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einzelnes Werk zu groß; es wird sich daher vorteilhafl
mit anderen gleichbelroffenen Werken zu einigen
suchen.
8. Besonders deutlich zeig! sich dies Dei der
niedrigen (0,8 d hohen) Mutter, deren Erfolg wesent
lich davon abhängl, wieviel Verbraucher sich an
schließen.
Eingchende Untersuchungen erforderte die Frage, ob
an vorhandenen Anlagen die dem Verschleiß ausgesetzten
Teile durch Normteile zu erseizen sind oder
ob diese nur bei Neuanlagen anzuwenden sind. Beispiel:
9. Bei Baggern hal ein einziges Braunkohlenwerk
48 verschiedene Kontaktlinger und Fahrtkontroller, 54
verschiedene Rollen, 30 verschiedene Schwellen usw
lestgestellt, die zu einem Riesenlager an Ersatzteilen
gezwungen haben. Andererseits war es wegen der
großen Kosten unmöglich, all diese Teile auf einmal
durch genormte Teile zu ersetzen. In solchen Fällen
hängt die Art des Vorgehens von gründlichen wirt
schaftlichen Ucberlegungen ab; es ist mitunter vorteil:
haft, die DIN-Normen auf einmal einzuführen, wäh:
rend es sich in anderen Fällen empfiehlt, schrittweise
vorzugehen. Zum mindesien wird man bei Neuanlager:
nur DIN-Teile zulassen, um so die abnormalen Teile
allmählich auszumerzen,
Die geschilderten, Beliebig zu vermehrenden Bei
spiele lassen erkennen, daß es nur ausnahms:
weise möglich ist, eine DIN-Norm ohne
eingehende Prüfung zu übernehmen. Wit!
haben gesehen, daß in jedem Fall eine Unmenge vor
Fragen zu beantworlien ist, die auf konsiruktivem,
belriebs- und verwaliungstech:.
nischem sowie auf kaufmännischem Gebiei
liegen. Die meisten dieser Fragen können in einwand
lreier Weise nicht vom Einzelwerk gelöst werden,
wenn die Vorteile der Normung — Verringerung deı
Sorten, Einheitlichkeit der Vorschriflen usw. — voll
ausgenutzt werden sollen. Es wäre weiterhin im
höchsten Maße unwirtschaftlich, wenn jedes Werk
alle zeitraubenden. VUeberlegungen für sich allein an
stellen würde, wobei man überdies häufig zu ver
schiedenarligen Ergebnissen käme. Wie auf so vieler.
anderen Gebieten, werden wir auch hier zur Gemein:
schaftsarpeit gedrängt, zur gemeinsamen Behandlung
von Normenfragen, die mehrere Werke gleichermaßen
angehen. Im Normenausschuß und in den Fachverbänden
geschieht dies schon im großen und in Form
allgemeiner Werbung. Wir brauchen jedoch Stellen
die in enger Fühlung mit den Einzelwerken die Ein
führung der DIN-Normen betreiben und die bei nach
lässiger Behandlung auftretende mißverständliche Anwendung
der DIN-Normen verhindern. Denn erlahrungsgemäß
schleichen sich leicht kleine Ungenauigkeiten
ein, die eine DIN-Norm allmählich bis zur
Urnkennllichkeit verzerren können, wenn eine dauernde
Veberwachung fehlt.
Damit kommen wir zu dem Kernpunkt der ganzen
Ausführungen: Die eingangs durch theoretische Ueberjegung
festgestellte Lücke in der Organisation der
Normungsarbeit besteht, wie wir an den Beispielen
zesehen haben, tatsächlich; sie ist auszufüllen durch
Normengruppen, gebildet von Werken,
lie eine gewisse fachliche, wirtschaft
liche und geographische Einheit bilden.
Eine solche Einheit stellt die fachlich verhältnismäßig
wenig gegliederte Saar-Metallindustrie dar: Hüttenwerke,
Schwermaschinen- und Eisenhochbau. Normenlechnisch
besonders günslig ist, daß sich Erzeuger und
Verbraucher gegenüberstehen, wodurch die beste Gewähr
gegen KEinseitigkeit gegeben ist.
Was wäre nun die Aufgabe einer Saar-Normenruppe?
Aufstellung eines Normenprogramms mit
besonderen Berücksichtigung der Dringlichkeit
und derjenigen DIN-Normen, die alle Werke
gleichmäßig berühren (Zeichnungen, Geschäftsvordrucke,
Gewinde, Muttern, Handwerkszeuge...)
Sachliche Prüfung der zur Einführung vorgeschlagenen
DIN-Normen in bezug auf ihre
Anwendbarkeit im Saargebiet (Gewinde, Passungen.
Werkstoffe ...).
Aufstellung von Auswahlreihen (Gewinde,
gezogener Stahl).
Beratung der zur Einführung erforderlichen or.
ganisalorischen Maßnahmen (Veber
gangsbestimmungen . ..}.
5. Mitarbeit an der DIN-Normung.
Die Organisation der Normengruppe ist folgendernaßen
gedacht:
Die größeren Saar-Werke schließen sich zur
Saar-Normengruppe zusammen. Jedes Werk schickt
einen Normenfachmann in den Arbeitsausschuß.
Zur Erledigung der Geschäfle wird eine
zeschäftsstelle unter dem Namen „Saar-Normenstelle“
gegründet. Ueber die Art der
Zusammenarbeit dieser Organe ist nichts näheres zu
sagen, sie ergibt sich von selbst. Wichtig ist, daß
monatlich mindestens eine Sitzung des Arbeitsausschusses
stattfindet. Bild 3 zeigt die Gliederung der
Saar-Normengruppe:
m.
Saar-Normengruppe
(gebildet von der Saar-Metallindustrie)
Arbeitsausschuß
(gebildet von den Normenvertretern
der Mitaliedwerke)
Bild 3:
Saar-Normenstelle
(Geschäftstelle)
Das Arbeitsgebiet erstreckt sich quer über sämtliche
Normen, womit sich Bild 4 für die Gliederung
ler gesamten Normungsarbeit ergibt unter der Vorausselzung,
daß noch weitere ähnliche Gruppen entstehen:
Normena": -Ahnf Verbände Normengruppen Werke.
genmr-+
0
. ©
Bild 4: <
SS
—— Ja
Wie schon erwähnt, setzt sich der Arbeitsausschuß
aus Normenfachleuten, also aus den mit der Durch
führung der Normung in den einzelnen Werken be
irauten Herren, zusammen. Sie haben, da sie als
amtliche Vertreier ihrer Firmen an den Sitzungen teilnehmen,
das größte Inleresse daran, daß etwas zu-;tande
kommt, und bilden somit die stärkste Gewähr
für den Erfolg der geplanten Einrichtung. Bei voller
‚reiwilligkeit der Mitarbeit wird so allen beteiligten
Werken die DIN-Normung wesentlich näher gebracht,
Zezüglich des Geschäftsumfanges der Normenstelle
st zu bemerken, daß er eine ganze Arbeitskraft er-'orderl;
nebenamiliche Tätigkeit kann nicht in Be
Fracht kommen.
Soll eine Normengruppe lebensfähig
bleiben und befruchtend wirken, so darf
sie nicht in den Fehler verfallen, einen
Zwang oder eine Art Bevormundung auf
ihre Mitgliedsfirmen ausüben zu wollen.
Hiergegen liegen ähnliche Gründe vor wie gegen den
jgeselzlichen Zwang bei der allgemeinen Normung.
Was nicht durch freiwilligen, auf Einsicht beruhenden
Entschluß eingeführt wird. verdient nicht eingeführt
zu werden.
Es wird zweckmäßig sein, auf dem Gebiet der
Handwerkszeuge (Hämmer, Zangen, Feilen usw.) das
landwerk Zzuzuziehen. Eine Nebentätigkeit der
Normenstelle bildet die allgemeine Auskunftarteilung,
also nicht nur an Mitglieder. sowie die