Mitteilungen der Fachgruppe
der pisenschaffenden Industrie im Saargehiet,
Die Gewinnung ++ 1 urd WalzwerkserZEUANISS
"AR
Nach den statistischen Erhebungen der Fachgruppe der
eisenschaffenden Industrie im Saargebiet stellt sich die
Roheisen- und Rohstahlgewinnung im Saargebiet sowie
die Leistung der Walzwerke einschließlich der mit ihnen
verbundenen Schmiede- und Preßwerke im Monat April
1028 wie folgt (in metr. Tonnen):
STAND DER HOCHOEFEN:
vorhanden IP Betriet
* befindlie}
Leistungs
fähigkeit
"AL Std
T
Ende 1927
März 1928
April 1928
623
745
5'745
ROHEISENGEWINNUNG:
Giesserei- Gusswaren
Koheisen I. Schmelz
IThomas-Roheisen
"“ -isches
erfahren)
Roheisen
nsgesamt
April 1928
April 1927
16
:
1 Zu
155 675
141 913
{Ju 3
Jan.-April
1928
lan.-April
1997 ?
72 8SO0
Z1 179
508 425
‘503 757 574 954
81 275
ROHSTAHLGEWINNUNG:
?ahhlöcke
Basischer mL oktro-Martin-
| stahl
stahl
Stahlauss
Thomasstahl
Basischer |
n. Elektro Saure
Rohstahl
nsagesamt
April 25
April 27
121 720
113 947
3
093 455
1730 4017
161 399
149 440
Jan.-April
28] 515 941
Jan.-April
27) 472 8350
156 212
15515 2057| 678725
3186 1905| 624 284
‘10 898
LFISTUNG DFR WALZWEFRKE:
April 1928 ' Jan.-April 28
Halbzeug, zum Absatz bestimmt.
Eısenbahnoberbaustoffe. .......
Formeisen (über 80 mm Höhe) und
Universaleisen .......... ...
Stabeisen und kleines Formeisen
unter 80 mm Höhe..........
Bandeisen .......
Waizdraht ...........0....
Grob-, Mittel-, Fein- u. Weißbleche
Röhren (gewalzte, nahtlose und
geschweißte) ....... ...
Rollendes Eisenbahnzeug. ;
Schmiedestückke ........... .
Andere Fertigerzeugnisse ...
13 554
15457
66 967
59 1854
2 (O1
102 6581
37 270
8354
12 451
193974
157 639
39 290
54 994
39 206
5 478*)
23 787°)
87
1 299
268
Ze 4b)
Insgesamt
'9R 076
Vebersicht über die Tätigkeit des Arbeitsnachweises
der Stadt Saarbrücken im Monat April 1928,
5
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Rest des
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April
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März
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mehr
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78!
"596 156
weniger
01
| 12091 120[189, 44] oa8lı70 16] 195[288)| a1] 9254|
Die Gesamtarbeitsmarktlage hielt sich im wesentlichen
auf dem Stande des Vormonats, in den meisten Gewerbezweigen
ist die Lage wenig verändert. Lediglich im Baugewerbe
hat sich der Beschäftigungsgrad etwas gebessert,
wenn auch von einer Festigkeit des Baumarktes noch
1icht gesprochen werden kann. Die Zahl der verfügbaren
Arbeitsuchenden betrug am Monatsschluß 10853, die Zahl
der Erwerbslosenunterstützungsempflänger 242. Die Nachirage
nach landwirtschaftlichen Kräften konnte nicht
restlos gedeckt werden. In der Schwerindustrie erstreckten
sich die Einstellungen lediglich auf die normalen Abgänge.
Die Beschättigungsmöglichkeiten im Metallverarbeitungsgewerbe
waren bei zeitweiser Nachfrage nach Spezialkräften
gering. Im Sattler- und Polsterergewerbe hielt
das stärkere Angebot an Arbeitskräften während des
ganzen Monates hindurch an. Die Lage im Holzverarbeiungsgewerbe
zeigt eine weitere Verschlechterung, was
besonders auf das späte und zögernde Einsetzen der
Bauarbeiten zurückzuführen sein dürfte. Auch im Nah--ungsmittelyewerbe
ist eine Besserung gegenüber den Vormonaten
nicht festzustellen. Die Zahl der stellenlosen
Bäcker ist im Verhältnis zu früheren Jahren größer gevorden.
Das Abflauen des Beschäftigungsgrades im Be-<leidungsgewerbe,
das sich nach den Osterfeiertagen bemerkbar
machte, hat nachgelassen. Ein Ansatz zur weiteren
Besserung war am Monatsschluß festzustellen. Die
Bewegung auf dem Baumarkte war im Berichtsmonat etwas
ebhafter. Durch den Umbau der chemaligen Intanteriekaserne
zu Wohnzwecken war die Nachfrage nach Malern
und Anstreichern besonders stark. Der geforderte Bedarf
konnte zeitweise nicht restlos gestellt werden, unbeschäftigt
sind noch Pflasterer und Dachdecker. Die unzünstige
Wirtschaftslage wirkte sich auch stark im CGiastwirtsgewerbe
aus. Wenn auch durch die Eröffnung der
Saisonbetriebe sich die Lage der Gastwirtsangestellten
etwas gebessert hat, so handelt es sich doch nur um
eine vorübergehende Erscheinung. Soll im Gastwirtsyewerbe
ein betriedigender Ausgleich zwischen Angebot
ınd Nachfrage geschaffen werden, so ist es vor allen
Dingen notwendig, daß die Arbeitgeber ihren Bedarf an
Arbeitskräften bei der Fachabteilung des Arbeitsnachweises
anmelden. Der kaufmännische Stellenmarkt zeigt
an außerordentlich ungünstiges Bild, die Zahl der Stellenzuchenden
steigt täglich. Die Unterbringungsmöglichkeiten
sind sehr gering und erstrecken sich hauptsächlich auf
Spezialkräfte. Auch hier liegt es im volkswirtschaftlichen
Interesse, die Beschäftigungsmöglichkeiten für Angestellte,
Kaufleute u. a. nach Möglichkeit zu heben, dies ist
jedoch nur dann möglich, wenn sämtliche freiwerdenden
Stellen der kaufmännischen Fachabteilung des Arbeitsaachweises
zur Besetzung gemeldet werden. In der weiblichen
Abteilung ist das Angebot an Arbeitskräften für
Hausangestellte zurückgegangen, während die Nachfrage
weiter gestiegen ist. Der Rückgang der Arbeitsucher
ist darauf zurückzuführen, daß eine größere Anzahl weiblicher
Arbeitskräfte in die Landwirtschaft zurückgekehrt
st. Im Gastwirtsgewerbe waren die Beschäftigungsmöglichkeiten,
ebenso wie in der männlichen Abteilung, nur
zeitweise befriedigend. In den kaufmännischen Beruten
st eine weitere Verschlechterung eingetreten
\ Zum Teil geschätzt