durch Einführung der Höchstspannungs-Leitungen. In
diesem Falle würde der Zustand noch unerträglicher,
da bei dem außerordentlich dichten Netz erhebliche
Slörungen unvermeidlich wären, welche die Mangel
Merzig
haltigkeit des heuligen kleinen Fernsprechverkehrs iı
ciner Weise sleigern würden, die für die Wirltschafi
nicht tragbar erscheint,
SiWende!
Beckingen
Saarlouis
Illingen
Völklingen Sulzbach
Nerinkirchen Homburg
Bexbach
Bous
Saarbräcke:.
Wie hälte man sich nun die Ausführung dieses
Schne!llverkehrs praktisch vorzustellen? - Zunächst
müßten einmal die Hauptknotenpunkte durch leistungsfählge
Kabel verbunden werden, das heißt. es müßle
ein Kabel von Saarbrücken nach Neunkirchen gehen
und von Saarbrücken nach Saarlouis. Von diesen drei
Aecmlern aus würden dann die übrigen Orle ange
schlossen. An Saarbrücken -— Völklingen, Sulzbach
St. Ingbert usw.; an Saarlouis — Merzig. Beckingen
Bous usw.: an Neunkirchen — St. Wendel, Bexbach
Homburg usw.
Heule ist im Prinzip der Stand so. daß von Merzig
direkt eine Leitung nach Neunkirchen geht. nach
St. Wendel, nach Homburg usw. Das würde später
alles wegfallen. Die vielen getrennten Leitungen mit
ihren großen Unterhaltungskosten, ihren Störungen
durch die Atmosphäre kämen in Wegfall. Es kämen
dafür die zwei leistungsfähigen Kabel, und alle Ver.
bindungen gingen über die drei Brennpunkte Saar.
brücken — Neunkirchen -— Saarlouis. Es gibt da:
eine schr einlache und übersichtliche Netzgeslaltung
Im Prinzip könnte dieser Schnellverkehr nach Le:
gung der Verbindungskabel auch mit Handämtern
durchgeführl werden. In diesem Falle müßlen aber
besondere Hilfsplätze in Neunkirchen. Saarbrücken
und Saarloais mit besonderen Beamtinnen eingerichtel
werden, Es ist dieses natürlich mit nicht unerheb
lichen Kosten verknüpft, und es liegt daher nahe
daß man gleich den weileren Schriit macht und
wenigstens diese drei Knotenpunkte automalisieri
Neunkrichen ist bereits automalisiert. Wäre noch zu
aulomaltisieren Saarbrücken und Saarlouis. So viel
mir bekannt ist, ist diese Automatisierung, wenigstens
für Saarlouis, schon in Vorbereitung und soll auch für
Saarbrücken in Angriff genommen werden. Der volle
Vorteil des Schnellverkehrs würde erst in Erscheinung
lreten, wenn die Automatisierung von Saarbrücken und
Saarlouis mit durchgeführl ist. Es ist ohne weiteres
klar, daß diese Automatisierung eine gewaltige Entllaslung
des gesamten Apparales ml sich bringt und
daß die verbleibenden Restaulgaben von den Beamten
mit größerer Sicherheit und Schnelligkeit erledigt werden
können. — Nach Legung des internationalen
Kabels und nach Ausbau des Schnellverkehrs wären
dann über ihre kurzen Verbindungsleitungen sämtliche
Orte an den inlernationalen Verkehr angeschlossen.
Welchen Vorteil dieses für die einzelnen Geschäftsleule
bedeutel, liegt ohne weiteres auf der Hand. -
©s könnten also sämtliche Orte des Saargebietes im
Sofortverkehr während der Dienststunden ihres Amtes
niteinander sprechen und auch an das Fernsprechnetz
ingeschlossen werden. Nach Umwandlung auch der
xleineren Aemter in Automaten-Aecmter könnte jede
Stelle auf dem Lande sich zu jeder Tages- und
Vachtzeit sowohl innerhalb ihres Amtsbezirkes als
auch unmilielbar in den Fernverkehr einschalten,
la auf den großen Aemtern Saarlouis, Neunkirchen
und Saarbrücken ein durchgehender Nachtdienst vorhanden
ist. Bei der Ausführung dieses Planes ist aber
ans zu beachlen. Die Ausführung der Automatisieung
auch der kleineren Aecmler wird sich auch bei
;scharfem Ausbautempo immer erst in drei
is vier Jahren erledigen lassen, Bis dahin würden die
ıllen Aemter bestehen bleiben. und da erscheint es
wichtig, ganz besonders darauf hinzuweisen. welche
Zrfahrungen man in Deutschland bei dem Umbau der
veize auf Schnellverkehr gemacht hat
Nalurgemäß hat sich der Umbau ganz ähnlich vollzogen,
wie ich ihn hier cben skizziert habe, und
38 haben sich dabei oft nicht unerhebliche Schwierigzeiten‘
und Störungen ergeben, wenn es sich um den
Anschluß der bestehenden alten Aemiter an die molernen
Autfomaten-Zentralen handelte, Es sind hierfür
neines Wissens besondere Schaltungen ausgebildet und
arprobl worden, die es erlauben, einen störungsfreien
verkehr dieser kleinen Aemler mit der automatisierlen
Zentrale zu ermöglichen,
Da es sich bei dem Änschluß der kleinen Aemter um
zenau die gleiche Art von Acmtern handelt wie im
‘heinisch-wesifälischen Revier, so wäre es zweifellos
sehr zu empfehlen. die dort verwendeten Schaltarten
;hne weileres zu übernehmen und sich die Erfahrun-;jen
zunutze zu machen, die man dort gesammelt hat
Es erscheint wichlig, gerade auf diesen Punkt ganz
jesonders hinzuweisen, damit die Vorteile des Schnellverkehrs
auch den Landanschlüssen in vollem Um-'ange
zugule kommen, die ja heute unter der Vor
zögerung am allermeisten leiden. — Nalurgemäß lassen
sich auch andere Anschlußmelhoden ausklügeln. als
;jje bei der deutschen Umstellung auf Schnellverkehr
ıngewendet sind, aber es ist hierbei zu beachten.
Jaß etwas Derarliges 1. immer schr kostspielig ist
ind daß wir 2. hier mit Beamlen nicht gesegnet sind
lie sich bei Störungen. die an abnormalen Schaltungen