LS
In Saarbrücken werden täglich aufgeliefert: 1927:
050 Kannen == 16.000 1; seit 1. November: 271 Kannen =
7200 1; 1926: 740 Kannen := 18000 1; mithin in 1927
10800 1 weniger als in 1926.
Neunkirchen erhielt täglich: 1927: 850 Kannen ==18000
1; 1926: 800 Kannen = 19000 I; mithin in 1927
000 1] weniger als in 1926.
In Neunkirchen werden täglich aufgeliefert:
1927: 270 Kannen = 4000 1; 1926: 300 Kannen =
7500 1; mithin in 1927 3500 1 weniger als in 1926.
Unter Berücksichtigung der Weiterabfertigung wurden
m Saargebiet täglich befördert: 1927: 4380 Kannen =-3500
1; 1926: 4800 Kannen = 116000 1; mithin in 1927
22500 1 weniger als in 1926.
5. Zollverkehr. Der Verkehr an der saarländischleutschen
Zollgrenze war im Jahre 1927 wesentlich stärker
als 1926. Auf den saarländischen Zollstellen wurden inszesamt
abgefertigt: |
Jahr Stückgutsendungen Wagenladungen
1927 160 000 Stück 263 000 Stück
1926 100 000 Stück 204 000 Stück
1927 +— 60000 Stück + 59000 Stück
Davon entfielen auf die einzelnen Zollabfertigungsstellen
oalgende Mengen:
lahr Station
Saarbrücken Hgbf.
Homburg (Saar)
Merzig (Saar)
St. Wendel
yaarbrücken Hgbf.
lomburg (Saar)
Merzig (Saar)
St. Wendel
das sind gegen das Jahr 1926:
Saarbrücken Hgbf. 4 11000 St. —
Homburg (Saar) -- 19000 St. — 45000 St.
Merzig (Saar) - 12000 St. + 10000 St.
„ St. Wendel — 7000 St. + 3000 St.
Die allgemeinen Zollschwierigkeiten an den Grenzabfertigungen,
die hauptsächlich durch das Fehlen von
Begleitpapieren, Tarifangaben usw. entstehen, bestanden
noch. Gegen das Jahr vorher war trotz der Bemühungen
der Eisenbahndirektion eine Besserung nicht eingetreten.
Die Verzögerungen, die den Eilgutsendungen an der
Grenze entstanden, konnten verringert werden.
Früher trafen in Homburg die Eilstückgutsendungen vielfach
in Eilstückgutwagen. ein, die im Bahnhof Homburg
Güterzoll behandelt wurden. Neuerdings treffen die Eilstückgutsendungen
zum Teil in Packwagen der Personenzüge
ein, so daß sie in Homburg Hbf. behandelt und
mit dem nächsten Personenzug weitergeleitet werden
können.
Stückgutsendungen
33 000 St
49 A] +.
26 000
19 090
22 000
30 000
14000 .
12000 Sı.
Wagenladungen
12000 St.
77 MO St.
"\W St,
7) St,
+ r
Bei der Grenzeingangsstelle Namborn konnten die Zollıbfertigungsbefugnisse
erweitert werden, und für Mettıach
ist der gleiche Antrag gestellt, so daß die bisherige
Jeberweisung der Eilstückgutsendungen nach St. Wendel
and Merzig entfällt. Die Eilgutwagenladungen müssen nach
wie vor. in Homburg Güterzoll, St. Wendel und Merzig
zollbehandelt werden,
7. In den Standgeldsätzen war im verflossenen
Jahre eine kleine Veränderung eingetreten.
Die Sätze betrugen 1926: für den 1. Tag: 13 Fr.,
für den 2. Tag: 24 Fr., für jeden weiteren Tag: 37 Fr.;
;zie wurden am 1. Mai 1927 festgesetzt auf: 12 Fr.
jür den 1. Tag, 24 Fr. für den 2. Tag und 36 Fr
‘ur jeden weiteren Tag.
im verflossenen Jahre waren 527 Standgeldreklamationen
eingegangen, von denen zwei Drittel zugunsten der Anragsteller
entschieden wurden. Die geforderten Beträge
wurden entweder ganz oder teilweise erstattet.
Il. Wagendienst.
im verflossenen jahre wurden im Betrieb der Eisenjahndirektion
des Saargebietes insgesamt gestellt 1649 890
Wagen, das sind umgerechnet auf den Arbeitstag 5425
Wagen. Die Verteilung auf die einzelnen Wagengattungen
var folgendermaßen:
Es wurden gestellt: insgesamt täglicl
»ffene (O0) Wagen für die Gruben 1 144 960 3766
ffene (O0) Wagen für andere Gruben 287 105 044
jedeckte (G) Wagen 127 763 420
Yattform-(SS-) Wagen 53 970 177
<alk-(K-) Wagen 10 149 33
;onstige Wagen 25 052 x
Im Vergleich zur Wagengestellung im Jahre 1926 waren
m Jahre 1927 26279 Wagen mehr gestellt worden.
Javon entfallen auf O-Wagen 21 Wagen täglich, auf
3-Wagen 40 Wagen täglich und auf SS-Wagen 11 Wagen
‚äglich. Die Ausfälle an Wagen waren im verflos.
jenen Jahr sehr gering. Es sind ausgefallen: an O-Wagen
107%, an G-Wagen 0,45% und an SS-Wagen 8,03 0%.
Die Ausfälle an SS-Wagen waren wie auch in den
rüheren Jahren hauptsächlich dadurch entstanden, daß
lie zur Erledigung der von den Hütten plötzlich zur
3ildung von Schiffsladungen oder zur Erfüllung der
Monatsaufträge in großer Anzahl geforderten SS-Wagen
ücht immer rechtzeitig herangezogen werden konnten,
Jurch besondere Malinahmen war es gelungen, auch die
;tellung von SS-Wagen zu verbessern. Es kann damit
verechnet werden, daß die Stellung dieser Wagen weiter
jünstig bleibt. Die Ladefristen waren nur von einzelnen
lütten eingehalten worden, andere Hütten waren säumig
Jie Zahl der standgeldpflichtigen Wagen schwankte bei
jen Hütten zwischen 0,32 und 22 00 im Jahre 1927 gegen
),30 und 26 00 im Jahre 1926. Die pünktliche Entladung
m Ortsgüterbahnhof Saarbrücken durch die Selbstentader
und die Spediteure ließ auch im verflossenen Jahre
u wünschen übrig. Es waren im Jahre 1927 17,39 «4
tandgeldpilichtig geworden, gegen 18 oo im Jahre vorher
Dem Antrag der Handelskammer Saarbrücken auf Ratio
1alisierung des Kostenbezugs durch Einführung der Groß
raumgüterwagen wie in den Nachbarländern stellen sich
hier die größten Schwierigkeiten entgegen. Die Lade,
vorrichtungen bei den Gruben und Hütten sind für diese
Vagen vorerst nicht eingerichtet, und auch in technische:
dinsicht (Oberbau und Brücken) sind vorher eingehend
’rüfungen erforderlich.
Die im hiesigen Bezirk für den Kostentransport nach
ijen Hütten besonders beschafften Spezialwagen (Trichtervagen)
haben bisher vollauf genügt.
Herr Assessor Lütke bemerkt, daß die Frage de
3roßraumgüterwagen von der Handelskammer nur angeregt
sei, um keine Möglichkeit außer acht zu lassen
den Kohlenbezug zu verbilligen.
Herr Präsident Dr. Fischer weist zunächst auf die
lankenswerte Unterstützung der Verwaltung insbesondere
jurch die Spediteure während des Streikes Anfang Dezember
hin, betont ferner die Bereitwilligkeit der Ver:
waltung, die Frage der Ergänzung und Erweiterung der
Schuppenanlagen in Saarbrücken eingehend zu prüfen.
Ainsichtlich der Milchbeförderung hält er eine baldige
Aussprache mit den Interessenten für geboten und schließt
äch in längeren Ausführungen bezüglich der Großraum:
züterwagen dem ablehnenden Standpunkte des Herrn Oberegierungsrates
Herrmann an. Gleichwohl bedürfe die
Trage der Einführung dieser Wagenart in Verbindung mil
der Frage einer etwaigen Verbesserung der jetzigen Be:
(örderung der Kohlen in Trichterwagen — mit Rücksicht
auf ihre Bedeutung für die Belange der Wirtschaft — der
;orgfältigsten Prüfung.
Herr Anterist dankt im Namen des Vereins der
spediteure des Saargebiets für die Anerkennung deı
„eistungen der Spediteure während des Arbeiterstreiks
Er bittet nochmals, wenn irgend möglich, die Ueberweisung
der nach Saarbrücken zur Verzollung gestellten
3üter, auch der Möbelsendungen, nach St. Wendel tunlichst
nald einzustellen, da durch die Abfertigung in St. Wende!
doch nicht unerhebliche Mehrkosten entstehen.
Herr Lampert dankt im Namen der anwesenden Ver:
ireter der Verkehrsinteressenten für die gemachten Aus:
führungen.
Herr Präsident Dr. Fischer schließt hierauf die
Sitzung.