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Mengen von einer Stelle ist der Mittelhändler verpflichtet,
dem Straßensammler Beihilfe zu leisten, ohne den Straßensammler
dabei ‚auszuschalten. Die von der Fachgruppe
Rohproduktengewerbe zugelassenen Mittelhändler sind entsprechend
der folgenden Einteilung für die ihnen zuge-‚eilten
Bezirke verantwortlich; sie sorgen dafür, daß innerhalb
der Bezirke die ihren unterstellten Straßensammler
in regelmäßigen Zeitabständen absammeln. Die Ablieferungen
der Straßensammler erfolgen an die Mittelhändler
denen sie zugeteilt sind.
Alle Haushaltungen, Betriebe, Organisationen, Behörden
und Dienststellen, welche Alt- und Abfallstoffe angesammelt
haben, halten dieselben so bereit, daß sie in den
nächsten Wochen von dem Straßensammlern abgeholt werden
können *). Jedenfalls ist Vorsorge getroffen, daß innerhalb
kurzer Zeit die bereits lagernden Produkte abgeholt
werden, Außerdem wird auf Anschreiben oder Anruf der
für den Bezirk zuständige Mittelhändler dafür sorgen, daß
der zugeteilte Straßensammler die Abholung vornimmt,
II. Bezirkseinteilung der Mittelhändler
im Gaugebiet Saarpfalz.
a) Vom Kreis Saarbrücken-Stadt: für Malstatt,
Burbach und St. AÄArnual: Tischer & Co., Saarrücken
2, Wiesenstraße 5, Fernspr. 23895; für Alt-Saarbrücken,
St. Johann und Jägersfreude: Julius Lang,
Saarbrücken 3, Försterstraße 35, Fernspr. 26242.
b) Vom Kreis Saarbrücken-Land: für das
Köllertal, den Stadtteil Völklingen-Ost und die Bürgermejsterei
Püttlingen: die Rohprodukten-Handels-Gesellschaft
L. Schiel, Völklingen, Luisenstraße 40, Fernspr. 25;
für das Warndtgebiet und den Stadtteil Völklingen-West:
die Eisen- und Metallverwertung, Geislautern, Inhaber
Adele Schmitt, Geislautern, Fernmspr. 37; für Saarbrücken-Land
‚östlich Saarbrücken: Hermann Wenz, Sulzbach.
Holzstraße 1, Ferunsprecher 72605.
c) Vom Kreis Ottweiler: für den Kreis Ottweiler
und die Stadt Neunkirchen: Hermann Wenz, Sulzvoach,
Holzstraße 1, Fernsprecher 72605.
d) Vom Kreis Homburg: für Stadt und Bezirk
Homburg: Emil Linz, St. Ingbert, Adolf-Hiiler-Straße
21, Fernsprecher 4315.
e) Vom Kreis St. Ingbert: für Stadt und Bezirk
St. Ingbert: Emil Linz, St. Ingbert, Adolf-Hitler-Straße
21, Fernsprecher 4315.
f) Vom Kreis Saarlautern: für Stadt und Kreis
Saarlautern: Peter Müller, Dillingen, Trierer Straße 55,
Fernsprecher 6147 (Amt Saarlautern).
g) Vom Kreis Merzig: für die Bürgermeistereien
Merzig-Land und Mettlach: Peter Wiesen, Merzig,
Kaiserstraße 50, Fernsprecher 313 (aus der Stadt Merzig
die rechten Gebiete der Straßenseiten ab Saarbrücker
Allee, Bahnhofstraße, Friedrich-, Trierer Straße bis einschließlich
rechte Straßenseite Seffersbach); für die Bürgermeistereien
Hilbringen und Haustadt: die Bergbauu
Hüttenbedarf und Verwertung G. m. b. H., Merzig,
Fernsprecher 201 (in der Stadt Merzig die Saarbrücker
Allee durchgehend durch die Bahnhofstraße in gerader
Linie bis zum Seffersbach, altes links der Bahnhofstraße
und der Linie bis zum Seffersbach, ferner die andere
Hälfte vou Merzig liuks des Seffersbaches).
h) Vom Kreis St, Wendel: für Stadt und Kreis
St. Wendel: August Klein. Merchweiler. 13.-Tanuar-Straße
113.
i) Von den Kreisen Landau, Bergzabern und
Germersheim: für Stadt und Bezirk Landau und
die Bezirke Bergzabern und Germersheim: Ferd. Klotz.
Landau, Franz-v.-Epp-Straße 7/9, Fernsprecher 2738.
k) Von den Kreisen Kaiserslautern, Kirchaeimbolanden,
Kusel und Rockenhausen: für
ätadt und Bezirk Kaiserslautern und die Bezirke Kirchyeimbolanden,
Kusel, Rockenhausenm und Waldmohr: Ludwig
Flierl, Kaiserslautern, Spitalstraße 12, Fernspr. 1511.
1) Vom Kreis Speyer: für Stadt und Bezirk Speyer:
peter Vögeli, Speyer, Klara-Kloster-Siraße 30.
m) Vom Kreis Ludwigshafen: für den Bezirk
Ludwigshafen ohne Oppau und Oggersheim: Adolf Sommer,
Rheingönheim, Eisenbahnstraße 51
*) Es handelt sich gemäß den früheren Anordnungen
des Gaubeauftragten nicht um die spezifischen, somdern
ım die allgemein bei Betrieben und Behördem anfallenden
Abfallstoffe. Die spezifischen ÄAbfallstoffe können
wie bisher auf dem üblichen Wege in den Handel ge-”5racht
werden.
n) Vom Bezirk Ludwigshafen: für die Stadt
„udwigshafen und vom Bezirk Ludwigshafen für die
Jemeinden Oppau und Oggersheim: August Fischer
Ludwigshafen, jJägerstraße 16:20.
o) Vom Kreis Frankenthal: für Stadt und Bezirk
Frankenthal-Grünstadt: Fr. Bachmann, Frankenthal, Al
Dertstraße 1, Fernsprecher 2779.
pP) Vom Kreis Pirmasens: für Stadt und Bezirk
Pirmasens: Ludwig Fischer, Pirmasens, Christiansgasse
[0, Fernsprecher 1229,
q) Vom Kreis Zweibrücken: für Stadt und Bezirk
Zweibrücken: Hans Flierl, Zweibrücken, Fernspr. 33.
r) Vom Kreis Neustadt: für die Stadt Neustad!
an der Weinstraße und den Bezirk Neustadt-Dürkheim:
AM. Pilhofer, Neustadt. Richard-Wagner-Straße 49. Fern
snrecher 2530.
Altpapier sammeln und abliefern.
An alle Haushaltungen» Betricbe, Behörden, Dienststellen,
Kaufleute» Büros und Schulzn.
In den saarpfälzischen Tageszeitungen vom 7. und 8
Februar 1937 wurde folgender Aufruf veröffentlicht:
Altpapier in jeder Gestalt ist ein wichtiger und wertvoller
Rohstoff zur Papierherstellung. Aber noch nicht ein
Viertel des Papieres, das in Deutschland jährlich erzeugt
wird, kommt in die Papierfabriken wieder zurück, obwohl
der größte Teil Neupapier aus Altpapier wiederum kommt.
Der Altpapierhandel kann es ohne die zielbewußte Mitarbeit
aller Volksgenossen nicht schaffen. Ein großer Teil
lies Altpapiers wird achtlos fortgeworfen und verbrannt
ınd für das vergeudete Gut muß Ersatz aus dem Ausland
heschafft und mit Devisen teuer bezahlt werden.
Wenn jeder Haushalt und jedes Geschäft, die Büros und
Werkstätten und Fabriken und nicht zuletzt auch die Be-1örden
dafür sorgen, daß das Papier, das seinen Zweck
als Zeitung oder Zeitschrift, als Packpapier oder Schreibapier
erfüllt hat, möglichst rasch wieder zu neuem Papier
‚erarbeitet werden kann, wird ein Millionenverlust an
Teutschem Volksgut vermieden, den heute kein Deutscher
nehr verantworten kann.
Dieser Verlust kann so leicht vermieden werden, wenn
zur jeder deutsche Mann, jede deutsche Frau und jedes
<ind seine Pflicht tut, denn es gehört zu dem ernster
Yflichtenkreis der‘ Deutschen im Zeichen des Vierjahres
lanes nichts verkommen oder nutzlos liegen zu I1ssen,
was als Rohstoff nicht verwendet werden kann und wäre
»s auch nur dieses Stück Altpapier, das bisher nach den
neisten als lästiger Abfall erschien.
Darum sammelt das Altpapier, das in Haushalt und
3Zetrieb, Schulen und Büros anfällt und behandelt es als
5m Stück unseres Volksgutes, für dessen Erhaltung ımd
Verwertung wir alle verantwortlich sind,
Liefert das angesammelte Papier so oft und so rasch
wie möglich an den Aufkäufer oder Altpapierhändier ab.
jer es den Papierfabriken zuführt. Die Altpapierhändler
verden mehr als bisher die Siraßen in bestimmten Zeitıbständen
durchfahren, um Euch Eure Sammlungen ah
zukaufen,
Die Abfälle müssen natürlich sauber und dürfen nicht
Kehricht, Scherben, Holz nder Metallstücken vermischt
zein.
Eine besonders ergiebige Quelle, die viel wertvolles
Altpapier abwirft, ist das Baugewerbe; denn die alten
Zementpapiersäcke sind heute unentbehrlich zur Herstellung
der erforderlichen Mengen Sackpapier. Die Zementpapier-;äcke
müssen jedoch vom Zementstaub gereinigt und gut
rocken gehalten werden. Nasse Zementpapiersäcke sind
ınbrauchbar, weil die Zementrückstände hart werden unıf
;o eine Gefahr für die Papiermaschinen bilden.
Behörden, Büros, Industriefirmen und Haushaltungen,
lie alte Akten oder Korrespondenzen in größeren Mengen
ıbzugeben haben, erhalten auf Wunsch eine schriftliche
Zestätigung über die erfolgte Einstampfung.
Alle alten Schreib- und Packpapiere, Kartonabfälle, Zeiungen,
Zeitschriften. Broschüren Bücher usw. sind zt
zebrauchen.
Ueber die wenigen Ausnahmen wie Oelpapier, Asphalt
papier usw. geben auch die Aufkäufer Aufklärung.
Es ‚empfiehlt sich, in allen Schulen, Betrieben, Büros
ınd sonstigen Arbeitsplätzen Behälter oder Kisten zum
Sammeln von Altnanier aufzustellen und die Aufhewah