Mitteilungen der Produktenbörse
zu “aarbriicken.
Notierungen der Saarbrücker Produktenbörse.*)
Offizielle Preise der Proauktenbörse zu Saarbrücken
per 100 kg waggonfrei Saarbrücken für den Großhande!
1 Mai :
8. Mai
Fr.
UT,
Mühlenfabrikate:
Tendenz: fest.
Weizenmehl, Basis fleu:
Weizenmehl, Super.
Weizenmehl, innerfr.
Roggenmehl 0 . .
Roggenmehl 01
Weizenkleie, fein
Weizenkleie, grob
Roggenkleic . .
Weizenfuttermehl
Roggeniuttermehl
270
258
376
264
242
227
97
1
„O1
115
“1a
m.Sach
245
297
97
101
:01
16
19
Getreide:
Tendenz: behauptet
Weizen, einheimische:
Weizen, französischer ,
Roggen, einheimischer
Roggen, französischer
Roggen, deutscher .
Braugerste “©
Futtergerste . %
Hafer W
Auslandshafer
Auslandsweizen
Dlatamais :
Pfälzer Roggen
Rauhfutter, Kartoffeln usw.
»ndenz: Kartotfeln u. Zwiebeln
schwächer. Rauhfutter fest.
Wiesenheu, lose, .
Wiesenheu, Ah
“uzerneheu, lose ,
uzernehen, geprebt
jetreidepreßsatroh
Kantorfein, weiße .
Wartoffeln, rote. .
Kartoffeln, Industrie
Zwieheln
185
155
161
160—170
150—155
150-155
195—205
155
18b
155
159
0. Dach
150—155 m.Sack
1530 -— 155
1 198 — 208
4133
67
14
DS
64
BA
30 AO
50 55
55 53
58 | 56
{80 166
*) Die angegebenen Tendenzer
auf die letzte Börsennotierung.
beziehen sich immer
Börsenbericht.
Saarbrücken, den 1. Mai 1928.
Die stürmische Aufwärtsbewegung, die Chikago für
Weizen zu verzeichnen hatte und die wohl nicht zum
geringen Teil durch starke Spekulation von Außenseitern
gestützt wird, hat vorerst am 30, April 1928 mit 1701/, Ct
ren Höhepunkt erreicht. Ob die inzwischen eingetretene
Abschwächung nur die gewöhnlich einsetzende Reaktion
ist, oder ob tatsächlich eine günstigere Beurteilung des
Saatenstandes auf Grund des guten Wetters die Ursache
ist, vermag von hier zunächst nicht beurteilt zu werden.
Tatsache ist, daß die kanadischen und argentinischen
Forderungen sich denen Chikagos meist anpassen, wodurch
augenblicklich eine völlig undurchsichtige Lage zu Vverzeichnen
ist, die vielleicht noch große Uebuerraschungen
bringen wird,
Bei Abfassung dieses Berichtes ist die Stimmung deı
Getreideverkäufer in Frankreich ‚wieder wesentlich fester
vewesen, als z. B. am Mittwoch.
Im Reich ist durch die Freigabe der Weizen:
einfuhr durch Polen eine ganz plötzliche Verteuerung
des Weizens um ca. 10 RM. je Tonne eingetreten, Rückwirkungen
auf das Saargebiet werden daraus nicht entstehen
Am Dienstag war naturgemäß überall eme feste
Tendenz vorherrschend, die vor allem auf dem Ge
rreidemarkt ihren Ausdruck fand. Einheimischer Weizer
war nicht angeboten, französischer kostete 9 Fr. die
I0QU kg mehr als vor 8 Tagen. Saar -und französische;
Roggen mußten durchschnittlich 3—4 Fr. teurer bezahlı
verden, Auslandsweizen und Hafer notierten 5 Fr. mehr,
Allgemein halten die Mühlen mit langfristigen Ge.
reideeindeckungen zurück, da sie begreiflicherweise sick
aicht mit großen Beständen Gefahren eines Preisrückgangs
aussetzen wollen.
Der Mehlabsatz hält sich in bescheidenem Rahmen,
‚gedoch werden die Vorräte bei den Bäckereien nicht groß
eingeschätzt, so daß die Bäcker sich in nächster Zeit
wohl zu den jetzigen Preisen versorgen müssen. Die letzten
Notierungen waren 4 Fr. höher als am 24. 4. 28 und
decken sıch mit 270 Fr. tür Weizenmehl fleur mit der
Forderungen der Großmühlen an den Händel, Nach de:
Börse haben die Mühlen auf die Kurserhöhung der Parisei
Börse hin einen weiteren Aufschlag von 3 Fr. bekannt
gegeben, Roggenmehl 1äßt bei den heutigen Roggen
preisen den Mühlen keinen Nutzen, Dem Vernehmen nacl
sollen deshalb verschiedene französische Mühlen, die mi
Rohmaterial nicht genügend versorgt waren, die Her.
stellung und den Verkauf von Roggenmehl vorübergehenc
eingestellt haben.
Futterartike! sind weiter gut verkäuflich, da die Groß
mühlen nach Deutschland und der Schweiz Absatz haben
so daß im Saargebiet Angebot nur von einheimischer
Mühlen vorliegt.
Speisekartoffein aus Polen und Frankreich sind unver.
ändert im Preis, nur für gelbfleischige Sorten wird eir
kleines Aufgeld bezahlt. Das Geschäft bewegt sich ir
normalen Bahnen,
Das Saatkartoffelgeschäft ist bald beendet,
Heu und Stroh bei guter Nachfrage sehr test, di
Vorräte gehen zu Ende
Die Eisenbahndirektion des Saargebietes hat folgend‘
Ausschreibungen erlassen:
Die Arbeiten und Lieferungen zur Erweiterung des
Bahnhofs Bettingen (Saar), zirka 4400 cbm Aufschüttung
und Abschachtung, 1400 qm Böschungsbekleidung, 460 qm
Pflaster, 900 qm Chaussierung, 1100 qm Weg- und Bahn
steigbefestigung und 220 cbm Beton sollen auf dem Wege
der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden,
Ausschreibungsunterlagen sind bei der Drucksachen-'erwaltung
der Eisenbahndirektion, Zimmer 14, zum Preist
‚on 3 Fr. erhältlich, soweit der Vorrat reicht.
Die Angebote sid bis zur Eröffnung am 22. Mai 1928
vormittags 11 Uhr, verschlossen, versiegelt und mit dei
entsprechenden Aufschrift versehen, beim bautechnischer
Büro der Eisenbahndirektion, Zimmer 320a, einzureichen
Zuschlagsfrist 4 Wochen. Nähere Auskunft auf Zimme!
Wr. 3203
Die Arbeiten und Lielerungen zur Ausführung der Erd-Maurerarbeiten
usw. zum Um- und Erweiterungsbau de:
Empfangsgebäudes auf Bahnhof Homburg sollen öffentlich
vergeben werden.
Zeichnungen und Bedingungen können aut Zimmer 30*
der Eisenbahndirektion während der Dienststunden eir
zesehen werden.
Die Verdingungshefte können durch die Drucksachenverwaltung
der Eisenbahndirektion Saarbrücken, Zimme!
Nr. 14, gegen postfreie Einsendung von 8 Fr. für beide
Lose in bar, nicht in Briefmarken oder Notgeldscheinen
jezögen werden,
Eröffnungstermin für beide Lose a und b: 22. Mai 1928,
iGO Uhr vormittags, auf Zimmer Nr. 321 der Eisenbahr
direktion.
Ende der Zuschlagsfrist: 24. Juni 1928. Vertragserfüllung
für das Los a: 6 Wochen: für Los bh: 2 Wochen. Verkau
der Hefte ab 10. Mai.
Redaktionsschluß: Mittwoch. den 0 Aai 10928