Full text : 33.1928 (0033)

24. Februar: Zentraldirektion der Tabakregie,
 Prag: Zigarettenpapier, Näheres durch die
ausschreibende Stelle

Jugoslawien,
8. Februar: Post- und Telegraphen-Ministerium,
 Belgrad (Nr, 480982): 24500 verschiedene
Eisenträger mit 20000 Stück Schrauben,
11. Februar: Eisenbahndirektion Subotica
 (Nr. 62718 27): Verschiedenes elektrisches Material
laut Verzeichnis,
7. Februar: Industrieabteilung der Monopolverwaltung
 Belgrad (). M. Nr. 134): Dieselmetor
 von etwa 120 bis 125 PS mit entsprechendem
Generator und Zubehör.

©

Madagaskar.
10, März: Ministere des Colonies, rue Oudinot,
 27, Paris: Für den Service des Postes et Tele
graphes de Madagaskar folgendes Material: Los 1:
Büroartikel, Siegellack, Dextrin, Stecknadeln, Gummi:
arabikum in Stücken, violette Tinte in Pulverform usw.
Los 2: 65000 m Kabel, 700 m Kupferdraht, isoliert
durch Gummi und Baumwolle, 10000 m Kupferdraht
zu 9 ‚2 mm, galvanisiert, isoliert mit Gummi und Band
Durchmesser außen 3qmm, in Kronen zu 100 m, Los 3
800 Knäuel grobe Schnur, 7000 Knäuel mittlere Schnur,
7000 Knäuel feine Schnur. Los 4: 15000 kg Papier für
Depeschen; 15000 kg azurblaues Papierband von 10 mm
für Hugues- und Morse-Apparate, 1000 kg weißes Papier
zu 16 mm für Siphons, Lastenheft durch die ausschreibend«
Stelle.

Mitteilungen der Produktenbörse
 — 7 ör teken,

Börsenbericht.
Saarbrücken, den 24. Januar 1928,
Während von den nordamerikanischen Märkten eine
gewisse Befestigung, von den argentinischen wenigstens
Stetigkeit berichtet werden kann, ist die Preisbildung am
Berliner Zeithandelsmarkt eher eine rückläufige zu nennen,
Bedingt durch die starke Ausdruschtätigkeit im Reich
kommen jetzt doch nennenswerte Mengen inländischen
CGetreides an den Markt, so daß in Berlin Weizen etwa
115—2 Mark billiger notiert war, als in der Vorwoche,
Nach den Berichten des deutschen Landwirtschaftsrates
sollen die Weizenbestände, die sich noch bei der Landwirtschaft
 befinden, recht erhebliche sein,
Wenn trotz der großen Weltweizenernte dieses Jahr
ein weit höheres Preisniveau als im Vorjahre festzustellen
ist, so dürfte dies in der Hauptsache auf das vollständige
Fehlen der russischen Zufuhren zurückzuführen sein, Der
Artikel in der „Saarbrücker Zeitung“ vom Mittwoch,
den 25. Januar 1928, über die Getreidekrise in Rußland
kann wohl am besten durch die nachfolgenden Zahlen
über den russischen Getreideexport ergänzt werden,
Rußland exportierte im August‘ Dezember 1926 610 00C
Tonnen Weizen, 117000 t Roggen, 361000 t Gerste
87000 t Mais; in der gleichen Zeit 1927: 155090 t Weizen
341000 t Roggen, 40000 t Gerste, 17030 t Mais, Neuerdings
 haben die Abladungen aus Rußland kaum mehr eine
Bedeutung für die Bedarfsländer,
Im hiesigen Getreidegeschäft ist ein genügendes Angebot
französischer Ware hauptsächlich aus dem Innern festzustellen,
 während die Zufuhren aus Elsaß-Lothringen
weniger geworden sind, Preisveränderungen sind in den
letzten Wochen kaum eingetreten, Lediglich Mais ist
durch die Hausse erfaßt und gegen die Vorwoche wiederum
2 Fr. teurer, Der Mehlabsatz im Saargebiet ist sehr
schleppend, da die Bäckereien durch frühere Abschlüsse
noch gedeckt sind, Demzufolge sind die Preise recht
gedrückt; es werden unter dem Zwang der Verhältnisse
Creschäfte abgeschlossen, die teilweise mit den Mühlenpreisen
 übereinstimmen und dem Handel keinen Nutzen
lassen. Roggenkleie ist mit 92 Fr. 2 Fr über der vorvöchigen

 Notiz und infolge des geringen Anfalles sehr
zut gesucht, Auch grobe Weizenkleie ist von 92 Fr, auf
4 Fr. heraufgesetzt. Futtermehl unverändert im Preis,
Kartoffeln notieren etwas billiger; die Nachfrage hat
jich merklich belebt. Verhandlungen über das Saatgeschäft
verden zwischen den Abladern bereits gepflogen, ohne
laß es indessen zu Abschlüssen bereits gekommen ist.
Am Düngermittelmarkt konzentriert sich die Aufmerkjamkeit
 in der Hauptsache auf Thomasmehl. Das Geschäft
hat sich etwas belebt, nachdem die Preise in Deutschland
;ich wieder befestigen konnten, Die Nachfrage für den
Export ist recht zufriedenstellend, Es muß im allgemeinen
nit einer Lieferzeit von 3—4 Wochen gerechnet werden,
la die Werke den Auftragsbestand nur nach und nach
ı1erausbringen können, Thomasmehl für den Saarverbrauch
1otiert 1,25 Fr, pro kg 0% gesamt, für den Export werden
5 Pfg. pro kg 9 citron frei Grenze erzielt,
In Ammoniak sind die saarländischen Werke bis Ende
\pril ausverkauft, Französische Ware kostet 130—135 Fr.,
ose Parität Diedenhofen, deutsche Ware einschließlich
Zoll 160 Fr.‘ bzw, mit einem Stickstotfgehalt von mehr
ıls 2100 175 Fr. Auch Chilesalpeter erfreut sich besserer
Nachfrage, man bezahlt 160 Fr. gesackt franko Saarstation.

Notierungen der Saarbrücker Produktenbörse.
Offizielle Preise der Proauktenbörse zu Saarbrücken
er 100 kgy waggonfrei Saarbrücken für den Großhandel

17. Januar
Fr.

24 Jayuar
Fr.

Mühlenfabrikate:
Tendenz: behauptet

Veizenmehl, Basis fl.
Veizenmehl, Super.
Veizenmehl, innerfr,
zoggenmehl 0,
toggenmehl 01
N eizenkleie, fein
Veizenkleie, gTC.
loggenkleie ... .
N eizenfutterm®' .
zoggenfuttermehn, . n
Getreide:
Tendenz : behauptet.
Neizen, einheimischer ..........
Neizen, französischer... .......
toggen, einheimischer. .......
toggen, französischer. .
loggen, deutscher .
Zraugerste ...... .
*uttergerste . .
lafer, .......
\uslandshafer .
\uslandsweizen.
>Jatamais .....
>fälzer Roggen

249
237
222
202
87
92
9)
115
120

249 m. Sack
237
222
202
88
94
92
115
120

149
156
127
136

148
157
129 N
136 7
145—157 }
125 —- 135 m Sack
123—127
L80— 190 m. Sack
140—145 “

o. Sack

145 —157
125—135
{22 —125
180—190
139—143

Rauhfutter, Kartoffeln usw.
Tendenz: unverändeıt.

WViesenheu, lose...........
Niesenheu, gepresst
„‚uzernheu, gepresst,
» lose ..
zetreidepresstroh. .
jetreidelangstroh.
Cartoffeln 1926
Cartoffeln weisse
Cartoffeln, rote ..
<artoffeln Industrie
Zwiebeln, grosse .... .
7 wiebeln. kleine und mitıs,

2
58
66
Aa

53
59
66
60
32

40
40
18

Redauklionsschluß: Millwoch, den 25. Januar 1928.
            
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