Messen
& h a
u — SD —
Sonderveranstaltung
der Leipziger Großen Technischen Messe.
Mit der Leipziger Großen Technischen Messe und Baumesse
vom +4. bis 14. März 1928 sind eine Anzahl
Sonderveranstaltungen verbunden, die sicher in den Kreisen
von Handel und Industrie Icbhlhaftem Interesse begegnen
werden, so eine Betriebstechnische Tagung, veranstaltet
von dem Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung und der
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Betriebsingenieure, cine
Eienbahntechnische Tagung (Kisenbahnweikstättentagung),
veranstaltet von der Deutschen Maschinentechnischen Gesellschaft,
eine Vortragsreihe über Entwicklungstendenzen
im Lastkraftwagenbau, veranstaltet vom Reichsverband
der Automobilinditstrie und dem Verein Deutscher Ingenicure,
ein Studententag. Vorgesehen ist ferner eine
Sonderveranstaltung für die Kältetechnik in Nahrunyesmittelbetrieben.
— Aus dem Gebiete des Battwesens ist
anzuführen: Vorträge über Fortschritte im Bauwesen, Vorträge
über Straßenbau, dann eine Messetagung der Ziegelindustriellen.
Tr.
}
Zusammenstellung der hangdelspalifischen Gesetzgebung der
Tschechoslowakei, von Polen, Rum*nijen, Bulgarien, Jugoslawien,
Ungarn, italien und der Smhweiz.
Die Informationsahbteilung des Außenhandelsdienstes der
österreichischen Handelskammern, Wien 1, Stubenring 8 10,
gibt die gesamte handelspolitische Gesetzgebung der obengenannten
Länder in deutscher Sprache heraus, Die UVehersetzung
umfaßt alle Gesetze und Verordnungen hinsichtlich
der Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren, der Zolltarife
und sonstigen zollrechtlichen Bestimmungen, aller
Steuern und Ahsyaben der Ein- und Ausfuhr, der Luxusund
Umsatzsteuer, Devisenvorschriften, Handelsverträge er.
Der Preis beträgt 50 RM. im Jahresbezug, wobei unvefähr
alle acht bis zwölf Tage Lieferungen erfolgen
Mitte
V
40
Von allen bisherigen Versuchen zur Schaffung einer
Welthilfssprache ist bekanntlich das „Esperanto“ des russischen
Augenarztes Dr. Zamenhof der einzige wirklich
erfolgreiche gewesen. Dies beweist am besten die ständig
Wachsende Zahl seiner Anhänger und seine in jeder Hin-Sicht
universelle Verbreitung. Esperanto hat heute bereits
cine Weltgeltung erlangt, die von keiner staatlichen Autorität
mehr übersehen werden kann, und es wird nur noch
cine Frage verhältnismäßig kurzer Zeit sein, bis das
von seinen unermüdlichen Pionieren erstrebte Ziel der
uneingeschränkten Annahme des Esperanto als internationales
Verständigungsmittel durch alle Staaten erreicht sein
wird,
Esperanto muß also ganz besondere Eigenschaften besitzen,
die ihm diesen Siegeszug bereiten halten. Und in
der Tat wird jeder, der sich eingehender mit Esperanto
befaßt, diese besonderen Vorzüge sehr bald erkennen und
verstehen.
‚Am besten begreifen wird sie allerdings derjenige, der
sich für die Entstehung des Esperanto interessiert und da-Yurch
erfährt, welchen Faktoren es seine großen Vorzüge
und seine überragende Bedeutung zu verdanken hat.
Gar mancher, der von früheren, niemals zu richtigem
Leben gelangten Versuchen gehört hat, wird geneigt gewesen
sein, auch über Esperanto mit einem Achselzucken
und dem rasch fertigen Vorurteil „künstliche Sprache —
totgehorenes Kind“ zur Tagesordnung überzugehen, Welch
großer, nur durch Unkenntnis der Wirklichkeit entschuldbarer
Irrtum!
_ Wohl ist Esperanto das Produkt der Geistesarbeit eines
In jeder Hinsicht ungewöhnlich tüchtigen Mannes und
>prachgenies, doch zweifellos wurde sein Erfolg dadurch
begünstigt, daß sein weiser Schöpfer in selbstloser Be-;cheidenheit
und intuitiver Erkenntnis des Notwendigsten
;einer Sprache Luft und Licht zu eigenem Wachstum
ınd eigener Entwicklungsmöglichkeit zu geben verstand.
Was schon die Seele des jungen Zamenhof als Schüler
ınd Student erfüllte, was in jahrelangem Ausfeilen und
Zrproben durch Ucbersetzungen aus anderen Sprachen
mmer wieder von neuem auf seine Tauglichkeit geprüft
vurde, formte sich so allmählich zu einem homogenen
ind in sich selbst gefestigten Ganzen. Und als der geeiftere
Mann dieses in langen Jahren eifriger Arbeit
sgetragene Kind seines Geistes der Oelffentlichkeit überzab,
brachte es bereits die glänzendsten und vielverprechendsten
Anlagen mit. Diese Anlagen mußten vorerst
zenlgen, Denn es ist klar, daß der Wortschatz der
;0 geschaffenen Hilfssprache zunächst nur ein beschränkter
sein konnte und daß man es der Zukunft überließ,
vie sich das neugeborene Esperanto in Anpassung an die
hm entgegentretenden praktischen Bedürfnisse weiter entvickeln
würde, Nur grundlegende grammatische Regeln
ınd ein Wörterbuch von vielleicht 1200 Wortstämmen
»ildeten die erste, aber zunächst genügende Ausstattung.
In liebevoller Sorge wachten der Vater Zamenhof und
jeine Freunde Iediglich darüber, daß dieser fundamentale
3Zestand unantastbar und unveräußerlich blieb und daß
lie in praktischer Anwendung des Esperanto sich erzebenden
neuen Begriffe und Wortbildungen nicht gegen
lie festverankerten Grundregeln verstießen. Ueber die
\nfnahme oder Ablehnung etwa parallel entstandener neuer
\usdrücke, wenn sie nur sprachgesetzlich richtig gebildet
waren, ließ man ruhig die Praxis der die Sprache geörauchenden
Esperantisten entscheiden.
So konnte sich Esperanto, das schon seiner ganzen Enttchung
nach niemals ein Kunstprodukt aus der Wortldungsretorte
eines sprachwi-senschaitlichen Laboratoriums
Jewesen war, frei wie eine nationale Sprache durch Uebung
ınd Gebrauch zu dem entwickeln, was es heute ist:
Ein bei aller Einfachheit bild- und schmiegsames, in
ausdrucksfähigkeit und Logik den Nationalsprachen vielach
sogar überlegenes, von eigenem Geist und Leben
erfülltes, für jede menschliche Zunge gleich gut benutz-Jares
Weltverständigungsmittel. Ez.
@n.,.
Das Staatliche Straßenverkehrsamt Saarbrücken hat. faljende
Ausschreibung erlassen:
Die Arbeiten betr. die Lieferung und Aufstellung von
Narnungstafeln an Staats-, Provinzial- und Gemeindestraßen
les Saargebietes werden hiermit in allgemeiner Submission
usgpgeschrieben.,
Angebotsunterlagen sind beim Staatlichen Straßenverehrsamt,
Saarbrücken, Hellwigstraße 42, gegen eine Geıhr
von 5 Fr. erhältlich,
Angebotsfrist und Eröffnungstermin am 6. Februar 1928,
'ormittags 10 Uhr, in den Diensträumen des Staatlichen
straßenverkehrsamtes. Zuschlaesirist: 16. März .1928.
Holzversteigerung
eils vor, teils nach dem Einschlage aus den Staatswaldunzen
des Saargebietes der Oberförstereien bzw. Forstämter
<arlsbrunn, Saarbrücken, Saarlouis, St. Wendel, Fischbach,
Neunkirchen, Homburg, St. Ingbert, Neuhäusel, am Mittvoch,
den 25. Januar 1928, von früh 91» Uhr ab, zu
\aarbrücken im Johannishof:
1540 im Eichenstammholz 2.—3. Klasse, Schwellenholz
und Stangen 3.—4, Klasse.
10.180 fm Rotbuchenstammholz 1.—5. Klasse, Schwellenund
Stempelholz.
200 fm Hainbuchenstammholz 3.—5. Klasse.
410 rm Hainbuchen-Nutzscheit und Nutzknüppel.
6200 fm Nadelstamm-, Bloch-, Stempel- und Stangenholz.
30 000 Bohnenstangen.
1770 rm Gruben- und sonstiges Schichtnutzholz.
12200 rm Brennholz.
Losverzeichnisse mit einem Auszug aus den Versteige--rungs-
und auf Wunsch auch der Ausfuhrbedingungen
verschickt ab 11. Januar 1928 gegen Voreinsendung von