auf 520 Millionen Bushel gegenüber 552 Millionen Bushel
1927 für Winterweizen und 47 Millionen gegen 59 Millionen
Bushel Winterroggen. Naturgemäß ist dadurch Chicago
mit seinen Notizen täglich fester. Wenn auch im Augenblick
das Interesse mehr dem argentinischen Material
zugewandt ist, so bleibt doch die Aufwärtsbewegung
in Nordamerika nicht ohne Folge für die Bewertung
in Europa, zumal bis zur neuen Ernte die Zufuhren aus
dem Inland keine nennenswerte Rolle mehr spielen. Auch
im Saarycbiet ist in Auswirkung dieser Umstände
ein erneutes Anziehen der Getreidepreise ein
vetreten, das sich besonders für Roggen ausgewirkt hat
der innerhalb drei Wochen 8 Fr. die 100 kg teurer ge:
worden ist und am 10. April mit 152 Fr. französische
und 145 Fr. einheimische Ware bewertet war. Auch
Weizen hat 4 Fr. angezogen. Französischer Rog:-yen
ist fast nicht angeboten und wird von den Mühlen
gern aufgenommen. Ausländische Ware stellt sich noch
teuerer.
Weizenmehl ist um 2 Fr. erhöht, Roggenmeh
hat einen Aufschlag von 5 Fr. erfahren. Trotz der
anziehenden Preise wird über den Mehlabsatz geklagt
Futtermehle sind zu besseren Preisen verkäuflich. Kleie
ist lebhaft gefragt und findet zu guten Preisen überal
Absatz,
Für Speisekartoffeln herrscht stetige Nachfrage
bei um 2 Fr. erhöhten Preisen. Das Angebot läßt zu
wünschen übrig, da die Landwirtschaft mit der Feldbestellung
beschäftigt ist. Auch das Saatkartoffel:
veschäft hat sich belebt. Das Interesse richte
sich auf frühe und billige Sorten, während spätere Sorter
noch vernachlässigt werden. Die Landwirtschaft ist zu
sehr versucht, zu glauben, daß es nur des Abrufes bein
Händler bedürfe, um Spezialwünsche zu befriedigen, Diese:
Umstand erschwert dem Handel die rechtzeitige Dis
position bei seinen Käufen. Fleu und Stroh — besonder:
letzteres — fest bei knannem Anwvebot
Die Eisenbahndirektion des Saargebietes hat folgend:
Ausschreibungen erlassen:
Die Erd- und Betonarbeiten usw. zur Herstellung von
Stützmauern zwischen dem Bahnkörper und dem neuen
Postgebäude am Lützelbachtunnel beim Hauptbahnhof Saarbrücken
sollen öffentlich vergeben werden,
Die Verdingungshefte können durch die Drucksachen
verwaltung der Eisenbahndirektion Saarbrücken, Zimme'
Nr. 14, gegen postfreie Einsendung von 6 Fr. in bar
nicht in Briefmarken oder Notgeldscheinen, bezogen wer
den.
Eröffnungstermin: 23. April 1928, 11 Uhr, auf Zimmeı
Nr. 102 der Eisenbahndirektion.
Ende der Zuschlagsfrist: 21. Mai 1928. Vertragserfüllung
5 Monate einschließlich Sonn- und Feiertage.
%
Die Arbeiten und Lieferungen für die Gleis- und Bauarbeiten
auf dem Lagerplatz der Hauptwerkstätte St. Wendel
sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung
vergeben werden.
Ausschreibungsunterlagen sind bei der Drüucksachenverwaltung
der Eisenbahndirektion, Zimmer 14, .zum Dreise
von 5 Fr. erhältlich, soweit der Vorrat reicht.
Die Angebote sind bis zur Eröffnung am 28. April 1928,
vormittags 10,30 Uhr, verschlossen und versiegelt und mit
der entsprechenden Aufschrift versehen, beim bautech:
nischen Büro IJI der Eisenbahndirektion, Zimmer 201
einzureichen.
Zuschlagsirist 4 Wochen. Nähere Auskunft auf Zimmer
Nr 201
Das Hochbauamt für Staatsbauten Saarbrücken hat tolzende
Ausschreibung betr. Rohbauarbeiten veröffentlicht:
Für den Neubau des Zentralpostamtes in Saarbrücken 2,
Ecke Trierer- und Lützelbachstraße, sollen im Wege der
öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: Los 1: Erd-,
Maurer-, Beton-, Asphalt- und Eisenbetonarbeiten.
Verdingungshefte können bei dem Hochbauamt für
Staatsbauten in Saarbrücken 3, Hellwigstraße 42, während
der Dienststunden — 8S bis 12 und 14 his 18 Uhr -
zum Preise von 25 Fr. entnommen werden. Ebendort sind
auch Zeichnungen zum Preise von 107) Fr. pro Sat;
erhältlich. Letzterer Betrag wird erstattet an die Firmen
velche den Auftrag nicht bekommei, wenn dieselben dir
Unterlagen bis zum Verdingungstermin vollständig un
ınbeschädigt zurückgeben.
Eröffnungstermin: 23. April 1928, vormittags 11 Uhr
Zuschlagsfrist: 4 Wochen später.
*%
Das Telegraphenbauamt Saarbrücken hat folgende Aus-"hreibung
erlassen:
Die Erdarbeiten und Lieferungen für die Herstellung
on Gräben aus Anlaß der Kabelauslegung in der Straße
‚ebach--Eppelborn bis km 23,1, Ausgang Bubach, in eine
Jjesamtlängye von 26,39 m sind öffentlich zu vergeben
Bedingungen und Pläne liegen bei dem Telegraphen
jJauamt in Saarbrücken, Ursulinenpfad, Zimmer 27, werk-‚Äglich
von 8 bis 12 Uhr, zur Einsichtnahme aus, )
Die Bedingungen können gegen Bezahlung von 10 Fr
von da bezogen werden.
Eröffnung der versiegelten und mit entsprechender Aufschrift
verschenen Angebote am 5. Mai 1928 um 10 Uhr
im gleichen Zimmer.
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Der gerichtl. vereid. (ham
Redaktionsschluß: Mittwoch den 18 April 1098