Full text : 33.1928 (0033)

Zur Rationalisierung im Ausstellungs- und
Messewesen.
Das Mitte vorigen Jahres auf breitere Grundlage gestellte
 Deutsche Ausstellungs- und Messeamt, das seine
Aufgabe darin sicht, die Kneise des Handels und der
industrie vor unnötigen Ausgaben für die Beteiligung an
Messen und Ausstellungen zu bewahren, macht die an maßvebender
 Stelle im Wirtschaitsieben stehenden Persönlichkeiten
 auf seine Täügkeit besonders aufmerksam. Es bittet
die Herren, die um Förderung solcher Unternehmen gegebeten
 werden (durch Eintritt in Ehrenausschüsse etc.),
von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, durch Rückfrage
 bei dem Deutschen Ausstelungs- und Messeamt
festzustellen, wie das Projekt seitens der zunächst interessierten
 Kreise der Wirtschaft beurteilt wird. Das Ausstellungs-
 und Messeamt hat sich die besondere Aufgabe
gesetzt, die nötigen Feststellungen zu machen, auf Grund
deren eine gutachtliche Aeußerung darüber gegeben werden
 kann, ob die Förderung mancher Messen und Ausstellungen
 zu empfehlen ist. Vor allem sei es für
die Persönlichkeiten, die um ihre Unterstützung gebeten
werden, ratsam, sich schom vor eimer Beitrittserklärung
oder Sympathicerklärung mit dem Messeamt in Verbindung
zu setzen.

‚steilungen des

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Devisennotierungen in Berlin und Paris vom
5, bis 11. Januar 1928 und der Dollar- und
Reichsmarkdurchschnittskurs für Dezember 1927.

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+
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Berlin
Börse

Pariser Börse

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100 Fr

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1 Dollar

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100 Fl.

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1025.25! 490.25
1025.—) 49, —
1024,50 490.25

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354 57
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“*+skurse im Dezembe- 1927:
1 RM. = 6,07 Fr.
1 Dollar = 25,40 Fr.

zhaftlichen Vereins

a ul

Buchführungskursus.
Allen Interessenten, die sich zur Teilnahme an dem am 19. Januar 1928 im
Sitzungssaale der Handelskammer Saarbrücken, Königin-Luisenstraße 33, beginnenden
Buchführungskursus angemeldet haben bzw. noch melden, zur gefl. Kenntnisnahme,
daß eine besondere Benachrichtigung nicht erfolgt. Die Teilnehmer werden höfl. gebeten,
 nach Möglichkeit spätestens 734 Uhr im Sitzungssaale zu erscheinen.
Im übrigen sei darauf hingewiesen, daß noch einige Anmeldungen entgegengenommen
 werden können. Näheres ist aus Nr. 51 von 1927 Seite 840 und Nr. 1
von 1928 S. 8 der „Saar-Wirtschaftszeitung‘ zu ersehen.

4” "ie

I

Vortrag von Professor Dr. Horneffer-Gießen
im Kaufmännischen Verein zu Saarbrücken.
Am 9. Januar 1928 sprach Professor Dr. E. Horneffer
ats Gießen, der bei der Hauptversammlung des Wirtschaftlichen
 Vereins im Jahre 1923 einen vıel beachteten
Vorträg gehalten hat, im Kaufmännischen Verein über das
Thema „Die Vergeistigung der wirtschaft-‘ichen
 Arbeit“
Im Eingang seines Vortrages wies der Redner darauf hin,
daß sich im deutschem Volke deutlich das Streben nach
festerem Zusammenschliuß und größerer Einigkeit bemerkbar
 mache. Ein Beweis dafür sei auch der Umstand,
daß es gelungem sei, den Wirtschaftsfrieden trotz vorhandener
 Kampfesbereitschaft im großen und ganzen zu
erhalten. Nun könne wahne Einigkeit bei einem dem
Materzassmus ergebenen Volke nicht aufkommen. Nur
durch Pfiege der geistigen Werte und durch geistige
Gemeinschaft sei sie zu erzielen.
Der Redner deutete dann auf den tiefen Unterschicd
zwischen materiellen, sinnlich wahrnehmbaren und geistigen
Werten hin, der darin .bestehe, daß das Materielie seiner
Natur nach begrenzt sei, während sich das Geistige durch
Teilung, Mitteilung sogar in gewissem Sinne mehre. Daraus
zog er die Folgerung, daß das Materielle stets ein Zankapfel,
 ein Kampfobiekt zwischen den Menschen bleiben

«tteilung en.

müsse, das: Geistige dagegen berufen sei, das Bindeglied
ınter den Menschen zu werden. Das Materielle sei zwar
/oraussetzung des Geistigen — wenn der Mensch z. B.
rungere, höre alle Philosophie auf —, aber es sei nur
is zıt einem gewissen Grade notwendig. Wenn die
vichtigsten Bedürfnisse (Nahrung, Kleidung, Wohnung)
‚uch nur einigermaßen befriedigt seien, so sel schon die
Möglichkeit zu einem Leben des Geistes, das das eigentiche
 Leben sei, gegeben.
Die ‘heute vorhandene weitgehende Mechanisierung der
\rbeit, auch der geistigen Berufsarbeit, wirke geisttötend
ınd sei geeignet, jegliche Arbeitsfreude zu zerstören. Es
sebe heute nur verhältnismäßig wenige Menschen, die
ınter dieser Mechanisterung nicht Ätten. Sie sei eine Folge
fer Arbeitsteilung, der wirtschaftlichen Entwicklung. Diese
asse sich nun aber nicht mehr rückgängig machen, ste
el im Gegenteil! wegen der mit ihr verbundenen größeren
Zrgiebigkeit der Produktion weiter vorwärts zır treiben.
Aber eine geistige Anteilnahme, Interesse, Arbeitsfreudie
<önnme der Arbeitende dadurch wieder gewinnen, daß er
lie Bedeutung seiner Teilarbeit für das Ganze erkennt und
nen Einblick im die vorausgehenden und machfolgenden
;tadien der Produktion, z. B. im die Schwierigkeiten der
Aaterialbeschaffung und des Kampfes um die Absatznärkte,
 erhält, in Dinge, um die heute nur der Beriebsleiter
 wisse. Um allen Arbeitenden diesen Einblick
n das Getriebe des Ganzen zu verschaffen, empfahl der
            
Waiting...

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