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Mitteilungen des Wirtschaftlichen Vereins
Die Lage am Saareisenmarhkt.
Ninter angesammelt wurden, trotz erheblichster Preis-/ugeständnisse
auf dem Weltmarkt abzustoßen, so daß
lem kommenden Winter wegen der Lagerungsunmögiichkeit
nfolge Platzmangels mit Sorge entgegengesehen werden
nuß, Die im Ausland erzielbaren Preise liegen zum
Teil weit unter Sehbstkosten.
In Abflußrohren und Kanalisationsguß für Haus- und
;traßenentwässerung ist die Beschäftigung besser, jeloch
sind auch hier die im Ausland erzielbaren Preise
ınlohnend. In Heizungskörpern für Zentralheizungen, die
ast nur für den Saarmarkt in Frage kommen, ist die
3Zeschäftigung gering, und die Preise sind infolge der
ranzösischen Konkurrenz sehr gedrückt.
Die Erz- und Kohlenbelieferung ist im allgemeinen
‚Is normal zu bezeichnen, Die Schrottpreise zeigen nach
‚orübergehendem Ansteigen wieder rückläufige Tendenz,
vas nach bisherigen Erfahrungen als ein ziemlich sicheres
Anzeichen für ein weiteres Absinken der Konjunktur geleutet
werden kann. In diesem Zusammenhang ist von
nteresse, daß von der Eisenindustrie des Ruhrgebietes
7eierschichten gemeldet werden. Nicht unerwähnt darf
chließlich bleiben, daß die am 1. Oktober eintretende
Tariferhöhung der Deutschen Reichsbahn, die naturgemäß
ıuf die Gemeinschaftstarife Saargebiet—Reich nicht ohne
Auswirkungen bleiben kann, den Vorteil, den die rheinischwestfälischen
Werke durch ihre Wasserverfrachtungsmögichkeiten
haben, noch weiter vergrößern wird.
Saarbrücken, den 8. September 1928.
Die im Jetzten Bericht als Folge der fortschreitenden
Syndikatsbildung erwähnte Belebung des französischen
Inlandsmarktes hat Hand in Hand mit einer
vewissen Preisbesserung weiter angehalten, Der Saarmarkt
wird immer noch durch französische Konkurrenz
nachteilig beeinflußt, wenn auch nicht mehr .in dem
früheren Umfange, Hinzu kommt neuerdings für den Saarmarkt
eine gewisse Beunruhigung, die als Folge der in
len letzten Tagen gemeldeten Schwierigkeiten einiger
Finanzinstitute zu betrachten ist.
Der Exportmarkt hat weiter angezogen, spielt
aber immer noch eine untergeordnete Rolle im Verhältnis
zum Gesamterlös, da die Saarhütten als Mitglieder des
Stahlwerksverbandes infolge ihrer bekannt ungünstigen
zeographischen Lage unter der den Export hemmenden
Yorfrachtbelastung zu den Seehäfen zu leiden haben.
Der für die eisenschaffende Industrie maßgebende
deutsche Infandsmarkt steht immer noch im
Zeichen starker Zurückhaltung. Die Abrufe sind zum
Teil sehr schlecht. Nach Lage der Jahreszeit ist leider
auch nicht zu erwarten, daß der Baumarkt dem deutschen
«Jeschäft noch belebende Impulse verleihen wird. Auch
ın Feinblechen hat die Nachfrage stark nachgelassen, so
4Jaß bereits mit kürzeren Lieferzeiten gerechnet werden
kann, Die Preise für Feinbleche sind innerhalb der
ı‚etzten vier Wochen in scharfem Wettbewerb um 5 bis
10 Mark zurückgegangen. Neuerdings ist die rückläufige
Bewegung zum Stillstand gekommen, obwohl auch bei
den jetzigen Preisen von einem Nutzen keine Rede sein
xann,
Soweit Oberbaumaterial in Betracht kommt, hat das
Zisenbahnzentralamt, das bekanntlich seine Aufträge bisher
stark gedrosselt hat, dem Stahlwerksverband seinen letztjährigen
Bedarf mit 550000 t angekündigt. Hierzu ist
jedoch zu bemerken, daß diese Menge an und für sich
hinter dem Bedarf früherer Jahre nicht unwesentlich zurückbleibt
und daß ferner ein großer Teil des darin enthaltenen
Materials, wie 30-m-Schienen und Buchholzschwellen
(mit aufgeschweißten Platten), für die Saarwerke
zurzeit noch nicht ausführbar sind. Es liegt zwar
den Saarwerken ein großer Auftrag Oberbaumaterial für
indien vor, der jedoch hinsichtlich Walzung, Adjustierung
und Abnahme ungewöhnliche Ansprüche an die Hütten
stellt und so zu einem Verlustgeschäft wird. Die Saarhütten
waren aber mangels sonstiger Aufträge gezwungen,
m Interesse der Beschäftigung ihrer Betriebe dieses Verusigeschäft
hereinzunehmen.
In gußeisernen Druckröhren für Gas- und Wasser-‚eitungen
ist das Geschäft nur in einigen wenigen Lichtweiten
annähernd genügend; im allgemeinen war es aber
disher nicht möglich, die großen Vorräte. die im letzten
© "ker Zollireilager G.m.b.H.
Anschlußgleis am Bahnhof Brebach-Saar,
Bahnstation für Stückgut u. Wagenladung:
Brebach-Saar, Anschlußgleis, „einzige als
„entrepöt reel“ im Saargebiet konzessionierte
Gesellschaft 7allamt „Saarbrücken
entrepöt“ im Lagerhaus, Lagerung unter
Zollverschluß bi- 2” 5 Jahren, Lagerung
nnter Zollkontrolle, Teilverzollung, Probeentnahme,
Umladuna usw. -
Lagerung. 1
unverzollter Güter im eigenen Lagerhaus
V
Das Rationalisierungsproblem der Saar-Elektrowirtschaft.
Von Generaldirektor Ahlen. Köln
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“ra *
“te ilungen.
Wegen der grundsätzlichen Bedeutung, die das von
Herrn Generaldirektor Ahlen abgegebene Gutachten über
die saarländische Elektrowirtschaft hat, geben wir es in
demselben Wortlaut wieder, der in den großen saarländischen
Tageszeitungen erschienen ist.
Die Schriftleitung.
„Im Saargebiet mit seinen reichen Energiequellen, seiner
Jichten Besiedlung, seiner ausgedehnten Industrie und
seinem stark entwickelten wirtschaftlichen Leben sind die
zünstigsten Vorbedingungen für eine rationelle Elektrowirtschaft
gegeben. Werden sie durch eine 7zweckentsprechende
Organisation voll ausgewertet, so wird sich
lie Stromerzeugung und Verteilung so günstig gestalten
assen, daß der Konsum des Saargebiets in kürzester Zeit
zanz bedeutend anwachsen wird. Gestützt auf einen
;tarken Eigenverbrauch, auf vorteilhafte Erzeugungsbelngungen,
wird das Saargebiet mit seinen großen, in den
<raftwerken der Gruben und Hütten zur Verfügung stehenjen
Abfallenergien, gelegen zwischen den Kraitwerken
ler rheinischen Braunkohle und den Wasserkräften Südleutschlands,
seinen Nachbarn ein leistungsfähiger und
zünstig gelegener Zubringer an der großen Nord-Süd-”raftstraße
sein.