Full text : 33.1928 (0033)

8ı3

Davon entfallen:
a) auf die Regierungskommission (fünf
Sechstel von 963 084,20 Fr.) . . .. 802570,15 Fr.
b) auf die Stadt Saarbrücken (ein
Sechstel von 963 084,20 Fr.) . ... 160514,05 ,
Ausgaben für Drucksachen nn 0 3300,—
Mithin Zuschuß der Stadt „0.0.0 163°°'405 Fr.

Außerdem hat die Stadtverwaltung die Verwaltungsxosten
 (Gehälter, Heizung, Reinigung und Beleuchtung
u. a.) zu tragen.

Uebersicht über die Inanspruchnahme der Erwerbslosen-Fürsorge
 in den einzelnen Monaten.

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‚nterst

Mnte-stätte

 stützungs-Betrag | rraypen-Kassen-



1x
5
3
-

Er

April
Mai
Juni
juli
Aug.
Sept.
Okt.
Nov.
Dez.
Jan.
Febr.
März

712 91812508 15914 79569.10° 38 360.05.117 929.15/ 5 736,05
526 711 8383 11545 54.225.555 279641,351 82189.90° 4279.45
454 634 8135 12304 53404.9%  29721,30; 83126,20 3165,40
253 400 3910 6292 25816,40 "5177.40 40.993,80 2400.30
196 322 3108 53041 21 421.90 3 038.20 34.460,10, 2833.15
166 281 3202 5117 21301.00 2546.15 33847.15 2077.55
167. 275 2515 298% 16929.10- 9770,25] 2669935 1776,75
322 509 4943 ©" 33 778R" [9721.50 52500.30 2224,50
812122610436! * AR) 36 169.60. 106 625,60 3064,55
1012151313635: 1.815 985 32573.05142 358.50 452.45
561 892 95342 605 53 767,00 387652.15.101 419.65 061.15
451' 694 6660 10557 57 185.000 35 883 001 93 068.001 3319 90
36928375387 149132 694 591 411.70.330 277.00 921 688.70.41 395.50

Sa

Von den Unterstützungsemnfängern waren

Monat

ledia

ohne
Kinder

Verheiratet

9 Kinder

rn

. | 5 und mehr
* Kinder Kinder

April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Jezember
Januar
Februar
März

364
211
170
7
68
43
46 9
110 110
311 231 17
375 302 18
161 166 12
152 im 142 ! 8
2101 | 1225! 1711 | 8551 | 104

142
112
100
61
55
fi

“1
14)

Summe

Berufsberatung.
Die Aufgabe des Berufsamtes und Lehrstellenvermittlung.
Die Eingliedrung der berufsfähig gewordenen Jugend
ın das Wirtschaftsleben entsprechend den Neigungen, den
körperlichen und geistigen Anlagen und Fähigkeiten, wobei
 den Anforderungen der wirtschaftlichen und Familienverhältnisse,
 der Wirtschaft wie dem Berufsstreben und
den Fähigkeiten des einzelnen Rechnung zu tragen ist,
erfordert enges Zusammenarbeiten mit dem Schulen, den
Schulärzten und den Berufsorganisationen. Es soll damit
erreicht werden, daß der Berufssucher an den Platz gestellt
wird, der ihm die Entfaltung aller seiner Kräfte nach
Möglichkeit gewährleistet.
Der Aufbau des Berufsamtes ist dementsprechend er-Iolgt,
 Mit den Hilfs-, Volks-, Mittel- und höheren Schulen
besteht inniger Kontakt durch die Vertrauenspersonen.
Im Herbst gehen den Hilfs-, Volks- und Mittelschulen, den
höheren Schulen, soweit es gewünscht wird, die Schülerkarten
 zu, die von den Jugendlichen unter Anleitung des
Lehrers auszufüllen sind. Außer den Fragen zur Person
hat der Schüler Auskunft zu geben über den Beruf des

Vaters, ob die Eltern noch leben, wenn nicht, woran sie
starben; dann aber vor allem, was der Jugendliche werden
will und welchen Beruf die Eltern wünschen. Besonderer
Wert wird auf die psychologische, pädagogische Erfahrung
ınd Mitarbeit des Lehrers gelegt, der die durch jahreange
 Erfahrungen gewonnenen Einblicke in die intelekuelle,
 manuelle und charakteriologische Veranlagung der
Kinder bei Beantwortung des Fragebogens verwerten kann
ınd somit dem Berufsamt zur weiteren Verwertung zuzänglich
 macht. Damit ist die Zusammenarbeit mit der
schule noch nicht erschöpft. Durch die unterrichtliche
ınd erziehliche Einwirkung sollen die Kinder auf die sachüiche
 Bedeutung des Berufes hingewiesen werden, damit sie
den Beruf nicht nur als eine günstige Gelegenheit zum
Geldverdienen, sondern als den Inhalt des späteren Lebens
ansehen. Durch gemeinschaftlich mit der Schule zu veranstaltende
 Vorträge soll auch den Eltern nahegelegt werlien,
 mehr als bisher auf die im Kinde liegenden ernsten
Veigungen, Wünsche und Begabungen als auf die die
zltern‘ meistens stark hewegende wirtschaftliche Seite Wert
u legen.
Mit der Schülerkarte hat das Berufsamt auch in diesem
jahre wieder allen Eltern der zur Schulentlassung stehenden
 Kinder ein Merkblatt „Winke und Ratschläge zur
Berufswahl“ zugehen lassen, in dem es u. a. heißt:
Laßt euren Söhnen und Töchtern eine abgeschlossene
Schulbildung zuteil werden. ;
Laßt eure Kinder eine regelrechte Berufslehre durch:
machen.
Weiter wurden jedem schulentlassenen Kind zwei von
iem von dem Reichsausschuß für hygienische Volksbelehzung
 herausgegebenen Merkbüchelchen „Gesundheit ist
Lebensglück‘“ kostenlos übergeben. Den Schulen wurde
zur Besprechung ein Heftchen ‚Mein Weg ins Leben‘
ibergeben,
Als eine der folgenschwersten Erscheinungen des Krieges
und der Nachkriegszeit ist wohl der ungünstige körperliche
Zustand unserer Jugend zu bezeichnen. Die Berufswahl
erfordert deshalb heute eine ganz besondere Prüfung der
körperlichen Geeignetheit zum Berufe, Dank der Mitarbeit
des städtischen Schularztes kommt hier, man kann sagen,
ein lückenloses Material über die Untersuchung aller zur
Schulentlassung gekommenen Kinder zusammen. Die Ergebnisse
 der Untersuchung werden auf dem Schülerbogen
vermerkt. Für Kinder, die der Schularzt noch nicht für
arbeitsfähig hält und Erholung oder Landaufenthalt vorschlägt,
 wird in Gemeinschaft mit dem städt. Gesundheitsamt
 als auch mit den privaten karitativen Verbänden Erholungsfürsorge
 durchgeführt. Im vergangenen Jahr konnte
eine ganze Anzahl derartiger Kinder auf dem Lande
zur Erholung untergebracht werden. In diesem Zusammenhange
 sei auch auf die sozial-fürsorgerische Tätigkeit der
Berufsberatung hingewiesen. Mit Wohlfahrtsamt, Armenamt,
 Kreisfürsorgeamt und Jugendamt besteht engste Ver
bindung und bestes Einvernehmen

Zusammenarbeit mit anderen Stellen,

Hierüber kann erfreuliches berichtet werden. Die Hanijelskammer
 sowie die Handwerkskammer fördern die
Arbeiten bereitwilligst und tatkräftig. Die Handelskammer
ıat in einem längeren Artikel in der „Saar-Wirtschaftsreitung‘“
 auf die Arbeiten des Berufsamtes aufmerksam genacht
 und empfohlen, das Berufsamt zu benutzen. Die
dandwerkskammer hat den Innungen die Zusammenarbeit
nit dem Berufsamt empfohlen. Die mit den Innungen
wufgenommene Verbindung hat zu bestem Einvernehmen
zeführt und berechtigt in der Weiterzusammenarbeit zu
len besten Hoffnungen. In mehreren Innungsversammungen
 wurden Vorträge über die Einrichtung des Berufsamtes
 und über den Zweck der Berufsberatung gehalten.
Auf Wunsch einiger Innungen wurden in Gemeinschaft mit
nnung und Gewerbeschule Eignungsprüfungen abgehalten.
Auch von den anderen Organisationen, z. B. Anstalt für
Arbeitskunde der Saarindustrie e. V., Arbeitgeberverband
ür das Baugewerbe und Schutzverein für Handel und Gewerbe,
 wurde großes Interesse an der Arbeit des Beufsamtes
 gezeigt.
Erfreuliches kann auch über die Zusammenarbeit mil
ler Oeffentlichen Gewerbeschule und der Oeffentlichen
dandelsschule der Stadt Saarbrücken geschrieben werden.
Die Fachlehrer der Gewerbeschule haben sich zu den von
ten Innungen gewünschten Eignungsprüfungen bereitwilligst
            
Waiting...

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