jarzustellen. Die bekannte Schaeffer’sche Darstellungszunst
hat sich aber auch hierbei auf das Beste bewährt:
Jas gesamte Arbeitsrecht ist in klarster Sprache und unsrreichbarerer
Uebersichtlichkeit wiedergegeben. Auch ist
‘trotz der Beschränkung des Bandes auf 240 Seiten keine
‘ür das Studium oder die Praxis wichtige Vorschrift übersehen,
Der Band füllt eine empfindliche Lücke der neueren
arbeitsrechtlichen Literatur aus, da ein gleichartiges Werk,
Jas die genannten Vorzüge aufweist, bisher fehlt. Für das
Studium des Arbeitsrechts erscheint der Band deshalb unentbehrlich.
Er ist aber auch für den Politiker des
Arbeitsrechts, für Beamte, für Handel und Industrie, für
jewerkschaftler und alle sonstigen Interessenten das beste
Mittel, sich in kürzester Zeit zuverlässig über alle arbeitsrechtlichen
Fragen zu unterrichten.
Gewerkschaftsatlas, Zusammenstellung der gewerkschattlichen
Spitzenverbände und Organisationen
nach dem neuesten Stande, von Joseph
Popper, mit 9 Tafeln. Verlag: Verkehrswissenschaftliche
Lehrmittel-Gesellschaft m. b,
H. bei der Deutschen Reichsbahn, Berlin.
Der Atlas enthält in Form eines Adressennachschlageverkes
in übersichtlicher Weise die in den gewerkschaftichen
Spitzenverbänden und in dem Reichsbund der
1öheren Beamten zusammengeschlossenen Organisationen,
erner die wichtigsten außerdem noch bestehenden selb-;tändigen
Arbeitnehmerverbände. Denjenigen, die sich
‚orübergehend oder dauernd mit Gewerkschaftsfragen und
der Organisation der Gewerkschaften beschäftigen, wird
jer Atlas ein willkommener Führer sein.
Mitteil}
bE‘'
- FW -- «" t@Qnen.
Börsenhbericht.
Saarbrücken, den 265. Juni 1928.
In unserem vor 14 Tagen letztmalig erschienenen Situıtionsbericht
über den Saarproduktenmarkt hatten wir
schom auf die Einwirkung der kommenden
Ernte auf die Preisgestaltung im Getreidezeschäft
hingewiesen und bemerkt, daß verhältnismäßig
zünstige Schätzungsziffern den Kurs des nordamerikanischen
Weizens auf durchschnittlich 140 Cents herunterzedrückt
hatten. Mittlerweile hat in einigen Provinzen
Ämerikas der Schnitt bereits begonnen, auch vom den
1ördlichen Provinzen und Kanada liegen gute Nachrichten
vor, so daß eine weitere kleine Abschwächung eintrat.
Im Europa werden die Aussichten für den Balkan, inshesondere
Rumänien besonders gut geschildert, während
die Ernte in Deutschland durch verschiedene Kälterückfälle
rückständig geblieben ist. Dasselbe gilt für die iIranzösische
Ernte, die voraussichtlich unter dem Durchschnitt
bleiben wird. Von Rußland liegen zwar Schätzungen vor,
J@ie jedoch nicht nachgeprüft werden können.
Die Weizen- und Roggenkurse sind hier, von
<leinen Schwankungen abgesehen, in der Berichtszeit verhältnismäßig
stabil geblieben; es ist sogar im den letzten
zwei Tagen, soweit Champagne-Roggen in Frage kommt,
eine festere Stimmung bei den Verkäufern zu bemerken,
vas wohl schon auf den oben erwähnten nicht besonders
zünstigen Saatenstand Frankreichs zurückzuführen ist.
Zhampagne-Roggen neuer Ernte wird ab Champagne mit
(33 Fr. offeriert. Weizen ist dagegen unverändert mit
{82 Fr. franko Saar notiert. Auslandsweizen hat auf die
ermäßigten amerikanischen Forderungen hin um 3 Fr.
jachgegeben,
Im Mehlgeschäft ist eine Veränderung nicht einzetreten,
Weizen- wie Roggenmcehl notiert heute 3 Fr.
billiger als vor 14 Tagen.
Futtermittel haben ihren Preisstand im wesentlichen
jehaupten können und finden auch heute noch befriediyenden
Absatz, obwohl die Nachfrage durch die Mögichkeit
der Grünfütterung etwas eingeschränkt ist.
Im Kartoffelgeschäft sind Umsätze in Ware aus
ılter Ernte im Laufe der Berichtszeit seltener geworden, da
lie neue Ware billiger geworden ist und damit für den
Konsum mehr in Frage kommt. In der letzten Woche sind
jie Zufuhren an neuer Ware aus Südfrankreich, Bretagne
ınd Italien zufriedenstellend gewesen, so daß ein schlanker
Absatz festzustellen war. Zwar waren die sonst üblichen
Jeberfüllungen nicht festzustellen, trotzdem sind Verluste
ei den rasch zurückgehenden Preisen nicht immer ver:
neidbar gewesen.
Altes Heu wird jeizt etwas besser gefragt, neues ist
für den Großhandel noch nicht recht geeignet,
Notierungen der Saarbrücker Produktenbörse.*)
Offizielle Preise der Produktenbörse zu Saarbrücken
per 100 kg wagyonfrei Saarbrücken für den Graßhande
10. ali
17. Juli
Fr.
Cr
Mühlenfabrikate:
Tendenz: ruhig.
Weizenmehl, Basis fleur
Weizenmehl, Super.
Weizenmehl, innerfr. .
Roggenmehl 0 .
Rogyenmehl 01 .
Weizenkleie, fein
WVeizenkleie, grob
Zoggenkleie .
Weizenfuttermehl
Zoggenfuttermehl
263
953
9235
220
4
98
98
116
122
261 m.Sack
253
332
217
04
08
98
116
22
Getreide:
Tendenz: ruhig,
Weizen, einheimischer
Weizen, französischer .
Roggen, einheimischer
Roggen, französischer
Roggen, deutscher
Braugerste „ %
Futtergerste .
Mater *& HOW
Auslandshafer .
Auslandsweizen
Platamais .
Pfälzer Roggen .
Rauhfutter, Kartoffeln usw.
Tendenz: Rauhfutter stetig.
Kartoffeln schwächer
Wiesenheu, lose . .
Wiesenheu, gepreßt
Luzerneheu, lose
Luzerneheu, gepr.,
Getreidepreßstroh ©
Kartoffeln, weiße, lose
Kartoffeln, rote. .
Kartoffeln, Industrie
lange, gelbe, gesacht
Zwiebeln
*) Die angegebenen Tendenzen beziehen sich imme
auf die letzte Börsennotierung.
X
ag *
1NSgen.
Die Eisenbahndirektion des Saargebietes hat folgende
‚üusschreibungen erlassen:
Die in den Werkstätten Saarbrücken, Saarbrücken-Bur:
jach und St. Wendel lagernden alten Werkstattstoffe so!
en öffentlich verkauft werden.
Die Bedingungen liegen bei der Drucksachenverwaltung,
Zimmer 14 im Eisenbahndirektionsgebäude, zur Einsicht
auf und sind dort gegen postfreie Einsendung von 3 Fr.
n kursfähiger französischer Währung in bar erhältlich
‘soweit Vorrat reicht). Freimarken werden nicht in Zahung
genommen. .
Eröffnungstermin: 2. August 1928, vormittags 10 Uhr
Znde der Zuschlagsfrist: 25. August. Vertragserfüllung
ois 27. Oktober 1928