Full text : 33.1928 (0033)

Die Saar-Wirtschaftszeitung tritt mit dem neuen Jahre in ihren 33. Jahrgang
ein. Sie erscheint, um den für die Saarwirtschaft immer stärker werdenden Zwang
zur Rationalisierung auch in ihrer äußeren Form zu betonen, von nun ab im
„Din“-Format und hoft auf diesem Wege für die Normung auch im Saargebiet,
wo auf diesem Gebiete noch manches zu tun ist, neue Freunde zu werben.
In einer Zeit, die mit Gedrucktem insbesondere auch auf wirtschaftlichem
Gebiete übersättigt ist, zwingt Tempo und Umfang der zu bewältigenden Arbeit
jeden Einzelnen zu stärkster Konzentration auf das wirklich Notwendige. Wer
die Entwicklung unserer Zeitschrift in den letzten Jahren verfolgt hat, dem kann
nicht entgangen sein, daß wir es uns zur strengen Pflicht gemacht haben, diesem
Gesichtspunkt Rechnung zu tragen und gewissermaßen auch auf dem Gebiet des
Gedruckten zu rationalisieren. Was: in den Bereich der Tagespresse oder der
Fachzeitschriften fällt, schalten wir bewusst aus. Um so größeren Nachdruck
vermögen wir durch diese Konzentration auf eine sorgfältige und genaue
Berichterstattung auf allen Gebieten, die die Wirtschaft berühren, zu legen.
Die Saar-Wirtschaftszeitung soll durch die von ihr veröffentlichten größeren
Aufsätze allgemeinen Inhalts, durch die Wiedergabe allen für die Wirtschaft
notwendigen amtlichen Materials, durch die Wirtschaftsstatistik, durch die Mitteilungen
 aus dem Zoll-, Steuer- und Verkehrswesen der Wirtschaft ein immer
unentbehrlicherer Ratgeber werden, der ihr dazu hilft, all’ den äußeren Faktoren,
die auf den Gang der Wirtschaft in irgend einer Form einwirken, Rechnung
zu tragen und diese in ihre Dispositionen einzustellen. Sie will aber auch
gleichzeitig ein möglichst lückenloses Bild der Entwicklung unserer wirtschaftlichen
 Verhältnisse geben und damit der Gesamtheit und insbesondere auch den
Aussenstehenden denjenigen Ueberblick geben, der dem Einzelnen im Regelfalle
versagt bleibt. Sie will aber schließlich und nicht zuletzt gegenüber der allgemeinen
 Unkenntnis weitester Kreise über die ungewöhnlich schwierigen Verhältnisse,
 mit denen die Saarwirtschaft zu kämpfen hat, aufklärend wirken.
Wir würden es dankbarst begrüßen, wenn. die Wege, auf denen wir
unser Ziel zu erreichen suchen, durch unsere Leser selbst auf ihre Richtigkeit
und Zweckmäßigkeit hin nachgeprüft würden und wenn uns als Ergebnis dieser
für die Schriftleitung unentbehrlichen Mitarbeit Wünsche und Ratschläge übermittelt
 würden, für deren Berücksichtigung wir gerne Sorge zu tragen versprechen.
Die Saar-Wirtschaftszeitung will nicht ein trockenes Nachschlagewerk sein,
das man gelegentlich benutzt und im übrigen zu den Akten legt, sondern
sie will gelesen werden. Sie will und soll der Ausdruck der Arbeitsgemeinschaft
 sein, die alle verbindet, die im Dienste unserer heimischen Wirtschaft
und damit der Volksgemeinschaft stehen.

Die Schriftleitung,
            
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