menscher
zegenüberstellend, schuf sich der Gauobmann «die Platt
’orm, von der aus es in prägnanten Sätzen die Bedeutung
les guten Buches gerade für dien deutschen Menschen
ı1eraushob. Das deutsche Volk stehe under der eherner
Notwendigkeit, sich selbst zu erhalten, sich das aus eigene
<raft zu erkämpfen, was es für Volk und Wirtschaf
raucht. Das sei aber nicht denkbar ohne binuenwirt
schaftliche Leistungssteigerung und letztere wiederum
zönne sich nicht voll entfalten, wenn «er berufstätige
Mensch nicht die Möglichkeit habe, sich mit Hilfe de
Fachbuches weiterzubilden. Das sei der ‚eigentliche Zweck
lies Fachbuches: Wegweiser zu sein für höhere Leistung
— In temperamentvoller Weise verbreitete sich sodanr
ier Gaupropagandawalter Pg. Volbehr über die Auf
zaben des Fachbuches. Auch seine Ausführungen gipfelter
'n der Feststellung: „Leistungssteigerung durch das Fachauch
 ist unsere Parole, wir werden das Fachbuch zum
<ameraden des schaffenden Menschen machen.“ -— Als
Iritter und. letzter Redner sprach Gaukulturwart Pg
<ölsch von dem auf die völkische Gemeinschaft aus
zerichteten Zusammenwirken der Arbeiter der Stirm UM
jer Faust, die heute — im Gegensatz zum Liberalismus
versunkener Tage — Hand in Hand um die Erfüllung der
ler Nation gestellten großen Aufgaben ringen. Es sei des
1alb symbolisch zu werten, wenn am Tage des Fach
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