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die Ausnutzung zahlreicher Bergwerke und Wälder weger
der zu teuren Fracht überhaupt unterblieb. Als Ausgangspunkt
der neuen Bahn kommt entweder Karaköj-Bozück
oder Biledschik-Bozück in Betracht. Die Länge der neueen
Bahnstrecke würde nur 85—90 km betragen und wegen des
nicht allzu schwierigen Geländes auf keine unüberwindlichen
finanziellen Schwierigkeiten stoßen. Wenn gleichzeitig
die schmalspurige Bahnlinie Brussa—Mudania (am
Marmarameer) in eine vollspurige verwandelt würde,
könnte auch für die Verfrachtung der inneranatolischen
Produkte eine Abkürzung des Frachtweges um etwa 100
Kilometer erzielt werden, so daß die Rentabilität beider
Bahnstreckenm durchaus gesichert erscheint.
Portugiesisch-Westafrika.
Der Hafen von Lobito nimmt in der letzten Zeit
Anen ziemlichen Aufschwung. Nachdem die Regierung
von Angola neue Anlegeplätze geschaffen hat, beabsichtigt
auch die Eisenbahngesellschaft, im Interesse des Kupferhandels
und des Eisenbahnausbaus neue Kais anzuliegen
und hat sich auch schon Ländereien für weitere
Ausdehnungen gesichert. Ein neues Hotel und eine großere
Anzahl von Wohnhäusern sind im Bau. Eine belgische
Schiffahrtsgesellschaft soll, wie verlautet, die Absicht
haben, Lobito regelmäßig anzulaufen und mit der portu;-giesischen
Regierung deswegen verhandeln, Vermutlich
wird der neue Hafen dann auch die Schiffe anderer
Nationen mehr an sich ziehen.
Argentinien.
Eine Eisenbahnlinie von 90 km Länge mif einem
Kostenpunkt von 230000 € soll zwischen La Paz und
San Jaime baldigst in Angriff genommen werden, Die
erste Abteilung führt von La Paz bis Feliciano und
wird den Bau einer größeren Anzahl von Brücken über
Nebenflüsse des Parana und des Uruguay erfordern.
Die argentinische und die chilenische Regierung vernandeln
über einen Chausseebau, der über die
Anden führen soll, um Mendoza (Argentinien) mit La
Cumbre (Chile, östlich von Valparaiso) zu verbinden.
Elsaß-Lothringen,
Die Chemins de Fer d’Alsace-Lorraine werden
demnächst Preisangebote für die Lieferung von PDersonen-
und Güterwagen einfordern. Es scheint sich um
einen bedeutenden Auftrag zu handeln.
Tschechoslowakei.
Für das kommende Rechnungsjahr hat das tschechoslowakische
Eisenbahnministerium die Beschaffung
von 55 Lokomotiven, 12 Tendern, 70 Personenwagen,
30 Dienstwagen, 100 gedeckten und 255 offenen Güterwagen
und 4 Traktoren für Verschiebungszwecke heschlossen.
Kolumbien.
Der Ausbau der Carare-Eisenbahn zwischen
Tunja und einem Punkt an der nördlichen Bahnlinie,
104 km entfernt, soll nunmehr begonnen werden. Später
wird die Linie nach Puerto Aquielo am Carare-Fluß, einem
der hauptsächlichsten Nebenflüsse des Magdalenenstroms,
verlängert werden. Die Eisenbahn wird stellenweise in
einer Höhe von 2000 und mehr Meter über dem Meeres:
spiegel geführt werden. Ferner soll eine Strecke der
westlichen Bahn zwischen Caceres, 403 Meilen von Bogota,
und Bolombolo gelegt werden, die sich später möglicherweise
bis Cartago ausdehnen wird.
Ecuador.
Für das laufende Jahr hat die Regierung die Ausdehnung
der Eisenbahn von Puerto Bolivar (an deı
Westseite des Gambeli-Kanals, der den Golf von Guayaquil
mit dem Guayas-Fluß verbindet) nach Loja in Aussicht
genommen. Die Bahn wird eine Höhe von 2500 m erreichen.
Jetzt führen nur Saumpfade dorthin. Ferner
soR die Quito-Lorenzo-Eisenbahn eine Ausdehnung erahren
Peru.
Die Regierung hat einem einheimischen Ingenieur eine
<onzession für die Eisenbahn erteilt zwischen Castrovirreyna
(4000 m hoch) und dem Hafen Pisco.
Spanien,
Nach der Zeitung „El Debate‘‘ sind für Ende Dezember
Jekrete zu erwarten, die den Ausbau des Kanalı1etzes
zwischen dem Tajo und dem Llobreyat
zugunsten eines schnelleren Transportes landwirtschaftlicher
Erzeugnisse betreffen. Für Ende des Jahres ist
>benfalls die Ausschreibung eines Öffentlichen Wettbeverbs
für die Elektrifizierung von über 25000
<ilometer Eisenbahnstrecke vorgesehen.
Die spanische Regierung hat den Bau einer Normal-;purbahn
genehmigt zwischen Moncada-Bifurcacion und
5an Juan de las Abadesas in Cataluna, wo sich große Bergand
Hüttenwerke befinden. Eine gleiche Eisenbahn von
etwa 80 Meilen Länge soll von San Juan de las Abadesas
nach Barcelona gebaut werden.
Die Direction General de Obras Publicas,
Zarretera, wird demnächst den Bau einer Brücke
iber den Tagus am Wege zwischen Guadalupe und
Navalmoral (Toledo) ausschreiben. Die Kosten für die
Ausführung werden auf 560900 Pesetas geschätzt. Unteragen
von der ausschreibenden Stelle,
Lettland.
Das Ergänzungsbudget der Stadt Mitau, das dieser
Tage in Vorlage gebracht wird, sieht einen Posten von
200000 Lats für die Erweiterung des Stromnetzes
der Elektrizitätszentrale Mitau vor
Estland.
Das Stadtamt Reval beabsichtigt, im Laufe der
lächsten drei Jahre 1290 neue Wohnungen auf dem
Polizeiogorod zu errichten, wofür die Summe von 7,5
Millionen Kronen vorgesehen ist. Die neuen Häuser wer-1en
in der Hauptsache auf städtischem Orunde errichtet.
Rumänien.
Die Elektrizitätsversorgung von Kronstadt war bisher
ungenügend und stark dezentralisiert. Nunmehr haben
sich die größten Industrieunternehmungen zur Errichtung
eines Elektrizitätswerkes zusammenge-;chlassen
und eine eigene A.-G., die Kronstädter Zentrale
'ür Industrielle Energie, mit einem Aktienkapital von 50
Millionen Lei gegründet. Die neue Zentrale wird für
>ine Leistung von 3000 PS eingerichtet und soll alle
Straßen von Kronstadt, die HMausanschlüsse und die In-Justrieanschlüsse
mit Strom versorgen. Ob die einschlägizen
Lieferungen durch Ausschreibung oder auf direktem
Wege vergeben werden, steht nicht iest. Auch ver-‚chiedene
Elektrizitätswerke in der Umgebung von Kronstadt
planen Erweiterungen, so im besonderen das Elekrizitätswerk
in Fogarasch A.-G. Dieses arbeitet gegenwärtig
mit einem Dieselmotor und einer Dampfmaschine,
will aber demnächst ein weiteres Aggregat aufstellen.
Die Ausschreibung des Baues und der Einrichtung wird
demnächst erfolgen.
Ausschreibungen.
Das Hochbauamt für Militär- und Wohnungsbauten,
Saarbrücken, Hellwigstraße 42, hat folgende Ausschreihunyen
erlassen:
Die Ausführung und Lieferung der sanitären Installationsarbeiten
und Einrichtungsgegenstände zum Neubau von
zehn teils größeren Staatsbeamtenwohnungen in Saarrücken,
Ecke Uhland- und Bismarckstraße, soll öffent.
‘ich vergeben werden.
Verdingungsunterlagen ‚können zum Preise von 15 Fr.
in bar, nicht in Briefmarken) von dem ausschreibenden
Bauamt, Zimmer 20 (solange Vorrat reicht), bezogen
werden, woselbst auch alle weiteren Auskünfte erteilt
verden, Eröffnungstermin: Freitag, den 26. Oktober 1928.
zormittags 10 Uhr