Full text : 42.1937 (0042)

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Elsaß-lothringische Wünsche für die bevorstehenden
 deutsch-französischen Handelsvertragsverhandlungen.

Die „Lothringer Volkszeitung‘ vom 16. Januar 1937 gibt
ihrer Freude darüber Ausdruck, daß zwischen Deutschand
 und Frankreich bald Verhandlungen über eine Regehung
 der deutsch-französischen Wirtschafisbeziehungen beyinnen
 sollen. Sie fährt dann wörtlich fort: „Sollte es
einmaı dazu kommen, daß sich die Wirtschaftskommissionen
Jer beiden Länder zu Verhandlungen an den grünen Tisch
setzen, dann wäre es zit wünschen, daß unsere drei
Departements nicht vergessen werden. Durch die Rück-»liederung
 der Saar an das Reich hat die elsaß-lothringische
Landwirtschaft schwer gelitten. Der jahrhunderteal}e Absatzmarkt
 ist verlorengegangen, und manche Grenzbetriebe
nußten sich von Grurmd auf umstellen, um sich überhaupt
ıoch auf den Beinen halten zu können. Unsere Grenzaauern
 sind zu weit von den Industriezentren unrd den
zroßen Städten entfernt. Sie können mit dem näher gegenen
 Betrieben nicht konkurrieren und sind so der
Willkür des Zwischemhandels ausgesetzt. Wäre die Grenze
1ach der Saar und nach Deutschland wicht mehr derartiy
 hermetisch verschlossen, dann lHeße sich ein gezunder
 Ausgleich herstellen, der Handel und Wandel in
Stadt und Land vorteilhaft beleben würde.“
Mit der Möglichkeit der Ausfuhr von Butter
zefaßte sich eine Versammlung von Vertretern der lotlıringischen
 Molkereiverbände, die Anfang Januar in Saar-Union
 stattfand. Es wurde hierbei darauf hingewiescn,
daß Aussicht bestehe, die Butterausfuhr nach Deutschland
auf dem Wege des Warenaustausches wieder aufzunehnren.
Es käme allerdings vorläufig nur eine 2—3monatige Liejerfrist
 in Betracht. Der Verkaufspreis in Saarbrücken
wäre auf 23,59 Fr. je kg Butter zu berechnen, jedekh
müßte ein Einfahrzoll in Höhe von 6,50 Fr. für 1 kg
entrichtet werden, Als weitere Unkosten wären etwa 0,30
Fr. Standgebühren, 0,40 Fr. Transportauslagen und 0,30 Fr.
für Verpackung sowie 3% Kommission und etwa 0,23 Fr.
verschiedener Auslagen vorgesehen. Für die produzierende
Genossenschaft würde der Netto-Butterpreis auf etwa 15,37
Fr, zu siehen kommen. Für die Verwirklichung dieses
Planes bestehe jedoch noch keine Gewähr, Es sel jedoch
zu wünschen, daß die lothringischen Landwirte nicht wieder
enttäuscht würden und durch eine entlastende Ausfuhr
das gegenwärtige Ueberangebot von Butter in Lothringen
auf vorteilhafte Weise abgeleitet würde

Kontingente.
Keine Kontingentierung für mit Kupfer gedoppelte
 Eisen- und Stahlröhren.
Das „Bulletin Douanier‘“ vom 5. Januar 1937 enthält fol
zende Anweisung der Generalzolldirektion an die Direk
toren:
„Gemäß Repertoire General zum Zolltarif (Seite 1710‘
ind Röhren aus Eisen oder Stahl, die mit einer Ummanie-«ungsröhre
 aus Kupfer gedoppelt oder verstärkt sind, zı
iem Zollsatz der am höchsten belegien Röhren zu ver.
zollen und zwar für das Gesamtgewicht (Nr. 567—5067 bir
ınd 572).
In Anwendung dieser Regel waren Röhren dieser Är!
vor. der Verordnung vom 2. Oktober 1936 mit den Zöller
ier Nummern 567 und 567 bis belegt und konnten, d;
liese beiden Zolltarifnummern nicht koniingentiert waren
frei eingeführt werden.
Die durch die angeführte Verordnung eingetreiene Ermäßigung
 der Zölle der Zolltarifhnhummern 567 und 567 bis
1at Infolgedessen bewirkt, daß Röhren aus Eisen ode’
Stahl mit Kupfer gedoppelt zu den Sätzen der Zolltarif.
aummer 572 zu verzollen sind, die unverändert besteher
zeblieben sind und deshalb höher sind. als die der Zol
‘arifnummern 567 und 567 bis.
Auf die Frage, ob die fraglichen Röhren infolge diese‘
Aenderung den durch Verordnung vom 14. November 193
zrlassenen Kontingentierungsmaßnahmen zu unierwerfer
sind, hat der Minister für Handel und Indusirie mitgeteilt
liese dieze Röhren der Kantingentierung nicht unterliegen ‘

Steuer.
Erhöhuna der „Taxe Unique“ für Kohle.

Durch Artikel 60 des Gesetzes über die Finanzreform
vom 31. Dezember 1936 ist die bei der Einfıchr von
Kohle zur Erhebung gelangende „Taxe Unique“
auf 3,050 erhöht worden. Gleichzeitig wird darauf hin
yewiesen, daß die „Taxe Unique‘“ für Kohle durch die
Zinführung der Pauschalsteuer von 6% ab 1. Februgt
1937 nicht in Wegfall kommt, Die einmalige Abgabe
ür Kohle gelangt in der bisherigen Weise weiter 7ır
Frhehuno:

Der Außenhandel der französischen Kolonien s OÖ zZ I A L S
im ersten Halbjahr 1936 (Berichtigung).
Die Ueberschrift der ersten Tabelle, die wir mit dem
vorstehend genannten Aufsatz in unserer vorigen Nummer
 auf Seite 65 veröffentlichten, muß richtig lauten
„Der Außenhandel der französischen Kolonien im 1. Halbjahr
 1934, 19353 und 1936“. In der zweiten Tabelle
„Anteil Frankreichs an dem Gesamthandel der Kolonien“
ist die Angabe im Konf ..Mio fros‘“ zu ersetzen durch
an vv. H.“.

Am 15. Dezember 1935 sind 1590 saarländische Jugeudliche
 aus dem Landdienst zurückgekehrt. Es handelt sich
aierbei fast durchweg um gesunde Jungens, die arbeitszewöhnt
 und diszipliniert sind und sich daher zur Einstellung
 als Lehrlinge ganz besonders eignen. Die Be:
riebsführer werden daher gebeten, diese Jugendlichen be
ler Einstellung von Lehrlingen bevorzugt zu berück
sichtigen und sich dieserhalb mit dem zuständigen Ärbeitsamt,
 Abteilung Berufsberatungsstelte. in Verhindung
„1 setzen.

Zölle.
Zollermäßigungen für Fette, Ole und ölhaltige
Erzeugnisse wie z. B. Seifen, Farben usw.
Ein Dekret vom 31. Dezember 1936 (J. O. vom 16. 1
1937) bringt umfangreiche Zollermäßigungen für folgende
Waren (in Klammern die ZTNrn.): Tierische Fette (aus 30)
Olecomargarin und Margarise (31), Fischfette (51), Wal-‘at
 (32), fette Oele (aus 110A, 110B, 110 bis, 111,
11T bis A und 111 bis B), Glyzerin (0196), Oelsäure (0217,
J218), Farben (aus 298, aus 2098 bis), Druckfarben (aus
209 bis), Oelfarben (aus 308), andere als Parfümseife (312),
Schlichten (313), Linoleum (aus 385, 385 bis) und Pack-‘uch
 (430). Die neuen Zölle, für die Uebergangsbestimmungen
 nicht vorgesehen sind, sind am 20. Januar 1937
in Kraft getreten. Wir werden die Zollsätze in unserer
chef en Nımmer vorätlfent!ieh

Hinweise.
Abschluß von Lehrverträgen für Facharbeiterlehrlins®
74.
Obleute für Qualitätsarbeiterfragen. S. 83.
Fhestandsdarlehen und Kinderheihilien. © 75

Prospektbeilagen
in der SWZ. haben guten Erfolg
            
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