‚atteilungen des V!irtschaftlichen Vereins
Saarbrücker Holzversteigerung vom 25. Januar 1928.
Aus den Staatswaldungen des Saargebietes der Oberförstereien
bzw. Forstämter Karlsbrunn, Saarbrücken, Saarjouis,
St, Wendel, Fischbach, Neunkirchen, Homburg,
St, Ingbert und Neuhäusel weren teils vor, teils nach
dem Einschlage angeboten: zirka 1600 fm Eichenstammholz
2.—3, Klasse, Schwellenholz und Stangen 3.—4, Klasse,
zirka 11540 fm Buchenstammholz 1.—5. Klasse und
Schwellenholz, zirka 950 im Hainbuchenstammholz 3,—5,
Klasse, Nutzscheit und Knüppel, zirka 3200 fm Nadelholz
(Kiefern und Fichten-) Bloch- und Stammholz 1,.—4, Kl,
Schwellenholz, Stangen 1.—3, Klasse und 25000 Bohnenstangen,
zirka 3170 im Grubenstamm- und Stangenholund
Stempelholz verschiedener Holzarten, zirka 1800 rm
Schichtnutzholz ausschließlich Pfeilerholz, zirka 12000 rm
Brennholz.
Der Besuch der Versteigerung bot für den Forstmann ein
erfreuliches Bild, Vertreten war die einheimische Holzwirtschaft,
außer dieser waren zahlreiche Firmen der
Holzwirtschaft Elsaß-Lothringens und aus der Pfalz erschienen,
Die ausgerufenen Lose wurden vielfach gut
beboten, so daß bei einer ganzen Reihe von Losen
die Taxen der Forstverwaltung nicht nur erreicht, sondern
überschritten wurden, wenn auch vielfach nicht erheblich,
mit Ausnahme einzelner Lose, um welche gekämpft wurde,
Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage der
einheimischen Holzwirtschaft muß es fraglich erscheinen,
ob die Firmen bei den angelegten Preisen ihre Rechnung
finden werden, Ein kleinerer Teil der Lose blieb unverkauft,
da die darauf abgegebenen Cebote nicht nahe
yenug den aufgestellten Taxen kamen,
In den Verkaufsbedingungen waren Aenderungen nicht
angetreten,
im einzelnen wurden folgende Erlöse erzielt:
1. Eichenstammholz, Schwellenholz, Stangen:
Erlös pro fm in Fr. Faxe
313 300
254 230
210 200
370 2% 220
7 200
1 100
RR
Eichenstämme BI
» B 11
Eichenstammholz 5, Kl.
Bichenschwellen 4,5. K
Eichenschwellenholz
Eichennutzstangen 3, K
1
IE. Buchenstammholz 1.5, Kl, und Schwellenholz
Erlös pro fm in Fr, Faxe
351 "400 340
336 35
351-364
323,373
200.323
301330
210 271 +)
185. 202 225
227/240 230
155 160
Buchenstämme |
HE. Hainbuchenstammholz 3.5. Kl., Nutzscheitund
-Knüppel.
. . Erlös pro Im in Fr, Taxe
Hainbuchenstämme 3,/5. Kl. 150 130
Yainbuchennutzscheit in Rollen 55 35
Nadelholz (Kiefern und Fichten), Bloch- und
Stammholz 1,4. Kl., Schwellenholz, Stangen
1,3. Kl. und Bohnenstangen,
Wi Erlös pro fm in Fr
Kiefern Sägeblöcke “ " *" 270
Blochholz 310434
28
28”
239
909
or
Stämme
3,
» und Abschnitte 3,/5, !
„», Schwellenholz 26 cm Zopf
Fichten- und Kiefernstämme 3.5. KL
‚58
3
162
155
5
185
160
175
Fichten-Stämme 3, 5, Kl.
» X
Langke
Erlös pro fm in Fr, Taxe
175/190 180
78 160
271 220
261 200
253 200
220 180
8 185 170
Stangen 1.3. K“, 146,152 145
„u Bohnenstangen (pro 100 St.) 52 50
Siefern-Bohnenstangen (pro 100 St.) 25 25
V. Grubenstamm- und Stangenholz und Stempel
holz verschiedener Holzarten,
Erlös pro vm in Fr,
Zichenstämme 4, 5, Kl. 126
Zichen-Grubenstammholz 4.5. Kl. 114
Zichen-Grubenstämme 5, Kl, 12 cm Zopf 131
Nadelgrubenstämme 4, 5. Kl, 136
Siefern-Grubenstammholz 160.165
Siefern-Grubenstangen 159 165
Zuchenstempelholz 115
3Zuchenstangen und Stempelholz 116
VI. Schichtnutzholz ausschließlich Pfeilerholz,
Erlös pro rm in Fr. "axe
60 70
54 60
47 50
52
45
<iefern-Nutzprügel, 1,2—1,4 m lang
<iefern-Nutzkrappen, 1.2—1,4 m lang
<iefern-Nutzreiser, 1,2—1,4 m lang
Zuchen-Pfeilerknüppel, 1— 14 nn sg
Zuchen-Pfeiler und versch, Holz”
12 bis 16 m lang
Zichen- und Nadelholz-Pfeilerknf-=-1,2
bis 16 m lang
Zichen-Nutzreiser, 1,2 m lang
Sichen- u, Nadelholz-Nutzreiser, 1,2 m 1£
VIEL, Brennholz,
52
35-9 55
48 45
Erlös pro rm in Fr, laxe
Buchenscheit, 1 m lang 5212,59 50
Länge nach Wunsch 5612/5019 50
1,2 m lang 551 50
” 1,2 m lang, gesäg! 6212/6415 55 u. 60
Buchenknüppel, 1,2 m lang 43/5314 48
„ 1, 1,2 m lang 6112 50
Buchenreiser ], 1 m lang 13'151 12u. 13
Die Lage am Saareisenmarkl.
Saarbrücken, den 28, Januar 1928,
Die Erz- und Kohlenzufuhr ist zufriedenstellend. Benängelt
wird die manchmal stoßweise Kohlenversorgung,
Jbwohl die Haldenbestände der französischen Saargruben
schon seit Monaten rund 5350000 t betragen, hat man
äich Zu einer Preisermäßigung noch nicht entschließen
<önnen, Wie verlautet, soll dem Absatzmangel durch
3Zetriebseinschränkungen abgeholfen werden,
Infolge der Syndikatsbildung in Frankreich haben die
’reise um etwa 20 Fr, auf dem französischen Markt
ıngezogen, Trotzdem bleibt der französische Markt den
jaarwerken verschlossen, Die nun einmal bestehenden
Vettbewerbsverhältnisse sind für die Saarwerke nach wie
‚or ungünstig, Dazu kommt, daß die Tariferhöhung auf
len französischen Bahnen, die mit etwa 15% angenommen
vird, die minimale Preiserhöhung wieder ausgleichen wird,
nfolge der ungünstigen Frachtbasis, der geographischen
Lage ist nach wie vor jedes Exportgeschäft unmöglich,
die Exportpreise liegen unter den Selbstkosten, Auch
nach dem deutschen Absatzmarkt ist das Geschäft zur
Zeit äußerst schlecht, Neben anderen Aufträgen, die seit
1. Januar fehlen, sind auch die Aufträge der Reichsbahn
auf Schienen und Schwellen stark reduziert, Da nach
einwandfreien statistischen Unterlagen die Saarwerke mit
60 0% ihrer Erzeugnisse nach Deutschland liefern, so wird
die mangelnde Äbsatzmöglichkeit entsprechend schwer
Ampfunden.