500
Ohne Termin: 1300 rote und 1300 grüne halbrunde
Gläser für Handsignallaternen. (E. S. R. 7652.) — 16310
kg hexagonale Schraubenmuttern aus Weichstahl in verschiedenen
Dimensionen von 5‘,. Zoll bis 2 Zoll. (E. S
R. 7643.)
Letiland.
20. August: 9 Stück Draisinen mit Hebel für „K*-ind
„N‘“-Spurbreiten und 15000 kg unbearbeitetes Guß;
eisen. — Sicherheitsgeld 5%. Auskünfte durch die Ausschreibungshehörde
*
Jugoslawien.
22. August: Ockon. Abtlig. der General-Jirektion
der Staatsbahnen Belgrad (Nr.
24513): Schrauben, Nieten, Schlösser und anderes Material.
18. August: Ing.-Tech. Abtlg. des Fliezerkommandos
Petrovaradin (Nr. 430): 3
Motorfeuerspritzen.
3. September: Eisenbahndirektion Sarajewo
(Nr. 23931 MO): Eiserne Schrauben,
*
Bulgarien.
20. August: Magistrat Sofia: CGußeiserne
Mannesmann-Stahlröhren und Formstücke. Voranschlag
215000 Lewa, Kaution 504.
20. August: Magistrat Sofia: Gußeiserne
Wasserleitungsröhren (Sandguß oder Schleuderguß) und
Formstücke. Voranschlag 930000 Lewa, Kaution 59a.
21. August: Generaldirektion der Eisenbahnen
und Häfen, Sofia: Glasscheiben für Waggonfenster.
Voranschlag 950850 Lewa, Kaution 5%«
Mitteilr „
bör:
a
en-Börsenbericht.
Saarbrücken, den 17. Juli 1928.
Sämtliche über den Ausfall der Ernte vorliegenden Nach-‘ichten
sagen übereinstimmend, daß der Stand der Feld-‘rüchte
ein ausgezeichneter ist. Auch der Saatenstand
m Saargebiet selbst läßt nichts zu wünschen übrig. Wie
uns von Sachverständiger Seite mitgeteilt wurde, stent
der Weizen sehr gut, auch Roggen ist gut entwickelt. Man
rechnet mit dem Schnitt in etwa 14 Tagen.
Aehnlich gute Aussichten bestehen für Frankreich und
das übrige Deutschland, besonders für Kanada, dagegen
wird der Ertrag der Vereinigten Staaten um etwas kleiner
als im vergangenen Erntejahr geschätzt,
Nach Abschluß der russischen Ankäufe, die übrigens
nicht 10000, wie irrtümlich in unserem letzten Bericht
vom 7. dieses Monats gemeldet war, sondern 109000 t
setrugen, ist die Haltung am Weltmarkt wiederum etwas
ı1achgiebig geworden,
Im Saargebiet selbst hat sich eine Ermäßigung von
durchschnittlich 2—4 Fr. für Mehl und Getreide durchgesetzt.
Im Getreidegeschäft sind naturgemäß vor der
neuen Ernte die Umsätze verhältnismäßig gering, da
die Müllerei nur das Notwendigste kauft, Im Mehlgeschäft
ist eine leichte Belebung eingetreten, da sehr viele Konsunmenten
nach langem Zögern nun doch Ware hinzukaufen
müssen. Die Mehrzahl der Bäckereien erwartet jedoch
noch weitere Preisrückgänge. Ob diese Hoffnung erjüllt
wird, erscheint uns recht zweifelhaft, da gerade bei
einem qualitativ guten Ernteausfall die Preise für Getreide
nicht die Nachgiebigkeit zeigen, als wenn infolge der
schlechten Qualität die Ernte rasch an den Mann gebracht
werden soll.
Besonders wird dies der Fall sein für deutschen Roggen,
der infolge seiner hervorragenden Qualität sicherlich zuıächst
stark vom Ausland begehrt werden wird. In Frankreich
hat man in einzelnen Gegenden bereits mit dem
Schnitt von Roggen begonnen, größere Mengen waren
jedoch am letzten Dienstag auf der Börse noch nicht anreboten
Futtermehle sind immer noch sehr lebhaft gefragt und
ıaben demzufolge feste Tendenz, während für Kleie die
Nachfrage weniger befriedigend ist.
Im Kartoffelgeschätt stammen die Ankünfte vorwiegend
us Nordfrankreich und Belgien. Der Handel klagt über
zu lange Transportdauer aus Nordfrankreich, der die Ursache
war, daß in den letzten Wochen verschiedene
Vaggons mit Trockenfäule angekommen sind, während
jelgische Ware eine 1ransportdauer von nur drei Tagen
»enötigt. Die belgische Ware wird jedoch jetzt knapper
werden, da dort mit Einsetzen der Getreideernte die Veradungen
von Frühkartoffeln ziemlich aufhören. Die Preise
ind in der Berichtswoche wiederum zurückgegangen,
lürften aber jetzt ihren Endpunkt erreicht haben, da das
Dreisniveau für neue Kartoffeln heute nicht mehr höher
st, als zuletzt alte Kartoffeln im Mai Juni angeboten
varen.
Die Nachfrage war in der vergangenen Woche ziemlich
ege, nur vorübergehend waren die Preise in Saarbrücken
lurch Ueberfüllung etwas matter.
Thomasmehl erfreut sich einer außerordentlich guten
Vachfrage bei sehr knappen Vorräten. Besonders gefragt
st die Ware für den Export nach- dem Reich, man
notiert zurzeit 1,253—1,30 Fr. franko Grenze für ge
samtlösliche Ware.
Notierungen der Saarbrücker Produktenbörse.*)}
Offizielle Preise der Produktenbörse zu Saarbrücken
per 100 kgy waoennirei Saarhrücken für den Ciroßhande
31. 'uli 7. Aug.
tr. Fr.
Mühlenfabrikate:
Tendenz: für Mehl ruhig
Futterartikel fest,
Weizenmehl, Basis fleur
Weizenmehl, Super.
Weizenmehl, innerfr. , . .
Zoggenmehl 0 . .
Roggenmehl 01
Weizenkleie, fein
Weizenkleie, grob
zdoggenkleie , .
WVeizenfuttermehl
oggenfuttermehl
254
246
248
240
220
205
97
100
100
122
125
m.Sact
225
210
95
99
99
119
1292
Getreide:
Tendenz: ruhig.
Weizen, einheimischer
Weizen, französischer ,
Roggen, einheimischer
Roggen, französischer
Roggen, deutscher . .
Braugerste, elsässer .
7uttergerste : @ 4
Hafer, alter 147, neuer ,
Auslandshafer . . ..
Auslandsweizen 200
>atamais .* 5 3 2 ®
>fälzer Roggen
170
130
137
168
128
1835
o. Sad
m
%
157 m.Sar
131—145
130
172 —180 | 168-176
153 156
Rauhfutter, Kartoffeln usw.
Tendenz: fest,
Wiesenheu, lose, .
Wiesenheu, gepreßft
Luzerneheu, lose
Luzerneheu, gepr.,
Getreidepreßstroh .
Kartoffeln, weiße, lose
Kartoffeln, rote. .
Kartoffeln, gelbe .
Zwiebeln
60
64
76
39
72
Ra
70
100
*) Die angegebenen Tendenzen beziehen sich imme'
auf die letzte Börsennotierung.
Redaktionsschluß: Mittwoch, den 8. August 1028